EV ZUG: Harold Kreis ortet Verbesserungspotenzial im Abwehrverhalten

Jonas von Flüe
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Trainer Harold Kreis an der Bande. (Bild Keystone)

Trainer Harold Kreis an der Bande. (Bild Keystone)

EV Zug Zwei Spiele hat der EV Zug zuletzt in Serie verloren. Die Gegner waren die Kloten Flyers und die SCL Tigers – Mannschaften, die weit weniger Punkte auf ihrem Konto haben als die Zuger. Der EVZ hinterliess in diesen Partien einen Besorgnis erregenden Eindruck, leistete sich in der Defensive Fehler und war in der Offensive ungewohnt harmlos. Es stellte sich die Frage: Ist diese Mannschaft bereit für die Herausforderungen in der finalen Meisterschaftsphase? Denn diese Baisse kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Am 3. März, in weniger als zwei Wochen, steht das erste Playoff-Spiel auf dem Programm.

Lüthi zurück in der Verteidigung

Trainer Harold Kreis haben die beiden Auftritte natürlich nicht gefallen. Vor allem das Abwehrverhalten seiner Mannschaft gibt Anlass zu Kritik. «Mir hat nicht gefallen, wie wir zuletzt in die Zweikämpfe gestiegen sind. Vor allem in der Defensivzone müssen wir bissiger und konsequenter auftreten», sagt Kreis. Am Dienstag konnten die Zuger in Langnau (2:3) zwei Abpraller vor Tobias Stephans Tor nicht bereinigen und kassierten prompt zwei Gegentreffer. «Das war eine suboptimale Leistung», kommentiert der 57-Jährige die letzte Niederlage besonnen.

Sportchef Reto Kläy analysiert die beiden Darbietungen ähnlich: «In den letzten Spielen hat sich eine gewisse Nonchalance eingeschlichen. So verliert man halt gegen einen Gegner, bei dem es noch um viel geht.» Als Konsequenz des ungenügenden defensiven Auftritts wird Kreis aller Voraussicht nach den in Langnau überzähligen Simon Lüthi in die Verteidigung zurückbeordern.

Trainer und Sportchef bleiben allerdings gelassen. Kreis will den verpassten Punktezuwachs nicht überbewerten und sendet mit seinen Worten ein klares Signal aus: Wegen zwei Niederlagen gegen schwächer eingestufte Teams kommt in Zug keine Unruhe auf. Kläy sagt: «Es gibt keinen Grund zur Sorge. Wir haben in dieser Saison mehrmals gezeigt, dass wir auf solche Spiele gut reagieren können.»

Lugano in Lauerstellung

In den restlichen fünf Spielen wollen die Zuger unbedingt mindestens Platz 4 halten. Das Heimrecht im Playoff-Viertelfinal ist das erklärte Ziel. Der Vorsprung auf Lugano beträgt nur noch sechs Punkte, wobei die Tessiner nur noch vier Spiele zu bestreiten haben.

Kreis sagt, dass er hinsichtlich der Playoffs trotz der beiden Niederlagen ein gutes Gefühl habe. Motivationsprobleme ortet er keine, obwohl die Playoff-Qualifikation schon lange feststeht. Er sagt zwar: «Im Unterbewusstsein mag der eine oder andere Spieler bereits an die Playoffs denken.» Die Einschätzung, dass einige Spieler nicht mit letzter Konsequenz in die Zweikämpfe gehen, weil sie sich so kurz vor der wichtigsten Saisonphase nicht verletzen wollen, teilt er allerdings nicht.

Biel in blendender Form

Heute (19.45) trifft der EVZ auf das formstarke Biel, bei dem der neu verpflichtete Ex-Zuger Robbie Earl in drei Spielen sieben Skorerpunkte erzielt hat. Das Schlusslicht hat vor heimischem Publikum zuletzt Bern, Lugano, die ZSC Lions und die SCL Tigers besiegt. «Biel ist momentan spielerisch richtig gut», warnt Kreis. Von den vier bisherigen Spielen gegen Biel hat der EVZ deren drei gewonnen. Ende November gewann er in Biel gar 6:0.

National League A

Heute. 19.45: Biel - Zug, Davos - SCL Tigers. – 20.30: Lugano - Ambri-Piotta.

1. ZSC Lions* 46 26 2 7 11 157:113 89

2. Genève-Servette* 46 23 6 2 15 147:127 83

3. Davos* 45 22 7 2 14 159:127 82

4. Zug* 45 22 5 5 13 149:122 81

5. Lugano* 46 20 5 5 16 142:135 75

6. Fribourg-Gottéron 47 20 2 5 20 139:146 69

7. Lausanne 47 16 6 4 21 116:134 64

8. Kloten Flyers 46 17 5 2 22 139:138 63

9. Bern 46 14 5 9 18 140:149 61

10. Ambri-Piotta 46 16 2 8 20 129:153 60

11. SCL Tigers 46 13 6 3 24 125:156 54

12. Biel+ 46 10 6 5 25 119:161 47

 

* = in den Playoffs

+ = in der Abstiegsrunde

Nächste Spiele

Samstag. 19.45: Zug - Davos, Ambri-Piotta - Biel, Fribourg-Gottéron - Lausanne, Kloten Flyers - Genève-Servette. – Sonntag. 15.45: ZSC Lions - Bern.