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EISHOCKEY: Zuger Blackout in Rapperswil

Der EV Zug verliert den Cup-Viertelfinal bei Rapperswil-Jona 1:5. Bereits nach dem ersten Drittel führte der Swiss-League-Vertreter vorentscheidend mit 3:0.
Daniel Gerber, Rapperswil
Enttäuschung bei Johan Morant, Tobias Geisser, Tobias Fohrler und Torhüter Sandro Aeschlimann (von links). (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Rapperswil, 21. November 2017))

Enttäuschung bei Johan Morant, Tobias Geisser, Tobias Fohrler und Torhüter Sandro Aeschlimann (von links). (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Rapperswil, 21. November 2017))

Daniel Gerber, Rapperswil

sport@luzernerzeitung.ch

Zuerst die schlechte Nachricht für jenes Team, das die Playouts verliert und in die Mühle der Liga-Qualifikation geworfen wird (Kloten?): Sollten dort die Rapperswil-Jona Lakers in auch nur ähnlicher Form warten, wie am Dienstag im Cup-Viertelfinal gegen den EV Zug, ist der (Noch-)National-League-Ligist gut beraten, vorsorglich im Navi des Mannschaftscars Destinationen wie Visp, La Chaux-de-Fonds und Biasca zu programmieren; es wäre gut möglich, dass man diese Vorarbeit ab September 2018 gebrauchen könnte.

Auch wenn Zug am Dienstag nicht (wie es in einer Liga-Quali der Fall ist) ums Überleben kämpfte, zeigten die St. Galler eine starke Leistung und eine vorzügliche Chancenauswertung. Nach einer zügigen Passkombination im Powerplay traf Jared Aulin nach einem Zuspiel vom in Zug bestens bekannten Corsin Casutt zur 1:0-Führung. Und Sekunden später prallte eine Scheibe, die Lakers-Stürmer Josh Primeau hinter dem Tor hervorspielte, via EVZ-Keeper Tobias Stephan unglücklich ins eigene Tor. EV-Zug-Sportchef Reto Kläy sagte: «Das war sehr enttäuschend. Rappi hat den Sieg nicht gestohlen. Sie waren effizienter, wir spielten naiv, kompliziert und instabil.»

Souverän führen die Lakers die Tabelle der Swiss League an. Zu den Prunkstücken des Schaffens von Trainer Jeff Tomlinson gehört die gut sortierte Abwehr, die in der Meisterschaft mit Gegentoren geizt: Nur 1,53-mal pro Spiel muss Rappi-Keeper Melvin Nyffeler den Puck aus seinem Gehäuse hervorkramen. Jener Nyffeler, der eigentlich in die höchste Liga gehört und der bereits letzte Saison kundtat, mit dem SCRJ aufsteigen zu wollen. Charismatisch hielt er am Dienstagabend nicht nur sein Gehäuse rein, sondern holte nach einer längeren Boxplay-Phase eine Strafe gegen Zug-Stürmer David McIntyre heraus.

Die aktuelle Nummer 13 der Schweiz zeigt – nicht nur im Cup –, dass sich ein Ligawechsel anbahnen könnte. EVZ-Sportchef Reto Kläy: «Das ist eine Möglichkeit, der Weg ist noch lang, aber sie haben Potenzial.» Schon Lugano wurde im Pokalwettbewerb mit einem 3:0 aus der Halle geschossen. Die Spiele gegen NL-Vertreter werden am Zürichsee als Standortbestimmung auf dem Weg zurück in die höchste Spielklasse gewertet.

Den Gegner nicht unterschätzt

Dem 1:4-Anschluss nach 22 Sekunden im Schlussdrittel durch Viktor Stalberg zum Trotz: Eine alles mit sich reissende Aufholjagd wie am 15. November 1994 in Rapperswil lieferte Zug diesmal nicht. Damals lagen die Innerschweizer 31 Sekunden vor Schluss 3:6 hinten. Doch Daniel Meier (59:29), Misko Antisin (59:41) und Lockout-Held Pat Quinn (59:59) sorgten damals mit einer Last-Second-Aufholjagd für ein Unentschieden.

