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EV Zug mit Umsatzsteigerung um 1,5 Millionen Franken

Der Playoff-Finalist EV Zug steigerte im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um 1,5 Millionen auf gut 31 Millionen Franken. Der sportliche Erfolg, die Public Viewings und steigende Anzahl von Geschäftsanlässen in den Räumlichkeiten der EVZ Gastronomie machten dies möglich.
Marco Morosoli
Selbst wenn der EVZ beim Cupfinal im Februar auswärts spielen muss, ist die Bossard-Arena sehr gut gefüllt. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 3. Februar 2019)

Selbst wenn der EVZ beim Cupfinal im Februar auswärts spielen muss, ist die Bossard-Arena sehr gut gefüllt. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 3. Februar 2019)

Wie sich die Zeiten ändern: Der EV Zug hat gestern Nachmittag seinen Geschäftsabschluss für die Saison 2018/2019 präsentiert. Der Umsatz der EVZ-Gruppe springt auf rund 31,2 Millionen Franken. Das ist ein Umsatzplus von 1,5 Millionen Franken gegenüber dem ausgewiesenen Wert des Vorjahres.

Noch erstaunlicher ist der Gewinnzuwachs der EVZ-Gruppe, zu der neben den Eishockeyaktivitäten auch das Gastronomie-Geschäft in und ausserhalb der Bossard-Arena gehört. Hat der EV Zug in der Saison 2017/2018 noch ein Plus von rund 71 513 Franken ausgewiesen, sind es im Jahr darauf (2018/2019) 519 413 Franken. Das ist ein Zuwachs mit dem Faktor Sieben und wohl das beste Ergebnis des Zuger Vorzeigeklubs seit der Gründung im Jahre 1967. Wie solide das Fundament aller Aktivitäten der Zentralschweizer ist, illustriert die Eigenkapitalquote von 56,6 Prozent. Eine Zahl, die viele EVZ-Konkurrenten in der National League neidisch macht. Der EVZ-CEO Patrick Lengwiler sagt dazu nüchtern und knapp:

«Ich bin stolz.»

Lengwiler betont nicht überraschend, dass das sportlich gute Abschneiden für die finanzielle Situation sehr wichtig sei. In der Spielzeit 2018/2019 sind die Zuger erst im Final am SC Bern gescheitert. Das hat durch zusätzliche Spiele mehr Geld in die Kassen der Zuger gespült. Dann will Lengwiler noch erwähnt haben, dass die guten Zahlen auch ein Zeugnis «für die hervorragende und konsequente Arbeit unserer Mitarbeiter» darstelle. Diese würden sich tagtäglich «unermüdlich und konsequent für den EVZ» einsetzen. Weiter erwähnt der EVZ-CEO das «grosse Kostenbewusstsein seiner Mitarbeiter». Alles in allem sei der EVZ auch dank allen anderen kleinen und grossen Geldgebern «kerngesund und gut für die Zukunft gerüstet». Das Plus in der EVZ-Kasse kommt noch aus einem anderen Grund genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Eishockey-Sektion der EVZ-Gruppe hat bei ihrem spielenden Personal seine Vorwärtsstrategie weiter vervollkommnet. Mitsamt den jungen Spielern aus der EVZ-Academy hat das Kader an Breite gewonnen.

Die «dynamischen Ticketpreise»

Das einzige Haar in der Suppe scheint die vom EVZ eingeführten «dynamischen Ticketpreise» zu sein. Der Verkauf der noch verfügbaren Tickets für EVZ-Spiele im September und Oktober hat am vergangenen Montag begonnen. Maximal stehen pro Heimspiel 70 Sitzplätze und zwischen 350 bis 500 Stehplätze zum Verkauf. Patrick Lengwiler verteidigt die neue Vermarktungspraxis: «Wir haben kommuniziert, was wir vorhaben.» Die Preisspanne für ein Stehplatz-Ticket, das im regulären Verkauf für einen Erwachsenen 28 Franken kostet, liegt zwischen 19 und 31 Franken. Der EVZ-CEO glaubt, dass diese Methode Zukunft habe und sich anderswo schon bewährt habe.

Ganz Unternehmer sagt Patrick Lengwiler auch noch, dass trotz des Gewinns «sämtliche Ausgaben kritisch zu hinterfragen sind». Der Sportchef Reto Kläy sagt dann noch die Worte, auf welche alle im Legends-Club in der Bossard-Arena gewartet haben: «An der Strategie müssen wir nicht viel ändern. Wir wollen aber den Schritt machen, um das Jahr 1998 zu wiederholen.» Kläy vermeidet zwar das Wort Meister, aber jeder im Raum versteht die Botschaft.

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