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EISHOCKEY: Zuger Luxusproblem

Nach langer Verletzungspause gibt der EVZ-Verteidiger Robin Grossmann heute Mittwoch (19.45) gegen seinen künftigen Arbeitgeber Lausanne das Comeback. Trainer Harold Kreis hat in der Abwehr nun die Qual der Wahl.
Sven Aregger
Steht heute wieder auf dem Eis: EVZ-Verteidiger Robin Grossmann. (Bild: Daniel Frutiger/Freshfocus (Zug, 13. Oktober 2017))

Steht heute wieder auf dem Eis: EVZ-Verteidiger Robin Grossmann. (Bild: Daniel Frutiger/Freshfocus (Zug, 13. Oktober 2017))

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Robin Grossmann fühlt sich wohl in Zug. Der Verteidiger hätte gerne auch nächste Saison für den EVZ gespielt. Doch im Herbst wollte sich Sportchef Reto Kläy noch nicht auf eine allfällige Weiterbeschäftigung des Aargauers festlegen. Grossmann sagt: «Ich habe nichts von Zug gehört. Andere Teams hingegen kamen auf mich zu. Und ich wollte nicht länger im Ungewissen bleiben.»

Der 30-jährige Nationalspieler wird sich auch bewusst gewesen sein, dass er wohl den letzten hochdotierten Vertrag in seiner Aktivkarriere unterschreiben konnte. So hat er schliesslich mit dem HC Lausanne einen Kontrakt über vier Jahre ausgehandelt. Grossmann sieht den Wechsel nach vier Saisons in Zug pragmatisch. «So ist das Business in unserem Sport. Es gibt selten noch Spieler, die ihre ganze Laufbahn in der gleichen Organisation verbringen», sagt er. «Einerseits bedaure ich es, aus Zug wegzugehen. Anderseits ist ein neuer Klub immer auch eine neue Chance.»

Diaz pausiert zur Regeneration

Ausgerechnet im Spiel gegen seinen künftigen Arbeitgeber hatte sich Grossmann im Oktober an der Schulter verletzt. Er musste operiert werden und fiel monatelang aus. Die erste schwerwiegende Verletzung in seinen zwölf Jahren als Profi war umso bitterer, da er formidabel in die Saison gestartet war und sich mit wichtigen Toren in Szene setzte. Grossmann sagt: «Der Zeitpunkt der Verletzung war ungünstig. Und es war nicht immer lässig, zuschauen zu müssen. Jetzt bin froh, dass ich dem Team wieder helfen kann.»

Heute gibt Grossmann sein Comeback. Der Gegner heisst – richtig – Lausanne. Grossmann versichert, dass es ein Spiel sei wie jedes andere. Speziell werde es wohl erst, wenn er nächste Saison mit den Westschweizern erstmals auf Zug treffe.

Jedenfalls ist Grossmanns Rückkehr eine gute Nachricht für den EVZ. Trainer Harold Kreis kann in der Abwehr aus dem Vollen schöpfen. Das war nie so in dieser Saison, zwischenzeitlich fehlte wegen Verletzungen die halbe Defensive. Tobias Fohrler bestreitet derzeit die Playoffs mit dem Farmteam EVZ Academy in der Swiss League. Ansonsten kämpfen neun Verteidiger um acht Plätze. Kreis hat die Qual der Wahl – für Zuger Verhältnisse ein Luxusproblem. Für das heutige Spiel wird es allerdings noch keine Härtefälle geben. Abwehrchef Raphael Diaz erhält eine Pause zur Regeneration und zum Wiederaufbau nach Olympia. Möglich, dass er am Samstag gegen Ambri wieder dabei ist. Wer dann weichen müsste, lässt Kreis vorerst offen. «Da legen wir uns bewusst nicht fest. Wir haben in den letzten drei Qualifikationsspielen noch Gestaltungsmöglichkeiten und werden sehen, welche Zusammensetzung uns am meisten hilft.»

Wie auch immer die Aufstellung in den Playoffs aussehen wird – Grossmann begrüsst es, dass alle fit sind und dadurch der Konkurrenzkampf belebt wird. «Nur so können wir unser Ziel erreichen.» Das Ziel ist für ihn nichts anderes als der Meister­titel. «Nach dem Finaleinzug im vergangenen Jahr und der guten Qualifikation muss das unser Vorhaben sein», sagt der Verteidiger.

Olympia-Spieler wieder dabei

EV Zug Nach der Olympia-Pause kann der EVZ das erste der verbleibenden drei Qualifikationsspiele fast im Vollbestand antreten. Nur Raphael Diaz fehlt. Die restlichen fünf Zuger Spieler, die in Südkorea im Einsatz waren, sind heute in Lausanne verfügbar. Die Frage ist, wie es um ihre mentale Verfassung steht. Denn für alle endeten die Winterspiele enttäuschend. Diaz, Dominik Schlumpf und Tobias Stephan schieden mit der Schweiz bereits im Achtelfinal aus. Die Schweden Viktor Stalberg und Carl Klingberg scheiterten genauso wie der US-Amerikaner Garrett Roe im Viertelfinal. Muss Trainer Harold Kreis also Arbeit als Seelentröster leisten? Er verneint. «Die Jungs sind lange genug im Geschäft, dass sie wissen, wie es in einem Turnier laufen kann. Sie sind nun froh, in unser Team zurückzukehren.»

Der EVZ will die letzen Spiele vor den Playoffs nutzen, wieder richtig in den Rhythmus zu kommen. Kreis: «Wir wollen das Spiel spielen, das uns auszeichnet – unabhängig davon, welche Dringlichkeit die Partien haben.» (ars)

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