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EV ZUG: Solche Playoff-Bärte gab es in Zug schon länger nicht mehr

Jetzt spriessen sie wieder, die Gesichtshaare. Es sind Playoffs, und in dieser Zeit lassen sich Eishockeyspieler gerne imposante Bärte wachsen. Das ist auch beim EV Zug so.
Sven Aregger, Bern
Die EVZ-Spieler Dominik Schlumpf, Fabian Schnyder und Robin Grossmann (von links). (Bild: Werner Schelbert (Zug, 5. April 2017))

Die EVZ-Spieler Dominik Schlumpf, Fabian Schnyder und Robin Grossmann (von links). (Bild: Werner Schelbert (Zug, 5. April 2017))

Die EVZ-Spieler hatten in den vergangenen Jahren nicht oft die Gelegenheit, wuchernde Bärte zu präsentieren. Weil die Saison meist früh zu Ende war. «Der Bart hat Tradition im Eishockey. Je länger die Playoffs dauern, desto länger werden auch die Bärte», sagt Verteidiger Robin Grossmann (29).

Wobei: Flügelstürmer Fabian Schnyder (31) trägt die Haarpracht im Gesicht schon die ganze Saison. «Manchmal muss man etwas ändern. Da es für uns von Anfang an in der Qualifikation gut gelaufen ist, habe ich den Bart nie geschnitten.» Zu einem schönen Bart gehört natürlich die richtige Pflege. Abwehrspezialist Dominik Schlumpf (26) setzt auf Öl nach dem Duschen. «Damit der Bart schön geschmeidig bleibt», erklärt er. Grossmann verwendet neben Öl auch Peeling und Creme. «Meine Frau meint allerdings, ich könnte den Bart noch mehr pflegen.»

Kloten übernimmt Ritual aus Nordamerika

Der Brauch der Playoff-Bärte stammt aus Nordamerika. Anfang der 1980er-Jahre liessen sich die Spieler der New York Islanders die Gesichtshaare wachsen und wurden viermal in Folge Stanley-Cup-Sieger. Aber womöglich ist das Ritual noch früher entstanden. Derek Sanderson, eine schillernde Figur der Boston Bruins, zeigte sich jedenfalls schon zu Beginn der 1970er-Jahre mit Bart in den Playoffs. In der Schweiz hat sich der Brauch erst ab 1993 etabliert. Den Anfang machte der EHC Kloten, der wie die Islanders viermal in Serie die Meisterschaft gewann. Der Playoff-Bart hat also viel mit Aberglaube zu tun.

Gestern brachte er dem EVZ allerdings kein Glück. Schnyder sagte nach der bitteren 0:5-Niederlage: «Wir hatten zu viel Respekt und waren am Anfang zu passiv. Das müssen wir definitiv ändern.» Das Gute für den EVZ ist, dass die Finalserie erst am Anfang steht. Ans Rasieren müssen Schnyder und Co. daher noch nicht denken. Vielleicht können sie dem SCB ja noch zeigen, wo Bartli den (Meister-)Most holt.

Sven Aregger, Bern

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

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