Ist ein National-League-Team am oberen Zürichsee im Cup zu Gast, finden sich gelassene Federn oft nicht weit. Lugano verlor hier bereits zweimal, und Lausanne setzte sich einmal mit einem Tor Differenz durch und einmal erst nach Penaltys.

Unterschätzt habe man die Lakers nicht, so Kläy. «Wenn man den Auftritt anschaut, könnte man es zwar fast meinen. Doch jeder weiss, dass sie nicht für nichts da sind, wo sie stehen.» Neidlos müsse man anerkennen, dass der Gegner sehr gut gespielt hatte. Zwar könne man sich jetzt ganz auf die Meisterschaft konzentrieren, «aber nach dem Aus in der Champions League nahmen wir uns vor, den Cup zu gewinnen. Nun wurden wir eines Besseren belehrt.»

Rapperswil-Jona Lakers - Zug 5:1 (3:0, 1:0, 1:1)

4820 Zuschauer. - SR Koch/Mollard, Kovacs/Obwegeser. - Tore: 12. (11:13) Aulin (Casutt/Ausschluss Diaz) 1:0. 12. (11:36) Primeau 2:0 (Eigentor Stephan). 15. Hügli (Ausschluss Zehnder) 3:0. 31. Gähler (Brem) 4:0. 41. (40:22) Stalberg 4:1. 49. Profico 5:1. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 6mal 2 Minuten gegen Zug.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Geyer, Berger; Sataric, Maier; Profico, Gähler; Brem, Lindemann, Casutt; Aulin, Knelsen, Vogel; Hügli, Mason, Mosimann; Primeau, Rizzello, Hüsler.

Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Diaz, Geisser; Morant, Leeger; Fohrler; Martschini, Roe, Stalberg; Klingberg, McIntyre, Suri; Schnyder, Zehnder, Lammer; Forrer, Kast, Senteler.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona komplett, Zug ohne Diem, Schlumpf, Helbling und Grossmann (alle verletzt). Pfosten-/Lattenschüsse Brem (8.); Stalberg (36.). Timeout Rapperswil-Jona (35.).

Da haben die Rapperswiler gut lachen: Michael Hügli (dritter von links) trifft zum 3:0 bereits im 1. Drittel. (Bild: Christian Merz / Keystone (Rapperswil, 21. November 2017))

Da haben die Rapperswiler gut lachen: Michael Hügli (dritter von links) trifft zum 3:0 bereits im 1. Drittel. (Bild: Christian Merz / Keystone (Rapperswil, 21. November 2017))

Zugs Yannick Zehnder am Boden, den Rapperswiler Antonio Rizzello kümmerts nicht. (Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Rapperswil, 21. November 2017))

Zugs Yannick Zehnder am Boden, den Rapperswiler Antonio Rizzello kümmerts nicht. (Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Rapperswil, 21. November 2017))

Zugs Yannick Zehnder (rechts) im Duell mit dem Rapperswiler Cédric Hüsler. (Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Rapperswil, 21. November 2017))

Zugs Yannick Zehnder (rechts) im Duell mit dem Rapperswiler Cédric Hüsler. (Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Rapperswil, 21. November 2017))

Zug-Torhüter Tobias Stephan (links) hält gegen Rajan Sataric vom SC Rapperswil-Jona Lakers. (Bild: Christian Merz / Keystone (Rapperswil, 21. November 2017))

Zug-Torhüter Tobias Stephan (links) hält gegen Rajan Sataric vom SC Rapperswil-Jona Lakers. (Bild: Christian Merz / Keystone (Rapperswil, 21. November 2017))

Zugs David McIntyre (rechts) im Duell mit dem Rapperswiler Jan Mosimann. (Bild: Christian Merz / Keystone (Rapperswil, 21. November 2017))

Zugs David McIntyre (rechts) im Duell mit dem Rapperswiler Jan Mosimann. (Bild: Christian Merz / Keystone (Rapperswil, 21. November 2017))

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