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EISHOCKEY: Zuger Feuerwerk verpufft

Der EV Zug verliert in Lugano mit 0:1. Er kann den zweiten Platz aber verteidigen. Ein Sieg im Tessin wäre beileibe nicht gestohlen gewesen.
René Barmettler, Lugano
Enttäuschung bei Sven Senteler (Nummer 88) nach dem glücklosen Spiel. (Bild: Michela Locatelli/Freshfocus (Lugano, 20. Januar 2018))

Enttäuschung bei Sven Senteler (Nummer 88) nach dem glücklosen Spiel. (Bild: Michela Locatelli/Freshfocus (Lugano, 20. Januar 2018))

René Barmettler, Lugano

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

Gut zwei Minuten vor Ende erhielten die Zuger die letzte Möglichkeit, den 0:1-Rückstand doch noch aufzuholen. Luganos Elia Riva musste auf die Strafbank. Die Zentralschweizer versuchten nochmals alles, nahmen den Torhüter heraus. Ein letztes Mal liessen die Zuger ein Schuss-Feuerwerk auf Lugano-Goalie Elvis Merzlikins ab. Doch alles war vergebens. Wie am letzten Samstag beim 0:6 in Fribourg gelang im dritten Spiel der Woche kein Treffer. «Das Spiel gegen Gottéron verloren wir verdient, weil wir dumme Sachen gemacht hatten», sagte EVZ-Stürmer Reto Suri nach dem gestrigen Spiel. «Doch diesmal haben wir die Niederlage nicht verdient. Den einzigen Vorwurf, den wir uns machen müssen, nicht getroffen zu haben.»

In der Tat: 39 Schüsse feuerten die Gäste ab, 25 das Heimteam. Doch das Zuger Feuerwerk verpuffte, «und das ist sehr schade», hielt Suri fest, «es war eine der besten Leistung dieser Saison. Wir knüpften nahtlos an das Spiel vom Vorabend an.»

EV Zug schon über fünf Stunden in Unterzahl

Nach dem 7:3-Heimsieg am Freitag gegen Ambri-Piotta bot sich für den EV Zug die Gelegenheit, eine perfekte Tessiner Doppelrunde abzuschliessen. Der Zweite gegen den Dritten: Diese Ausgangslage liess im Vorfeld indes erahnen, dass diese Aufgabe im Südtessin weit schwieriger sein dürfte. Zug musste denn auch mit einem 0:1-Rückstand in die erste Pause. Dieses nicht zwingende Hintertreffen war der mangelnden Chancenauswertung geschuldet. Reto Suri (12./18.) hatte gleich drei Top-Gelegenheiten auf der Schaufel, und auch der nimmermüde 40-jährige Josh Holden sah seinen Schuss von Merzlikins pariert (18.). Der Kanadier kam, wie schon am Vortag, für den verletzten Garrett Roe zum Einsatz. Der Führungstreffer der Luganesi kam nach einem Konter, ausgelöst durch Maxim Lapierre, zu Stande. Den Schuss von Alessio Bertaggia liess EVZ-Goalie Tobias Stephan nach vorne abprallen, Alessandro Chiesa vollendete zum 1:0 – eine Koproduktion zweier Tessiner, die in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts auch im Zuger Dress aufgelaufen waren.

Im letzten Duell am 9. Januar siegte Zug nach zwei Auswärtssiegen auch zu Hause (2:0), wobei die Tessiner einen harmlosen Eindruck hinterliessen – bis auf Merzlikins. Während dieser Krise, in der die Südtessiner den zweiten Platz an Zug abtreten mussten, kam es kurz vor Weihnachten auch noch zum Eklat zwischen Damien Brunner und Trainer Greg Ireland. Der frühere Zug-Stürmer beschimpfte den 52-jährigen Kanadier auf das Übelste. Die beiden sprachen sich später aus, und an einer Pressekonferenz meinten beide unisono, dass sie sich seither besser verstünden denn je. Wie dem auch sei, Brunner zeigt seit seiner Schulterverletzung einen Aufwärtstrend. Und sein Team gewann die letzten drei Spiele und schloss wieder zum EVZ auf. Nach dem letzten direkten Saisonvergleich steht es 3:3 nach Siegen und 10:8 nach Punkten für die Zuger – ein Vorteil bei Punkte-Gleichbestand.

Seit gestern steht die Saisonmarke der Zuger im Unterzahlspiel auf über fünf Stunden – Spitzenwert der Liga. Zum Vergleich: Bern, das am wenigsten Strafen aufweist, kommt noch nicht einmal auf drei Stunden numerische Unterlegenheit. Doch wegen der Strafen hat Zug gestern nicht verloren. «Der Goalie war sicher gut, doch wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen. Oft fehlten Zentimeter», schloss Suri. Und in der letzten Sekunde hatte Merzlikins beim Pfostenschuss auch noch das Glück des Tüchtigen.

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