EVZ: Lohnstreit mit NHL-Stars

Die Chancen, dass Damien Brunner, Rafael Diaz und Luca Sbisa bald für den EV Zug spielen werden, sind trotz NHL-Lockout nicht gewachsen. Es geht ums Geld.

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Möglich, dass Damien Brunner dem EV Zug den Rücken zuwendet und für die Konkurrenz spielt. (Bild: Keystone/Photopress/Sigi Tischler)

Möglich, dass Damien Brunner dem EV Zug den Rücken zuwendet und für die Konkurrenz spielt. (Bild: Keystone/Photopress/Sigi Tischler)

Eigentlich schien alles klar: Rafael Diaz (26) steht bei den Montreal Canadiens, Damien Brunner (26) bei den Detroit Red Wings unter Vertrag. Und wenn das Duo nicht in Übersee spielt, greifen die speziell für die Schweiz abgeschlossenen Arbeitspapiere mit dem EV Zug. In der Theorie stünden Brunner und Diaz also am Samstag im Heimspiel gegen Ambri zur Verfügung.

Doch jetzt ist alles anders, die Verträge wegen des Lockouts ungültig und die Spieler grundsätzlich für jeden Verein der Welt verfügbar. «Die Verträge gelten nur, wenn wir bis zur individuell festgelegten Deadline den Bescheid erhalten, dass der Spieler die ganze Saison mit uns bestreitet», sagt der neue Sportchef Jakub Horak (38).

Offerte ist eine Respektlosigkeit

Das ist ein erstaunlicher Umstand, aber die Vertragswerke müssen nun neu erarbeitet werden. Und dabei hat der EVZ bereits ein Eigentor geschossen. Man hätte angenommen, dass die Zuger ihren Stars ungefähr den Lohn offerieren, welcher im ursprünglich abgeschlossenen Kontrakt festgeschrieben ist. Doch weit gefehlt: Die erste Klubofferte belief sich auf rund einen Zehntel dieser Summe. Klar, dass die Spieler, die gerne nach Zug zurückkehren würden, sich vor den Kopf gestossen fühlen, den Vorschlag als Respektlosigkeit ansehen.

Nicola Berger

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