EV Zug provoziert Werberevolution

Reklame auf den Puckfangnetzen hinter beiden Toren – diese Idee will der EV Zug umsetzen. Aber das Schweizer Fernsehen hat erst einen Test bewilligt.

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Heute sind die Puckfangnetze hinter den Toren kaum sichtbar. Der EVZ will sie künftig als Werbfläche nützen. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Heute sind die Puckfangnetze hinter den Toren kaum sichtbar. Der EVZ will sie künftig als Werbfläche nützen. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

«Wir sind auf der Suche nach neuen Werbeplattformen auf diese Idee gekommen», sagt EVZ-Geschäftsführer Roland Wyss. Auf den obersten zwei Metern des Puckfangnetzes hinter beiden Toren wird das Netz mit einer Werbebotschaft eingefärbt. So entstehen zwei durchsichtige Werbeflächen von 2,5 auf 18 Meter für den Mineralölkonzern BP. Das Problem: Diese Art Werbung gibt es in der Schweiz noch nicht und ist deshalb im sogenannten Werberegulativ der Liga nicht vorgesehen. Dieses Werberegulativ muss vom Schweizer Fernsehen bewilligt werden: TV-Übertragungen gibt es nur von Veranstaltungen mit regulierten Werbeflächen.

«Wir haben beim Schweizer Fernsehen um eine Bewilligung nachgesucht», sagt Wyss. «Es gibt nun einen Test und erst dann wird vom Fernsehen und von der Liga entschieden, ob wir diese Werbung während der Qualifikation so belassen können.»

Liga-Manager Patrick Reber findet die Werbe-Idee der Zuger gut, hält aber fest: «Wir wollen zuerst abklären, ob die Sicht der Zuschauer beeinträchtigt wird und müssen die Meinung des Fernsehens einholen. Das ist nur möglich, wenn wir ein Meisterschaftsspiel mit dieser Werbung durchführen.» Am 16. September werden die Netze aus Deutschland angeliefert und montiert. Das Heimspiel vom 17. September gegen Servette ist dann die Testpartie für das Fernsehen.

Klaus Zaugg

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.