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Nach überzeugendem 5:1-Sieg gegen Genf-Servette: Zug bestätigt Aufwärtstendenz

Der EVZ knüpft an die starke Leistung gegen Bern an und besiegt Lieblingsgegner Servette mit 5:1. Haben die Zuger nun ihre Form gefunden?
Sven Aregger
Zugs Yannick Zehnder (in Blau) beschäftigt die Genfer Verteidigung. (Bild: Patrick Straub/Freshfocus, Zug, 1. Oktober 2019)

Zugs Yannick Zehnder (in Blau) beschäftigt die Genfer Verteidigung. (Bild: Patrick Straub/Freshfocus, Zug, 1. Oktober 2019)

Genève-Servette war in den vergangenen Jahren ein willkommener Gegner für den EV Zug, 16 der 17 letzten Direktduelle haben die Westschweizer verloren. Dennoch konnten sie mit breiter Brust in die Zentralschweiz reisen – als überraschender Tabellenführer. Das änderte allerdings nichts an ihrer miserablen Bilanz gegen den EVZ. Genf hatte auch beim ersten Aufeinandertreffen in der neuen Saison das Nachsehen, und das klar und deutlich: 1:5 lautete das wenig schmeichelhafte Endresultat.

Das bedeutete auch: Der EV Zug konnte nach dem überzeugenden 5:2-Erfolg am Samstag gegen Bern seine Aufwärtstendenz bestätigen, er feierte im achten Spiel den dritten Drei-Punkte-Sieg. Der wichtige Triumph über den SCB hat im EV Zug offenbar die Nerven beruhigt. Trainer Dan Tangnes bilanzierte:

«Wir spielten hart und schnell, denken nicht mehr zu viel – das gefällt mir.»

Der Sieg gegen Servette war nie ernsthaft gefährdet. Im Defensivverhalten wirkte das Heimteam weitaus geordneter als noch in den ersten Saisonspielen. Wie schon gegen Bern störten die Zuger konsequent im Spielaufbau – und waren damit erfolgreich. Spätestens nach dem 5:0 in der 32. Minute durch den Schweden Oscar Lindberg, der nach einer Drei-Spiele-Sperre zurückkehrte, musste man Schlimmes für die Gäste befürchten. Der EVZ spielte mit Genfs überforderter Verteidigung phasenweise Katz und Maus, was im Stadion mit Szenenapplaus honoriert wurde. Bezeichnend für das überzeugende Zuger Kollektiv war, dass sich fünf verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintragen lassen konnten: Neben Lindberg trafen auch Dario Simion (im Powerplay), Miro Zryd, Carl Klingberg und Jérôme Bachofner. Im letzten Abschnitt beschränkte sich der EVZ auf die Kontrolle des Spiels, ohne noch einmal das ganz grosse Feuerwerk zu zünden.

Gelungener Einstand von Livio Langenegger

Servette wird die Niederlage verkraften können. Unter dem neuen Trainer Patrick Edmond verfolgt der Klub vorderhand eine Politik der Bescheidenheit. Er setzt auf den eigenen Nachwuchs, die Playoff-Teilnahme ist nicht das oberste Gebot. Auch der EV Zug legt grossen Wert auf die Ausbildung der Junioren – nur sind die Ambitionen ungleich höher. Da kommt der Sieg gegen Lieblingsgegner Servette bestimmt nicht ungelegen.

Übrigens: Der Schwyzer Livio Langenegger (21) gab sein Début in der National League und holte sich nach dem Spiel das Lob von Trainer Tangnes und Sportchef Reto Kläy ab. «Am Montagmorgen hätte ich nicht gedacht, dass ich heute hier sitzen werde», sagte der Academy-Stürmer. Die Nervosität hielt sich aber in Grenzen. «Ich habe mir vorgenommen, einfach zu spielen. Das ist mir gelungen.» Als Langenegger dieses Fazit zog, war Flügel Lino Martschini nicht mehr vor Ort. Wenige Minuten vor Ende der Partie verliess er die Spielerbank in Richtung Spital. Seine Ehefrau Cynthia ist hochschwanger...

Zug – Genève-Servette 5:1 (3:0, 2:1, 0:0)

5959 Zuschauer. – SR Stricker/Fluri, Altmann/Bürgi.
Tore: 4. Simion (Hofmann, Diaz/Ausschluss Mercier) 1:0. 9. Zryd (Zehner) 2:0. 18. Klingberg (Kovar) 3:0. 29. Bachofner (Simion) 4:0. 32. Lindberg (Martschini, Diaz) 5:0. 33. Miranda (Douay) 5:1. Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Zug, 3-mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
Zug: Genoni; Diaz, Stadler; Schlumpf, Alatalo; Morant, Zgraggen; Zryd, Thiry; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Zehnder; Simion, McIntyre, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Langenegger.
Genève-Servette: Descloux (33. Mayer); Jacquemet, Olsson; Karrer, Maurer; Mercier, Le Coultre; Smons; Wingels, Smirnovs, Winnik; Wick, Fehr, Maillard; Douay, Rod, Miranda; Simek, Berthon, Bozon.
Bemerkungen: Zug ohne Schnyder und Senteler (verletzt) sowie Thorell (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Tömmernes, Kast, Eliot Antonietti, Völlmin, Richard und John Fritsche (alle verletzt). – NL-Début von Livio Langenegger (21).

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