EV Zug verliert Derby und Nerven

Der HC Ambri-Piotta überrascht weiter. Die Tessiner, in den letzten Monaten von Geld-Problemen geplagt und in den Saison-Vorschauen als Abstiegs-Kandidat gehandelt, feierten ausgerechnet gegen den zuvor ungeschlagenen Leader Zug ihren vierten Sieg in Serie.

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Vitaly Lakhmatov von Ambri beschäftigt gleich drei Zuger (Thomas Rüfenacht, Jussi Markkanen und Glen Metropolit). (Bild: Keystone)

Vitaly Lakhmatov von Ambri beschäftigt gleich drei Zuger (Thomas Rüfenacht, Jussi Markkanen und Glen Metropolit). (Bild: Keystone)

Der Underdog aus der Leventina ist derzeit nicht zu stoppen. Jene Kampfkraft, dank der man den finanziellen Kollaps abgewendet hat, demonstriert man nun auf dem Eis. Der erfahrene amerikanische Trainer Kevin Constantine hat dem Team ein System verpasst, das defensive Stabilität garantiert. Er erweist sich für Ambri-Piotta als veritabler Glücksfall.

Gegen das scheinbar übermächtige Zug liess sich der HCAP auch nicht aus dem Konzept bringen, nachdem er früh in Rückstand geraten war. Roman Botta besorgte nach einer Viertelstunde den Ausgleich und in der Folge steigerten sich die Blau-Weissen mit effizienter Vorgehensweise in einen Spielrausch. Die Ambri-Supporter, unter ihnen VR-Präsident Filippo Lombardi, gerieten aus dem Häuschen. Es dürfte am Freitagabend noch lange gedauert haben, bis in der Valascia die Klub-Hymne «La Montanara» verklungen war.

Beim EVZ erwischte Glen Metropolit keinen guten Tag. Dem kanadischen Routinier unterlief jener kapitaler Fehlpass, der zum 1:1 führte. Und beim 1:2 von Maxim Noreau sass er auf der Strafbank. Die Zuger zeigten sich als schlechte Verlierer. Thomas Rüfenacht und Andy Wozniewski erhielten nach Stockschlägen Spieldauer-Disziplinarstrafen aufgebrummt.

Bild: Keystone
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Inti Pestoni erzielt das 4:1 (Bild: Keystone)
Inti Pestoni erzielt das 4:1 (Bild: Keystone)
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Elias Bianchi und Vialy Lakhmatov beschäftigen Zug-Torhüter Jussi Markkanen. (Bild: Keystone)
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Ambri-Trainer Kevin Constantine (Bild: Keystone)
Ambri-Spieler jubeln nach dem Schluss. (Bild: Keystone)

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Ambri-Piotta - Zug 5:1 (1:1, 2:0, 2:0)

Valascia. - 4591 Zuschauer. - SR Mandioni, Bürgi/Marti. - Tore: 5. Lüthi (Casutt) 0:1. 15. Botta 1:1. 24. Noreau (Landry, Westrum/Ausschluss Metropolit) 2:1. 26. Landry (Westrum) 3:1. 56. Pestoni (Noreau) 4:1. 58. Lachmatow (Walker, Trunz/Ausschlüsse Rüfenacht und Wozniewski) 5:1. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 3mal 2 Minuten gegen Zug plus je 5 Minuten und Spieldauer gegen Rüfenacht und Wozniewski. - PostFinance-Topskorer: Noreau; Brunner.

Ambri-Piotta: Bäumle; Trunz, Schulthess; Noreau, Kobach; Casserini, Sidler; Guerra; Grassi, Westrum, Landry; Pestoni, Kariya, Elias Bianchi; Raffainer, Walker, Stucki; Botta, Schlagenhauf, Lachmatow; Mattia Bianchi.

Zug: Markkanen; Helbling, Patrick Fischer; Chiesa, Wozniewski; Furrer, Erni; Blaser; Brunner, Pirnes, Schnyder; Rüfenacht, Oppliger, Lindemann; Lüthi, Sutter, Casutt; Christen, Metropolit, Duri Camichel; Rossi.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Demuth, Duca, Meier (alle verletzt), Müller, Kutlak (beide krank) und Schaefer (neuverpflichteter Goalie/überzählig). Zug ohne Corsin Camichel (krank), Lammer (verletzt) und Holden (gesperrt). 36. Time-out Ambri-Piotta. 56. Lattenschuss Walker.

si

Stimmen zum Spiel und einen ausführlichen Matchbericht lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.