EVZ: Geld für Kloten-Stars fehlt

Die Kloten Flyers dürften bald bankrott sein. Die frei werdenden Top-Spieler wird sich der EV Zug kaum leisten können.

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Wohl zu teuer für den EV Zug: Patrick von Gunten (links) und Felicien DuBois (vierter von links) an der Eishockey-WM in Finnland. (Bild: Keystone)

Wohl zu teuer für den EV Zug: Patrick von Gunten (links) und Felicien DuBois (vierter von links) an der Eishockey-WM in Finnland. (Bild: Keystone)

Wunder sind bekanntlich eine seltene Sache, und das ist eine schlechte Nachricht für die Kloten Flyers. Der Traditionsverein wird wohl in spätestens zwei Wochen den Konkurs anmelden müssen – und damit aus dem Profi-Eishockey verschwinden. Der nahende Untergang des fünffachen Schweizer Meisters löst auch in Zug Betroffenheit aus. «Es ist eine Tragödie, was in Kloten geschieht», sagt Roland Staerkle. Der EVZ-Präsident verfolgt punkto Finanzen eine Strategie, die man je nach Lesart als vernünftig oder konservativ bezeichnen könnte. Nicht zu Unrecht fühlt sich Unternehmer Staerkle durch die Klotener Probleme in seinem Weg bestätigt. Er sagt: «Das ist ein Mahnmal für alle anderen Vereine. Ich sage immer: Schuster, bleib bei deinen Leisten.»

Staerkle und dem Rest des Zuger Verwaltungsrats stehen nun jedoch delikate Entscheide ins Haus. Es ist kein Geheimnis, dass der EVZ dringend einen spielstarken Verteidiger benötigt. Diese gibt es in Kloten im Überfluss: Unter anderem wären die WM-Verteidiger Patrick von Gunten (27) und Félicien DuBois (28) bald verfügbar. Die grosse Frage ist nun: Kann oder will sich der EVZ diese Stars leisten? Staerkle sagt zwar: «Wir halten die Augen und Ohren offen. Ich will nicht vorgreifen und schliesse nichts aus.» Die Tendenz ist aber klar: Die Top-Stars wie von Gunten, DuBois oder Eric-Ray Blum (25) und Roman Wick (26) dürften den Weg nach Zug kaum finden. «Ich gehe nicht davon aus, dass wir da irgendeine Chance haben werden», sagt auch Patrick Lengwiler.

Nicola Berger

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