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EV Zug verliert nach Viktor Stalberg auch Heimspiel gegen Fribourg-Gottéron

Es war ein Abend zum Vergessen für den EV Zug: Die Zentralschweizer verloren nicht nur mit 1:4 gegen Fribourg-Gottéron, sondern auch Topstürmer Viktor Stalberg, der zu Avangard Omsk in die KHL wechselt.
Sascha Fey
In dieser Woche auf EVZ-Abschiedstournee: Viktor Stalberg. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 30. Oktober 2018))

In dieser Woche auf EVZ-Abschiedstournee: Viktor Stalberg. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 30. Oktober 2018))

Stalberg gehört seit dem Wechsel zum EVZ im Sommer 2017 zu den spektakulärsten Spielern in der National League. Der 32-jährige Schwede, 2013 Stanley-Cup-Sieger mit den Chicago Blackhawks, imponiert mit seinem Speed und brachte es in 74 Ernstkämpfen für die Zentralschweizer auf 34 Tore und 42 Assists. Insofern tut der Wechsel den Zugern weh. Sportchef Reto Kläy sah das Ganze jedoch pragmatisch und sprach von einem «Business-Entscheid». Stalberg habe ein Angebot erhalten, das auch für den EVZ lukrativ gewesen sei. Insofern sei es für alle Parteien eine sinnvolle Lösung gewesen.

Kläy gab aber zu, dass der Zeitpunkt des Wechsels nicht ideal sei. Die Zuger bestritten in der laufenden Meisterschaft nur die Hälfte der Partien mit vier Ausländern und nur deren zwei mit dem vorgesehenen Quartett. Ansonsten kam der eigentlich für das Farmteam geholte Pontus Widerström zum Einsatz. Aktuell sind Garrett Roe und David McIntyre verletzt. Letzterer fiel nach der Rückkehr am vergangenen Samstag in Ambri erneut aus.

Pfiffe von den Fans

Die Suche der Zentralschweizer nach einem neuen Ausländer läuft auf Hochtouren. Allerdings will Kläy keinen Schnellschuss tätigen. «Wir wollen einen Spieler finden, der bestmöglich in unser Konzept passt», sagte er. Stalberg, bei dessen Vorstellung auf die Partie gegen Fribourg einige Fans ihre Enttäuschung mit Pfiffen kundtaten, wird am kommenden Freitag in Davos und einen Tag später im Heimspiel gegen Lausanne noch zweimal das Trikot der Zuger tragen. Beim KHL-Topteam Avangard ersetzt er den Kanadier Chris Versteeg, der Omsk aus familiären Gründen verlassen soll. Versteeg hatte im September 2016 beim SC Bern den medizinischen Test nicht bestanden. Trainer der Russen ist Bob Hartley, der den ZSC 2012 zum Meistertitel geführt hat.

«Es ist eine komische Situation», sagte Stalberg. Das Angebot von Omsk war jedoch dermassen gut, dass er es quasi annehmen musste. Es wäre hart gewesen, es auszuschlagen. Jeder wisse, wie das Geschäft laufe. «Es ist eine neue Herausforderung für mich bei einem der besten Teams in Europa», so Stalberg. Einer der Gründe für den Wechsel war auch Bob Hartley. Gar nicht zufrieden war der Skandinavier mit seiner sehr diskreten Leistung gegen Fribourg. Er will nun für die letzten beiden Partien im EVZ-Dress wieder den richtigen Fokus finden. «Heute war es hart. Ich dachte, dass ich besser damit umgehen kann.»

Wegen des Abgangs von Stalberg verkam das Spiel gegen das unberechenbare Gottéron zu einer Randnotiz. Die Zuger starteten gut in die Partie und gingen in der 6. Minute durch Yannick Zehnder in Führung. Der auffällige 20-jährige Center erzielte nach herrlicher Vorarbeit von EVZ-Topskorer Lino Martschini seinen dritten Treffer in der National League, den ersten in dieser Saison. Drei Minuten später vergab Zehnder eine gute Möglichkeit zum 2:0.

Hinten aber präsentierten sich die Zuger alles andere als stilsicher und leisteten sich einige Aussetzer. Das bestrafte Fribourg mit einem Doppelschlag innert 45 Sekunden am Ende des Startdrittels durch Julien Sprunger (18.) und Andrej Bykow (19.), die zu viel Raum genossen. Dem 1:3 von Tristan Vauclair (44.) ging eine schlechte Auslösung voraus. «Bei den Gegentoren müssen wir über die Bücher», sagte Captain Raphael Diaz nach der ersten Zuger Niederlage nach fünf Siegen in Serie (inklusive Cup). «Solche Situationen dürfen wir nicht zulassen.»

Quelle: Mysports

Quelle: Mysports

Zug - Fribourg-Gottéron 1:4 (1:2, 0:0, 0:2)

6712 Zuschauer. - SR Salonen/Mollard, Gnemmi/Gurtner. - Tore: 6. Zehnder (Martschini) 1:0. 18. (17:31) Sprunger (Schmutz) 1:1. 19. (18:16) Bykow (Miller) 1:2. 44. Vauclair 1:3. 59. Mottet (Chavaillaz) 1:4 (ins leere Tor). - Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Zug, 1-mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.

Zug: Stephan; Diaz, Stadler; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Zgraggen; Klingberg, Senteler, Stalberg; Martschini, Zehnder, Suri; Widerström, Albrecht, Simion; Haberstich, Leuenberger, Schnyder.

Fribourg-Gottéron: Berra; Holös, Chavaillaz; Abplanalp, Stalder; Schneeberger, Forrer; Ryser; Mottet, Slater, Marchon; Rossi, Bykow, Micflikier; Sprunger, Walser, Miller; Lhotak, Schmutz, Vauclair; Meunier.

Bemerkungen: Zug ohne McIntyre, Roe, Lammer, Zryd und Morant, Fribourg-Gottéron ohne Birner, Furrer und Schilt (alle verletzt). - Pfostenschüsse: Zehnder (31.), Senteler (33.) und Suri (57.) Timeout Zug (55:05) und danach bis 58:06 ohne Torhüter.

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