EVZ – BERN 3:1: EV Zug wirft SC Bern aus dem Playoff-Rennen

Der EV Zug schafft die kleine Sensation und qualifiziert sich nach einem hart erkämpften 3:1-Sieg im sechsten Playoff-Kampf gegen den SC Bern für die Halbfinalserie. Ab Samstag treffen die Zuger auf die Kloten Flyers.

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Die Zuger Diaz, Isbister und McTavish jubeln nach dem Tor zum 2:1. (Bild EQ)

Die Zuger Diaz, Isbister und McTavish jubeln nach dem Tor zum 2:1. (Bild EQ)

Was vor wenigen Wochen noch niemand für möglich gehalten hatte, ist eingetrof­fen: Das Wunder von Zug dauert weiter an. Nach einem heroischen letzten Kampf in der ausverkauften Hertihalle rangen die Männer um Trainer Doug Shedden den favorisierten Qualifikations­sieger Bern mit einem geduldig erspielten 3:1 nieder und beendeten damit die Serie mit 4:2 Siegen.

Es war eine wenig spektakuläre, dafür umso spannendere Begegnung: Bis zum für die Zuger Fans erlösenden 2:1-Führungstreffer durch Rafael Diaz nach 53 Minuten, hätte die Partie jederzeit auf beide Seiten kippen können. Die letzten Minuten überstanden die Zuger dank etwas Glück und Goalie Weibel ohne weiteren Schaden. Corsin Camichels 3:1 ins leere Berner Tor liess die Feier auf den Rängen dann erst richtig starten.

Berner Shorthander brachte Zug nicht aus der Ruhe
Die Zuger legten allerdings los wie die Feuerwehr – nach 10 Minuten hiess das Chancenverhältnis 8:0 zu Gunsten des Heimteams. Es blieb aber beim 0:0. Nach 24 Minuten gingen die Berner mit etwas Glück in Führung – und zwar in Unterzahl: Back spielte die Scheibe vor dem eigenen Tor genau auf den Stock von Ivo Rüthemann, Weibel konnte nicht mehr reagiern.

Lars Weibel kurz vor Spielschluss vor den Berner Fans. (Bild EQ)

Dafür taten es die Zuger danach als Mannschaft. Unverdrossen und gedul­dig spielten sie weiter ihr Spiel ohne dabei allzu viel zu riskieren. In der 32. Minute erkämpfte sich Schnyder beim Forechecken den Puck, und McTavish schloss alleine vor Goalie Bührer eiskalt zum 1:1 ab. Es folgte eine 20-minütige Phase, in der weder Zug noch Bern ein klares Zeichen Richtung Sieg setzten konnte. Bis eben zu jener 53. Minute?

Aus der Zuger Herti: Gusti Gretener / Zisch

Mehr zum Einzug des EV Zug in die Halbfinals und die Stimmen nach dem Spiel gegen Bern lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

EV Zug - SC Bern 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)
Herti. - 6380 Zuschauer (ausverkauft). - SR Reiber, Wehrli/Wirth. - Tore: 24. Rüthemann (Martin Plüss/Ausschluss Beat Gerber!) 0:1. 32. McTavish (Fabian Schnyder) 1:1. 53. Diaz (Isbister/Ausschluss Carney) 2:1. 60. (59:38) Corsin Camichel 3:1 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Isbister) gegen Zug, 5mal 2 plus 10 Minuten (Abid) gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Holden; Dubé.

Zug: Weibel; Diaz, Back; Dupont, Oppliger; Maurer, Blaser; McTavish, Holden, Isbister; Brunner, Patrick Fischer, Corsin Camichel; Casutt, Duri Camichel, Fabian Schnyder; Bodemann, Steinmann, Lüthi; Bucher.

Bern: Bührer; Jobin, Philippe Furrer; Roche, Rytz; Carney, Beat Gerber; Josi; Abid, Dubé, Gelinas; Reichert, Martin Plüss, Rüthemann; Trevor Meier, Ziegler, Daniel Meier; Pascal Berger, Chatelain, Froidevaux.

Bemerkungen: Zug ohne Harrison (gesperrt), Sutter, Dominic Meier, Di Pietro, Björn Christen und Kress (alle verletzt), Bern ohne Gamache (gesperrt), Bordeleau (überzähliger Ausländer) und Patrik Bärtschi (verletzt). -- Verletzt ausgeschieden: 3. Jobin, 16. Chatelain. - Pfosten: Holden (11.). - Bern von 58:55 bis 59:38 ohne Torhüter.