EV ZUG - ADLER MANNHEIM 7:6: Zuger Moral am Ende doch noch belohnt

Spektakel pur am Kolin-Cup: Der EVZ gewann gegen die Adler aus Mannheim mit 7:6. Der Gast legte stets ein Tor vor, die Zuger schafften jeweils den Ausgleich. 27 Sekunden vor Schluss legten erstmals die Zentralschweizer vor und gewannen nicht unverdient.

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Die EVZ-Stürmer Thomas Walser (vorne) und Björn Christen am Kolin-Cup. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Die EVZ-Stürmer Thomas Walser (vorne) und Björn Christen am Kolin-Cup. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

59 Minuten und 33 Sekunden zeigte die Matchuhr an, als Dale McTavish im Gewühl ein Zuspiel von Josh Holden doch noch zum 7:6 Schlussstand verwerten konnte. Zuvor waren die Zuger über die gesamte Partie hinweg in Rückstand geraten, konnten aber dank toller Moral stets wieder ausgleichen. 

Eishockey-Herz, was willst du mehr
Schnell vorgetragene Angriffe, Kampf um jeden Zentimeter, gepflegtes Kombinationsspiel, Intensität, Härte, viele Chancen und 13 Tore: Die beiden Teams zeigten den Zuschauern alles, was ein Eishockey-Herz begehrt.
Im 1. Drittel geriet der EVZ schnell einmal mit 0:2 ins Rücklage und vermochte vorerst nicht zu reüssieren. Die Adler Paradelinie mit Kink, Arendt und Forbes kreierten Chancen im Multipack. Die Zuger Verteidiger waren zu diesem Zeitpunkt oft einen Schritt zu langsam, doch auf EVZ-Schlussmann Lars Weibel war Verlass. Dass die Mannheimer Abwehr doch ziemlich leicht zu knacken ist, bewies Josh Holden in der 27. Minute, als er sich solo durch die ganze Defensive tribbelt und zum 1:2-Anschlusstreffer einschob. Aber auch die EVZ-Abwehr wurde, insbesondere im Mitteldrittel, mit vier Treffern richtiggehend überfahren. 

Der Steigerungslauf der Zuger
Öfters spielte der EVZ den Puck aus der Defensive raus, wobei der Pass direkt auf dem Schläger des Gegners landete. Dies sah auch der Zuger Trainer Doug Shedden und regte sich fürchterlich auf. 
Der Steigerungslauf der Zuger zu Beginn des Mitteldrittels führte zu den gewünschten Toren. Mc Tavish (1 Tor / 2 Assists) und Holden zusammen mit Walser kurbelten das Angriffsspiel immer wieder an, es wog hin und her und Mannheim kam ebenfalls noch besser ins Spiel. Schön herausgespielte Kombinationen endeten jeweils mit einem Direktschuss auf Torhüter Brathwaite, dieser wehrte noch vorne ab und Schnyder zum 3:3 (28.) und Diaz zum 5:6 (52.) brauchten nur noch einzuschieben. 
Die Zuger setzten im letzten Drittel viele positive Akzente, während die Mannheimer noch nach dem Schlusspfiff mit Schiedsrichter Schmutz haderten, der nicht immer ganz nachvollziehbare Entscheide traf.
Im dritten Spiel des Kolin-Cups verlor der HC Lugano gegen den HC Energie Karlovy Vary mit 3:4 nach Verlängerung. 

Tabelle


Die restlichen Partien am SO, 24. August 2008
13.00 Uhr Adler Mannheim - HC Energie Karlovy Vary
16.30 Uhr EV Zug - HC Lugano

EV Zug - Adler Mannheim 7:6 (0:2, 4:3, 3:1)
Herti Trainingshalle. – 1025 Zuschauer. – SR Schmutz, Kohler/Kurt. – Tore: 5. Arendt (Kink) 0:1. 18. 0:2 Arendt (Forbes, McGillis/Ausschluss Maurer!). 22. Holden 1:2. 23. Casutt (Meier) 2:2. 25. Kink (Forbes/Arendt) 2:3. 28. Schnyder (Di Pietro/Ausschluss Forbes) 3:3. 31. Corbert (Hackert) 3:4. 35. DuPont (McTavish/Christen) 4:4. 37. Methot (King/Ausschluss Oppliger) 4:5. 48. Kink 4:6. 52. Diaz (McTavish) 5:6. 58. Back 6:6 59:33. McTavish (Holden) 7:6. Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Zug, 11-mal 2 plus 10 (Forbes) plus Spieldauer (Corbert) gegen Adler Mannheim Zug: Weibel; Maurer, DuPont; Diaz, Back; Meier, Kress; Walser, Holden, McTavish; Di Pietro, Camichel, Christen; Schnyder, Oppliger, Steinmann; Casutt, Bucher, Frunz; Bodemann, Lüthi - Adler Mannheim: Brathwaite; McGillis, Trepanier; Kohl Petermann; Butenschön, Fischer; Arendt, Forbes, Kink; Corbert, Methot, Hackert; Fata, King Jaspers; Flache Schlager, Mauer; 
Bemerkungen: Zug ohne Sutter, Harrison und Fischer (alle verletzt), Yanick Bodemann (Verstärkung SC Langenthal).

Aus der Herti Trainingshalle: René Meier / Zisch