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EVZ-CEO Lengwiler: «Man sollte uns gratulieren zu Dan Tangnes»

Beim EV Zug ist der Frust über die Finalniederlage gegen Bern gross. «Die Krönung hat leider gefehlt», sagt Geschäftsführer Patrick Lengwiler. Er schlägt dennoch selbstbewusste Töne an.
Interview: Sven Aregger
Geschäftsführer Patrick Lengwiler und der EV Zug haben sich mehr erhofft im Playoff-Final. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 19. Dezember 2018))

Geschäftsführer Patrick Lengwiler und der EV Zug haben sich mehr erhofft im Playoff-Final. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 19. Dezember 2018))

Wie 2017 verliert der EV Zug im Final gegen Bern. Was geht Ihnen durch den Kopf?

Patrick Lengwiler: Im Moment ist die Enttäuschung riesig, es tut einfach brutal weh. Wir stehen an einem anderen Ort als noch vor zwei Jahren. Damals waren wir glücklich, es überhaupt in den Final geschafft zu haben. Dieses Jahr haben wir gewusst, dass wir mehr erreichen können. Aber wir haben in dieser Serie nicht unsere beste Leistung abgerufen. Wir haben uns definitiv mehr erhofft, auch wenn es schwierig ist, Bern zu bezwingen. Vielleicht lief die erste Partie, die wir 4:1 gewonnen haben, zu einfach. Danach flog keine Scheibe mehr zu unseren Gunsten, wir hatten auch Pech.

Sie sprechen das aberkannte Tor von Garrett Roe im vierten Spiel an.

Dieses Tor muss zählen, es war ein Fehlentscheid der Schiedsrichter. Aber auf unserer Seite war in gewissen Situationen vielleicht auch etwas Unvermögen dabei. Und Leonardo Genoni im SCB-Tor hat seinen Job sackstark erledigt.

Derweil stiess der Zuger Keeper Tobias Stephan teilweise auf heftigen medialen Gegenwind. Können sie die Kritik nachvollziehen?

Tobi hat leider den Ruf, dass er kein Meistergoalie sei. Er hat noch nie eine Finalserie gewonnen. Und auch jetzt konnte er die Leute nicht vom Gegenteil überzeugen. Das tut mir leid für ihn, aber am Ende des Tages müssen die Spieler ihre Leistung auf dem Eis bringen.

War der EV Zug auf mentaler Ebene dem SCB unterlegen?

Die Berner haben sehr viel Erfahrung, sie sind cooler und wissen, was es braucht, um Titel zu gewinnen. Diese Erfahrung fehlt uns. Wir sind innert drei Saisons zweimal in den Final gekommen, daraus können wir lernen. Aber irgendwann muss man auch gewinnen. Ich glaube, dass wir einen Schritt weiter sind als vor zwei Jahren, auch wenn wir diese Serie nun 1:4 verloren haben.

Trainer Dan Tangnes hat versprochen, dass der EVZ den Titel in absehbarer Zeit holen werde.

Diese Meinung teile ich voll und ganz. Wie ich schon mehrmals gesagt habe: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir Meister werden. Wir werden in der nächsten Saison mit Genoni den besten Schweizer Goalie in unseren Reihen haben. Jetzt geht es darum, auch auf den Ausländerpositionen noch clevere Entscheide zu treffen. Mitanzusehen, wie die Berner den Pokal in die Höhe stemmen, muss unser Benzin sein für die Zukunft. Wir haben in den vergangenen Jahren vieles richtig gemacht. Den Beweis, dass wir Meister werden können, sind wir noch schuldig geblieben. Aber wir werden ihn erbringen, da bin ich mir sicher. So wie unsere Organisation aufgestellt ist, werden wir in den nächsten Jahren immer wieder die Chance auf den Playoff-Final erhalten.

War es trotz allem eine zufriedenstellende Saison des EV Zug?

Ja, ganz klar. Die Mannschaft und der gesamte Staff haben hervorragend gearbeitet und hätten es verdient gehabt, Schweizer Meister zu werden. Aber die Krönung hat leider gefehlt.

Hätten Sie gedacht, dass es in der erste Saison mit Trainer Dan Tangnes schon so gut läuft?

Wir wissen genau, warum wir ihn verpflichtet haben. Man sollte uns gratulieren zu diesem Entscheid.

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