EVZ-Geschäftsführer Patrick Lengwiler ist frustriert über neue Massnahmen: «Sie bedeuten einen zweiten Lockdown»

Der EV Zug wird am Freitag gegen die SCL Tigers und am Sonntag gegen Ambri-Piotta ohne Unterstützung seiner Fans auskommen müssen. Die Verschärfungen haben für die Organisation «existenzielle, wirtschaftliche Konsequenzen».

Philipp Zurfluh
Drucken
Teilen
In der Saison 2019/2020 musste der EV Zug sein letztes Heimspiel gegen die SCL Tigers in der leeren Bossard-Arena austragen.

In der Saison 2019/2020 musste der EV Zug sein letztes Heimspiel gegen die SCL Tigers in der leeren Bossard-Arena austragen.

Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (28. Februar 2020)

Die Zuschauer verschwinden aus den Eishockeystadien. Die Spiele der National- und Swiss-League werden in der Bossard-Arena zukünftig vor Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Geisterkulisse statt Hockeyfeste, wie es bereits im Frühling der Fall war, bevor die Meisterschaften abgebrochen wurden. EVZ-Geschäftsführer Patrick Lengwiler sagt:

«Frustriert und konsterniert nehmen wir Kenntnis vom Entscheid des Bundesrats».

Er versteht die gesundheitspolitischen Beweggründe, «jedoch bedeuten die Massnahmen für uns nach nur drei Heimspielen den zweiten Lockdown». Ausführlicher wollte er sich am Mittwoch nicht zur Situation äussern.

In einer Stellungnahme lässt der EV Zug verlauten, dass ihm die Wichtigkeit des Schutzes des Gesundheitssystems und der Eindämmung der Verbreitung des Virus bewusst sei. Mit einem umfangreichen Schutzkonzept sei alles daran gesetzt worden, sichere Sportveranstaltungen durchzuführen.

«Die Zuschauer haben die Massnahmen vorbildlich eingehalten und damit ihren Beitrag geleistet», schreibt der EVZ. Die weiteren Verschärfungen seien für die Organisation sehr besorgniserregend und werden existenzielle, wirtschaftliche Konsequenzen für die ganze Unternehmung haben.

Der Klub fordert vom Staat unbürokratisch und schnell finanzielle Hilfe, sagte Patrick Lengwiler bereits vor wenigen Tagen gegenüber unserer Zeitung. «Wird uns jegliche wirtschaftliche Substanz entzogen, ist das nicht zu verkraften, dann sind wir finanziell am Ende.»

Ehrung von «Schnitz» muss warten

Eigentlich hätte an den Heimspielen vom 30. Oktober und 1. November die offizielle Ehrung und Verabschiedung des EVZ-Urgesteins Fabian Schnyder stattfinden sollen, nun wird sie auf unbestimmte Zeit verschoben. Für den Klub ist es ein Anliegen, «Schnitz» gebührend zu verabschieden.