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EISHOCKEY: Zweite Chance für einen Meisterspieler

Sven Senteler ist ein Teil der neu formierten Zuger Powerformation. Diese macht zwar Dampf – jetzt muss es aber noch mit dem Toreschiessen klappen.
Andreas Ineichen
Wurde mit dem ZSC 2014 Meister und kämpft nun beim EV Zug um einen neuen Vertrag: Sven Senteler (in Blau) im Champions-League-Gruppenspiel gegen Esbjerg vor einer Woche. (Bild: Freshfocus/Daniela Frutiger)

Wurde mit dem ZSC 2014 Meister und kämpft nun beim EV Zug um einen neuen Vertrag: Sven Senteler (in Blau) im Champions-League-Gruppenspiel gegen Esbjerg vor einer Woche. (Bild: Freshfocus/Daniela Frutiger)

Manchmal passieren Dinge im Leben, die lassen sich nicht so einfach erklären. So zum Beispiel der Aufstieg von Sven Senteler im EV Zug von der vierten in die erste Sturmreihe. Letzte Saison spielte der Zürcher im Offensivspiel von Trainer Harold Kreis nicht mal eine untergeordnete, sondern gar keine Rolle. Gut war bereits, wenn die vierte Linie mit Senteler ohne Gegentor von einem Einsatz auf die Spielerbank zurückkehrte.

Doch für den 24-Jährigen, der zu Beginn der letzten Saison wegen Verletzungsproblemen im EVZ von den ZSC Lions zunächst ausgeliehen wurde, ist nun alles anders. Seit der Vorbereitung auf die laufende Qualifikation stürmt der 1,85 m grosse und 85 kg schwere Senteler neben dem Finnen Jarkko Immonen (1,82 m/90 kg) und dem Schweden Carl Klingberg (1,91 m/93 kg) in der ersten Formation. Warum das so ist, das weiss er auch nicht so genau, «die Aufstellung hing so an der Wand, und ich habe nun die Chance, Druck und Tore zu machen», sagt Senteler. Und er fügt an: «Das mit den Goals kommt sicher noch.»

Senteler: «Es kommt, wie es muss»

Selbstverständlich hat Harold Kreis gute Gründe, warum er Senteler nun mehr Verantwortung überträgt: «Sven hat gegen Ende der letzten Saison Fortschritte gemacht. Er hat Zug zum gegnerischen Tor und ist nicht leicht von der Scheibe zu trennen. Seine Spielweise gefällt mir und tut dem Team gut.» Es ist die grosse Chance für Senteler, seiner Karriere neuen Schwung zu verleihen. Denn seit dem Titelgewinn 2014 mit den ZSC Lions, die heute in der Bossard-Arena (19.45) gastieren, hat seine Entwicklung keine positive Richtung eingeschlagen. Zudem läuft sein Vertrag Ende dieser Saison mit den Zugern aus. Senteler sagt: «Ich habe mich in den letzten Jahren zu stark unter Druck gesetzt. Jetzt fokussiere ich mich darauf, hart zu arbeiten, dann kommt es schon so, wie es muss.»

Viel fehlt ja nicht mehr zu seinem sportlichen Glück, aber es ist halt das wichtigste Puzzleteil: das Toreschiessen. In den beiden Spielen gegen Lugano (4:3) und Davos (2:3) hat Zugs Powerlinie noch keinen Treffer beisteuern können. Sie kam aber zu Chancen – auch Senteler vergab eine hochkarätige alleine vor dem 19-jährigen HCD-Goalie Joren van Pottelberghe.

Er wird nie ein Künstler werden

Senteler ist kein Künstler wie Teamkollege Lino Martschini und wird es auch nie werden. Darum definiert er sich auch nicht über Tore und Assists: «Ich will Energie ins Spiel bringen und Zug aufs gegnerische Tor zeigen. Wenn ein Produkt davon Treffer sind, selbst dreckige, so habe ich nichts dagegen.» Mehr als vier Tore hat er noch in keiner Qualifikation geschossen, seit er 2013/14 auf der NLA-Bühne erschienen ist.

Vielleicht feiert Zugs Powerlinie ja heute gegen die ZSC Lions ihren ersten Torerfolg. «Die Zürcher haben mir nicht den Eindruck gemacht, als seien sie schon in Form», sagt Senteler.

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