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Jan Kovar soll beim EV Zug Martschini und Co. in Szene setzen

Der EV Zug verpflichtet den begehrten tschechischen Center Jan Kovar definitiv. Der 29-Jährige verzichtet auf seine Ausstiegsklausel für die NHL. Sportchef Reto Kläy ist stolz auf den Transfer. Eines aber ärgert ihn.
Sven Aregger
Der Tscheche Jan Kovar kommt zum EVZ. Auf dem Bild ist er während der WM in der Slowakei im Dress der Nationalmannschaft zu sehen. (Bild: Christian Bruna / EPA)

Der Tscheche Jan Kovar kommt zum EVZ. Auf dem Bild ist er während der WM in der Slowakei im Dress der Nationalmannschaft zu sehen. (Bild: Christian Bruna / EPA)

Der Zuger Sportchef Reto Kläy hat sich lange um Jan Kovar bemüht. Seit Herbst 2018, bevor der tschechische Center von den Providence Bruins in der American Hockey League zum HC Plzeň wechselte, war Kläy an Kovar dran. Seither hat er sich mehrmals mit dem kraftvollen Stürmer (1,81 m/98 kg) in Tschechien getroffen. Kläy sagt: «Es war ein hartes Stück Arbeit. Ich bin stolz, dass er sich jetzt für unsere Organisation entschieden hat.» Dazu muss man wissen: An Angeboten mangelte es Kovar offenbar nicht. Spätestens seit der formidablen Weltmeisterschaft in der Slowakei, wo er für Tschechien in zehn Spielen fünf Tore und fünf Assists realisiert hatte, stand er auf dem Wunschzettel vieler europäischer Klubs. In der Schweiz sollen auch Bern, die ZSC Lions und Genf an einer Verpflichtung interessiert gewesen sein.

Die Verpflichtung ist keine Frage des Geldes

In Zug hat der 29-Jährige einen Einjahresvertrag unterschrieben – allerdings mit einer Ausstiegsklausel für die NHL, von welcher er nicht Gebrauch gemacht hat. «Dass sich Jan Kovar definitiv für den EVZ entschieden hat, spricht für unser Konzept und unsere Perspektiven», sagt Kläy. Kläy hofft auf ein längerfristiges Engagement, auch wenn der Tscheche vorerst nur für eine Saison unterschrieben hat.

Kläy beschreibt Kovar als «sehr intelligenten Spielmacher mit hoher Passqualität, was in unserem Konstrukt mit den hochkarätigen Scharfschützen hilfreich ist». Heisst konkret: Kovar soll schussgewaltige Flügel wie Lino Martschini und Neuzugang Grégory Hofmann in günstige Abschlusspositionen bringen. Kläy betont zudem, dass Kovar keinem Zweikampf aus dem Weg gehe. «Er ist ein sehr variabler Spieler.» Eines trübt beim Sportchef aber die Freude über den (vorläufig) geglückten Transfer: In Online-Medien wurde kolportiert, dass Kovar in Zug 900'000 Franken verdienen soll. «Solche Zahlen entsprechen nicht der Realität. Das ist unseriöser Journalismus und schadet dem Schweizer Hockey», ärgert sich Kläy. Er stellt klar: «Kovar erhält etwa gleich viel wie unsere anderen Ausländer. Er kommt nicht wegen des Geldes nach Zug, sondern weil er überzeugt ist von unserer Philosophie.» Auch die Spekulationen über einen vorzeitigen Wegzug des kanadischen Centers David McIntyre (32) stören Kläy. «Es ist bekannt, dass wir in der letzten Saison nicht zufrieden waren mit ihm. Aber ich kann mich nur wiederholen: Stand heute bleibt er beim EVZ.»

Wohl eher nicht bleiben wird der Schwede Pontus Widerström (25). Der Flügel war 2018 fürs Farmteam EVZ Academy verpflichtet und in der National League als fünfter Ausländer eingesetzt worden. Gemäss Kläy ist es denkbar, «dass wir künftig im Farmteam einen ausländischen Verteidiger beschäftigen».

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