EVZ - BIEL 6:3: Zuger Sieg nach phänomenalem Schlussspurt

Der EV Zug wahrt seine Chancen auf einen Playoff-Platz gegen Biel dank einer Willensleistung im letzten Drittel: Einen 1:3-Rück­stand kehrten die Zuger innerhalb von 14 Minuten in einen 6:3-Sieg.

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Zugs Patrick Fischer erzielt im Fallen den Treffer zum 4:3. (Bild EQ)

Zugs Patrick Fischer erzielt im Fallen den Treffer zum 4:3. (Bild EQ)

So etwas war selten zu sehen in all den Jahren, in denen der EV Zug Spitzeneis­hockey spielt. 45 Minuten lang musste man um die Leistung der Zuger schwer enttäuscht sein.

Aufsteiger Biel als zweitletzter der Tabelle führte die ambitioniert aber glücklos agierende Shedden-Truppe langezeit an der Nase herum. Clever und leichtfüssig hielten die Bieler den etwas schwerfälligen Gegner in Schach und führten nach Toren von Truttmann, Tschantré und Ehrensperger verdient mit 3:1.

5:0 im letzten Drittel – Zugs Wende zum Guten
Doch dann – als es niemand mehr erwartete und die Playoff-Träume in weiter Ferne lagen – zündeten die Zuger endlich den Turbo. Erst pflügte sich Steinmann durch die Bieler Abwehr und schoss zum befreienden 2:3 ein (45.) - und nur eine Minute später hob Casutt den Puck zum Ausgleich in den Bieler Netzhimmel.

Nach gut 50 Minuten folgte der zweite Zuger Doppelschlag: Die Zuger Oldies Fischer und Di Pietro zeigten für einmal ihre Klasse und brachten die Hertihalle mit ihren Toren endgültig zum Beben – 5:3. Die unglaubliche Wende zum 10. Sieg im 14. Spiel dieses Jahres war Tatsache. Und der Zug Richtung Playoff kann mit Volldampf weiterrollen: Am Freitag in Langnau kommt es zum grossen Showdown.

Aus der Zuger Herti: Gusti Gretener / Zisch

Mehr zum spektakulären Zuger Sieg lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.

EV Zug - EHC Biel 6:3 (1:1, 0:2, 5:0)
Herti. - 4017 Zuschauer. - SR Prugger, Mauron/Laurent Schmid. - Tore: 8. Truttmann (Nüssli, Reber) 0:1. 10. Patrick Fischer (Back, Diaz/Ausschlüsse Harrison; Nüssli) 1:1. 21. (20:13) Tschantré (Peter) 1:2. 26. Ehrensperger (Tschantré, Peter) 1:3. 45. Steinmann (Casutt, Oppliger) 2:3. 46. Casutt (Steinmann) 3:3. 51. (50:22) Patrick Fischer (Di Pietro) 4:3. 52. (51:49) Di Pietro (Brunner, Patrick Fischer) 5:3. 59. Casutt (Fabian Schnyder) 6:3. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Zug, 7mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Holden; Fata.

Zug: Weibel; DuPont, Harrison; Diaz, Back; Maurer, Oppliger; Blaser; Casutt, Steinmann, Fabian Schnyder; McTavish, Holden, Duri Camichel; Patrick Fischer, Di Pietro, Brunner; Fabian Lüthi, Corsin Camichel, Björn Christen.

Biel: Caminada; Reber, Gossweiler; Meyer, Fröhlicher; Boss, Kparghai; Bicek, Fata, Banham; Ehrensperger, Peter, Tschantré; Nüssli, Himelfarb, Truttmann; Tschannen, Deny Bärtschi, Neff.

Bemerkungen: Zug ohne Patrick Sutter, Dominic Meier, Kress (alle verletzt) und Isbister (überzähliger Ausländer), Biel ohne Steinegger, Wetzel, Beccarelli, Brägger, Schneeberger, Wegmüller (alle verletzt), Dostoinov (überzählig) und Hill (überzähliger Ausländer). - Timeout Zug (26.) und Biel (47.). Pfostenschuss Holden (28.). Meyer (29.) mit Nasenbeinbruch und Fata (56.) mit Oberschenkelverletzung ausgeschieden.