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EV ZUG: Tobias Stephan nimmt neuen Anlauf zum Titel

Tobias Stephan, Torhüter beim EV Zug, vor dem Spiel gegen Ambri-Piotta.
Sven.aregger@luzernerzeitung.ch
«Ich habe noch einige gute Jahre vor mir.» Tobias Stephan, Goalie EV Zug. (Bild: Keystone)

«Ich habe noch einige gute Jahre vor mir.» Tobias Stephan, Goalie EV Zug. (Bild: Keystone)

Der Kontrast hätte für ­Tobias Stephan kaum grösser sein können. Als dritter Goalie der Schweizer Nationalmannschaft durfte er an den Olympischen Spielen in Südkorea kein einziges Spiel bestreiten. Und als er am Mittwoch in Lausanne mit dem EV Zug den ersten Ernstkampf nach Olympia absolvierte, hatte er gleich alle (Fang-)Hände voll zu tun. 40 Scheiben flogen auf sein Tor. 37 davon parierte er beim 4:3-Sieg nach Penaltys. Im Penalty­schiessen half er mit, dem EVZ den Zusatzpunkt zu retten. Stephan sagt: «Es war schon eine spezielle Situation so kurz vor den Playoffs. Wenn man länger nicht spielt, verliert man den Rhythmus. Dann schleichen sich ein paar Fehler ein. Aber ich bin überzeugt, dass ich in den letzen zwei Qualifikationsspielen wieder zur gewohnten Routine finde.»

Stephan war enttäuscht über die Zuschauerrolle in Pyeongchang – auch wenn er wusste, dass seine Einsatzchancen neben den Torhütern Leonardo Genoni und Jonas Hiller begrenzt waren. Dennoch sagt er: «Ich würde es wohl wieder so machen.» Einerseits hat dies damit zu tun, dass er unter der Leitung von Goalie-Coach Peter Mettler, der bis letzte Saison in Zug tätig war, gut trainieren konnte. Und andererseits war da noch das «einmalige Erlebnis» Olympia. Eine andere Kultur, anderes Essen, der Austausch mit Sportlern, die Stimmung im olympischen Dorf und an den Wettkämpfen: Das alles war eine Entschädigung für Stephans ­Dasein als Hinterbänkler.

Dazu muss man wissen: Für Tobias Stephan ist es länger her, dass er die zweite oder gar dritte Wahl war. Zwischen 2006 und 2009 konnte er sich in Nordamerika bei den Dallas Stars nicht durchsetzen. Im EV Zug ist er auch in seiner vierten Saison die un­umstrittene Nummer 1. Und mit ­seinen 34 Jahren gehört er nach wie vor zu den besten Goalies der Liga. Seine Fangquote von 92,78 Prozent entspricht dem zweitbesten Wert in der National League, nur Berns Genoni ist noch etwas erfolgreicher (92,89 Prozent).

Er lässt sich nicht unter Druck setzen

Was Stephan in seiner Karriere noch fehlt, ist ein Titel. Zweimal war er nahe dran, 2010 stand er mit Genève-Servette im Playoff-Final, im vergangenen Jahr mit Zug. Stephan sagt, dass er sich darüber nicht viele Gedanken mache. «Es bringt nichts, wenn ich mich unter Druck setze.»

Mit dem EVZ nimmt er nun einen neuen Anlauf. «Ich gehe mit der Einstellung in die Playoffs, dass wir es diese Saison schaffen können.» Es soll längst nicht seine letzte Chance sein. «Ich fühle mich mental und körperlich fit und habe noch einige gute Jahre vor mir. Da mache ich mir keine Sorgen.» Sein Vertrag läuft 2019 aus, Gespräche über eine Verlängerung fanden noch nicht statt. Stephan lässt in seinen Plänen eine gewisse Tendenz erkennen. «Ich bin sehr zufrieden in Zug und habe nicht vor, noch riesige Sprünge zu machen.»

Priorität haben nun aber die zwei verleibenden Spiele gegen Ambri und dann die Playoffs. Nach seiner Pause wird Abwehrchef Raphael Diaz im heutigen Heimspiel aller Voraussicht nach wieder dabei sein. Fraglich ist der angeschlagene Verteidiger ­Johann Morant, der kurzfristig auf das Lausanne-Spiel verzichten musste. Trainer Harold Kreis sagt: «Wir wollen uns am Samstag den 2. Rang sichern.» Dazu braucht der EVZ noch einen Punkt – und einen Tobias Stephan, der gewohnt zuverlässig seinen Dienst verrichtet.

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

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