EV ZUG: Patrick Fischers WM-Träume sind geplatzt

Ralph Krueger reduzierte am Donnerstag noch vor dem Training erneut sein Kader. Mit Martin Plüss und Patrick Fischer verpassen zwei langjährige Fixstarter die WM in Kanada (ab 1. Mai).

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Patrick Fischer. (Bild Keystone)

Patrick Fischer. (Bild Keystone)

Neben den Stürmern Fischer und Plüss schied auch Verteidiger Timo Helbling aus dem erweiterten WM-Kader aus. Das Trio erfuhr die unerfreuliche Nachricht unmittelbar nach dem Frühstück. Als die Mannschaft am Mittag trainierte, befanden sich Fischer, Helbling und Plüss bereits auf dem Weg nach Hause. Zuvor hatten sie sich noch in der Kabine von den Mitspielern verabschiedet.

Verteidiger Timo Helbling (27) wusste, dass es für ihn im Hinblick auf die WM in Québec City und Halifax eng wird. Für Martin Plüss (31) und Patrick Fischer (32) stellte die Ausbootung hingegen einen Schock dar. Beide hatten noch nie auf diese Art und Weise ein grosses Turnier verpasst. Martin Plüss hatte jedoch vor einem Jahr aus freien Stücken auf die WM in Moskau verzichtet. Mit Fischer und Plüss warf Krueger die Routine aus 349 Länderspielen, 15 WM- und 4 Olympia-Teilnahmen über Bord. Die grosse Enttäuschung wegen des Ausscheidens war vor allem Plüss anzusehen. «Aber alle drei akzeptierten den Entscheid der Trainer äusserst professionell. Und alle haben die Chance, sich in einem Jahr an der Heim-WM zurückzumelden», sagte Krueger. 

Ende einer enttäuschenden Saison
Für Plüss und Fischer endete so eine enttäuschend Saison ohne krönenden Abschluss. Martin Plüss blieb mit Frölunda unter den Erwartungen, erreichte die Playoffs nicht souverän und schied in der 1. Runde aus. Und Patrick Fischer erlebte nach Phoenix und Sankt Petersburg bereits die dritte Ausbootung in dieser Saison; dazwischen schied er mit dem EV Zug nach einer 3:0-Führung bereits in den Playoff-Viertelfinals aus.

Bei Kruegers donnerstäglichen Selektions-Entscheiden spielten zweifellos diverse Faktoren eine Rolle. Krueger: «Es ist nicht so, dass Plüss und Fischer schlecht gewesen wären. Sie sind immer noch sehr gute Hockeyspieler. Aber ihre Konkurrenz ist viel stärker geworden.» Martin Plüss, ein ehemaliger Nationalmannschafts- Captain, gehörte sicher immer noch zu den besten 15 Schweizer Stürmern. Aber Krueger wollte Plüss nicht als vierten oder fünften Center mit nach Kanada nehmen.

ap