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Kommentar

Der EV Zug ist auf der Suche nach dem Sieger-Gen

Unsere Analyse zum Champions-League-Ausscheiden des EV Zug.
Sven Aregger
Sportredaktor Sven Aregger.

Sportredaktor Sven Aregger.

Die Champions Hockey League fristet nach wie vor ein Nischendasein, sie steht im Schatten der nationalen Meisterschaften. Trotz grosser Anstrengungen in der Vermarktung ist das Zuschauerinteresse nur leicht gestiegen. Aber das Format hat an sportlichem Wert gewonnen, auch die finanziellen Anreize werden grösser. Dadurch steigt die Akzeptanz des europäischen Wettbewerbs bei den Klubs.

Zu den Gründungsvereinen des 2014 neu lancierten Produkts gehört auch der EVZ. Die Zuger Verantwortlichen haben in der Vergangenheit immer wieder betont, dass sie den Europacup nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der EVZ setzte sich zum Ziel, erstmals in die Viertelfinals vorzustossen. CEO Patrick Lengwiler sprach von einem «Statement», sollte die Runde der letzten acht erreicht werden. Nun, das Statement ist ausgeblieben. Zug scheiterte zum wiederholten Mal bereits in der ersten K.o.-Runde – diesmal gegen Red Bull München.

Dabei waren die Perspektiven so günstig wie noch nie nach dem guten Auftritt beim 3:2-Hinspielsieg in München. Aber vor eigenem Anhang konnte Zug die Vorlage nicht nutzen, eine frustrierende 0:2-Niederlage bedeutete das Ende aller Ambitionen. Sicher, Red Bull München überzeugte mit einer geschickten Taktik und robuster, disziplinierter Abwehrarbeit. Aber eine Übermannschaft waren die Deutschen nicht. Das macht das Zuger Ausscheiden noch bitterer. Der EVZ muss sich den Vorwurf gefallen lassen, lange zu passiv agiert zu haben. Im entscheidenden Moment erwiesen sich die Zentralschweizer, die bis dahin nur eines von sieben Spielen verloren hatten, nicht auf der Höhe des Geschehens.

Zug hat damit eine weitere Chance verpasst, international ein Zeichen zu setzen. Überhaupt war es ein schwarzer Abend für das hiesige Eishockey. Zwar war die Schweiz als einzige Nation mit vier Klubs in den Achtelfinals vertreten, aber für höhere Aufgaben konnte sich keine Mannschaft empfehlen. Neben Zug sind auch Bern, Lugano und die ZSC Lions ausgeschieden. Werbung in eigener Sache sieht anders aus.

Dem EVZ bleiben nun zwei Wettbewerbe, um das Aus auf europäischer Bühne zu korrigieren: die Meisterschaft und der Cup. Der Fokus liegt klar auf der Meisterschaft, der EVZ gehört zum Favoritenkreis und hat nach dem enttäuschenden Saisonende 2017/18 in den Playoff-Viertelfinals noch eine Rechnung offen. Vorläufig muss sich der EV Zug keine Sorgen machen. In der Qualifikation ist er auf Kurs, trotz Ausfällen von Schlüsselspielern in den letzten Wochen führt er die Tabelle nach Verlustpunkten an. Der neue Trainer Dan Tangnes macht bisher einen guten Job.

Dennoch ist es wichtig, dass die Zuger die richtigen Lehren aus dem europäischen Abschneiden ziehen. Der altgediente Stürmer Fabian Schnyder sagte am Dienstag nach dem Spiel etwas Interessantes: «Wir müssen uns die Gewinnermentalität im Alltag erarbeiten.» Der EVZ hat in den vergangenen Jahren stets eine erfolgreiche Qualifikation gespielt, doch abgesehen vom Finaleinzug 2017 war in den Playoffs vorzeitig Schluss. Für Trainer Tangnes geht es deshalb auch darum, seinem Team ein Siegergen einzuimpfen. Ab März wird es auch auf die Mentalität ankommen in der entscheidenden Saisonphase der National League, wo der Druck für Zug ungleich höher ist als in der Champions Hockey League.

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