EVZ startet zuversichtlich und mit der nötigen Gelassenheit ins neue Jahr

Nach neuntägiger Pause sind die Zuger am Donnerstagabend wieder im Wettkampf-Modus. Sportchef Reto Kläy strahlt Optimismus aus und lobt die zuletzt stark verbesserte Defensivarbeit des Tabellenführers.

Philipp Zurfluh
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Der EV Zug steht an der Tabellenspitze und peilt gegen den HC Fribourg-Gottéron den nächsten Sieg an.

Der EV Zug steht an der Tabellenspitze und peilt gegen den HC Fribourg-Gottéron den nächsten Sieg an.

Bild: Patrick Krämer/Keystone (Rapperswil, 21. Dezember 2019)

Über die Weihnachtstage konnten es die EVZ-Spieler etwas ruhiger angehen lassen. Sie hatten vom 24. bis 26. Dezember und auch über Neujahr trainingsfrei. Ausruhen und neue Energie tanken, hiess die Devise. Auch bei EVZ-Sportchef Reto Kläy ging es besinnlicher zu und her als sonst. Er hat das Jahr im Kreis der Familie ausgeklungen. Ganz ohne Eishockey ging es dann aber doch nicht: «Ich habe am Fernsehen den Spengler-Cup und die U20-WM der Männer interessiert verfolgt.» Zudem war er auch beim U18-Fünf-Länderturnier in Zuchwil vor Ort, bei dem auch über 30 Scouts aus Europa und Übersee auf Talentsichtung waren.

Am Donnerstagabend muss der EVZ den Schalter aber umlegen. Dann geht es wieder zur Sache in den Schweizer Eishockeystadien. Der EVZ bekommt es auswärts mit Fribourg-Gottéron zu tun. Tags darauf gastieren die Genfer in der Bossard Arena. Die Zuger nehmen das neue Jahr als Tabellenführer in Angriff. Die Leaderposition haben sich die Zentralschweizer dank einer beherzten und aufopfernden Leistung einen Tag vor Heiligabend gegen den SC Bern verdient. Es war der vierte Sieg in Folge.

Die Konstanz als grösstes Problem

Diese schöne Bescherung soll auch 2020 ihre nachhaltige Wirkung entfalten. Der EVZ-Sportchef ist zuversichtlich: «Die Spieler harmonieren auf und neben dem Eis sehr gut miteinander und auch die Abstimmung zwischen Defensive und Offensive klappt immer besser.» Gehapert hat es über längere Zeit an der Beständigkeit. Auf einen souveränen Sieg folgte ein dürftiger Auftritt. «Die Konstanz war unser grösstes Problem», sagt Kläy. Nun sei es wichtig, den Schwung aus den vergangenen Spielen mitzunehmen und die hohe Intensität aufrecht zu erhalten. Die Tabellenführung sei wie ein Zückerchen gewesen, meint Kläy. Sie gebe vor allem im mentalen Bereich Selbstvertrauen für kommende Aufgaben. «Es wäre schön, wenn wir das neue Jahr so beginnen können, wie wir das alte abgeschlossen haben», führt der EVZ-Sportchef aus.

Sinnbild des Aufwärtstrends ist Goalie Leonardo Genoni. Gegen seinen Ex-Verein Bern feierte er seinen zweiten Shutout im Dress des EVZ. Er parierte 32 Schüsse. Überhaupt haben sich die Zuger im defensiven Verhalten verbessert. In den letzten vier Partien kassierten sie nur drei Tore. «Die defensive Abstimmung funktioniert immer besser», sagt EVZ-Sportchef Reto Kläy. «Wenn der Torhüter einen perfekten Tag hat, ist es eine Auszeichnung für das ganze Team. Es scheint so, als ob sich in der Defensive ein Knoten gelöst hat.»