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EV ZUG: Schnyder: «Das Schlimmste wäre, in Panik zu geraten»

Kein Spieler kennt den EV Zug so gut wie Stürmer Fabian Schnyder. Der 31-jährige Luzerner, der auf den Rufnamen «Schnitz» hört, spielt seine 15. NL-Saison in der Organisation und amtete vier Jahre als Captain. Über die Niederlagenserie in der Meisterschaft sagt er: «Das Schlimmste wäre, in Panik zu geraten. Das wird uns nicht passieren.»
Sven Aregger
Fabian Schnyder will mit dem EV Zug die Negativserie möglichst bald beenden. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (31. Juli 2017))

Fabian Schnyder will mit dem EV Zug die Negativserie möglichst bald beenden. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (31. Juli 2017))

In seiner langen Karriere hat er schon manches Hoch und Tief mit der Mannschaft erlebt. Er spricht daher aus Erfahrung, wenn er über die Niederlagenserie in der Meisterschaft sagt: «Das Schlimmste wäre, in Panik zu geraten. Das wird uns nicht passieren.»

Fünf Spiele in Folge hat der EVZ zuletzt verloren. Es ist ein starker Kontrast zum gelungenen Saisonstart, als die Zentralschweizer mit grosser Effizienz von Sieg zu Sieg eilten. Glanzvoll war das meistens nicht. «Wir haben einige Punkte glücklich geholt», räumt Schnyder ein. Vor allem in den Special Teams konnten die Zuger überzeugen. Doch sowohl im Powerplay als auch im Boxplay lief es in den vergangenen Spielen nicht mehr wunschgemäss. Das weiss auch Trainer Harold Kreis. «Im Moment kassieren wir zu viele Gegentore in Unterzahl. Wir dürfen nicht so viele Strafen nehmen», moniert er. Der EV Zug soll aus einer stabilen Defensive heraus agieren. Dazu gehört, «diszipliniert zu spielen und wenig zuzulassen», erklärt Kreis. Der Headcoach sagt: «Wir sind ein wenig wütend über die Niederlagen, aber wir arbeiten weiterhin hart. Mehr können wir nicht machen.»

Verteidiger Helbling fehlt vier bis sechs Wochen

Nicht hilfreich sind die vielen verletzungsbedingten Ausfälle, die dem EVZ seit Saisonbeginn Sorgen bereiten. Die Abwesenheitsliste ist umfangreich und muss ständig aktualisiert werden, so dass es schwierig ist, den Überblick zu behalten. Neuster Name auf der Liste: Timo Helbling. Der routinierte Verteidiger fehlt dem Team wegen einer Ellbogenverletzung vier bis sechs Wochen. Er ist bereits operiert worden.

Helbling befindet sich in illustrer Gesellschaft. Bis auf weiteres muss Zug auch auf die Verteidiger Robin Grossmann und Santeri Alatalo sowie die Stürmer Carl Klingberg und Nolan Diem verzichten. Fabian Schnyder will die Verletzungsmisere nicht als Entschuldigung für die Abwärtsspirale gelten lassen, «aber sie ist trotzdem ein Fakt». Immerhin kann Zug heute im Heimspiel gegen Fribourg-Gottéron auf Viktor Stalberg zählen. Der schwedische Angreifer war am Dienstag bei der 3:4-Niederlage in der Champions Hockey League gegen Brünn im letzten Drittel nicht mehr eingesetzt worden – eine Vorsichtsmassnahme

Die neuen Ausländer Stalberg und Garrett Roe werden forciert. Sie erhalten durchschnittlich rund 21 Minuten Eiszeit pro Spiel, kommen in Unterzahl und Überzahl zum Einsatz. 22 der 39 Stürmertore erzielte die Paradelinie, zu der bislang auch der für die Nationalmannschaft aufgebotene Dominic Lammer gehörte. Und das ist ein Problem: Zug ist derzeit zu stark auf die Skorerqualitäten der nominell ersten Linie angewiesen. Anstelle von Lammer spielt neu Lino Martschini an der Seite von Roe und Stalberg. Und wohl keiner hat ein Erfolgserlebnis derart nötig wie der elegante Flügel, der in den letzten drei Saisons noch so treffsicher war. Martschini wartet seit dem 15. September auf ein Tor in der National League.

Fabian Schnyder macht klar, dass der EV Zug nur als Team zurück in die Erfolgsspur finden könne. «Wenn jeder ehrliche Arbeit abliefert und die kleinen Sachen im Spiel noch konsequenter macht, sind wir als Mannschaft besser.» Der leidenschaftliche Kämpfer betont, dass nicht alles auf den Kopf gestellt werden müsse. «Wir sind eine unglaubliche Organisation – vom CEO über den Sportchef und die Trainer bis zur Mannschaft. Der Kampfgeist und der Wille sind im Team nach wie vor vorhanden. Und die Chemie stimmt. Wir haben das Potenzial, vorne in der Tabelle mitzuspielen.»

Trainer Harold Kreis: «Wir brauchen Punkte»

Das geht allerdings nicht ohne positive Resultate. Der EV Zug ist dringend auf einen Sieg angewiesen. «Wir brauchen Punkte», sagt denn auch Trainer Kreis im Hinblick auf die Partien gegen Fribourg-Gottéron und am Samstag auswärts in Bern. Flügelstürmer Schnyder sieht es genauso. Im heutigen Heimspiel soll der EVZ «mit viel Energie» auftreten. Schnyder sagt: «Wenn wir an der Spitze mithalten wollen, müssen wir die Spiele zu Hause gewinnen.»

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

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