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Spektakel im Schlussdrittel: EV Zug steht in der Champions Hockey League in den Achtelfinals

Mit einem Steigerungslauf kämpft sich der EV Zug zum Gruppensieg und in die Achtelfinals der Champions Hockey League. Der EVZ verwandelt einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg.
Daniel Gerber
3:2-Torschütze Reto Suri sorgt für Hektik vor dem Brünn-Tor.Bild: Vaclav Salek/Freshfocus (Brünn, 10. Oktober 2018)

3:2-Torschütze Reto Suri sorgt für Hektik vor dem Brünn-Tor.Bild: Vaclav Salek/Freshfocus (Brünn, 10. Oktober 2018)

Was für ein «Wendespektakel» in Brünn! «Man sagt nicht vergeblich, dass ein 2:0 der gefährlichste Vorsprung ist», bilanzierte EVZ-Sportchef Reto Kläy.

Genau einem solchen rannten die Zentralschweizer lange Zeit hinterher: Ein früher Doppelschlag zweier tschechischer Verteidiger brachte den EV Zug jäh ins Straucheln. Freistehend traf der Routinier Ondrej Nemec zur 1:0-Führung. Und nur 1:51 Minuten später erhöhte der 19-jährige Dalimil Mikyska, indem er EVZ-Goalie Sandro Aeschlimann zwischen den Beinen erwischte. Da waren noch keine zehn Minuten gespielt.

«Beim 0:1 fuhr jemand vor Aeschlimann durch, hängte bei seinem Schlittschuh ein, und er kam zu Fall. Dadurch wurde der Treffer überhaupt möglich. Das zweite Tor war unglücklich», analysierte Kläy. Doch «Aeschli» habe dann eine gute Partie gezeigt, der 23-Jährige lieferte ­insgesamt eine Fangquote von 91,3 Prozent.

Im Power-Play gepatzt: Zwölf Minuten ungenutzt

Obschon der EV Zug fast während des ganzen Spiels ein positives Schussverhältnis zeigte (zuletzt 31:23 Schüsse), schien auch nur ein Punkt – der genügt hätte für die Achtelfinalqualifikation – zusehends unerreichbar. Nicht dass es an Möglichkeiten gefehlt hätte, im Gegenteil.

Doch die Mannschaft von Trainer Dan Tangnes verpasste zunächst sämtliche Chancen. Insbesondere liess die Equipe zwölf Minuten in Überzahl ungenutzt verstreichen; während der EVZ nur eine Unterzahlsituation überstehen musste. Der rote Teppich zum Anschluss war oft ausgerollt – wurde aber im Power-Play nicht betreten. Zwölf Minuten in Überzahl blieben also ohne Torerfolg – und zwölf Minuten vor Schluss rechnete wohl niemand mehr mit den Zugern.

Aber dann eroberte Yannick Zehnder die Scheibe hinter dem Tor an der Bande und passte vor das Tor zu Lino Martschini – mit einem kraftvollen Steigerungslauf wurde Kometa Brno schliesslich innerhalb von 11:10 Minuten überrannt.

«Es war ein Steigerungslauf», so Reto Kläy. «Es zeugt von Charakter, dass wir noch drei Tore schiessen konnten. Aber wenn man immer schiesst, fallen die Pucks irgendwann rein.»

Bedingt durch die beiden Auftritte in der Champions Hockey League gegen Kometa steht der EV Zug innerhalb von sieben Tage gleich viermal in einem Ernstkampf auf dem Eis. Bereits morgen Freitag gastiert der EVZ beim SC Bern; am Samstag empfängt das Tangnes-Team den EHC Biel; am Dienstag folgt das Rückspiel gegen Brünn. «Ein Sieg gibt immer Selbstvertrauen, aber in Bern beginnt ein neues Spiel.»

Im Startdrittel wurde David McIntyre zur Schonung aus dem Spiel genommen. «Ich gehe nicht davon aus, dass es eine langwierige Geschichte gibt.» Gut möglich ist, dass Victor Stalberg am Freitag in Bern wieder mit dabei ist.

Champions Hockey League. Gruppe D: Kometa Brno – Zug 2:3 (2:0, 0:0, 0:3). Eisbären Berlin – Neman Grodno 4:1 (1:1, 2:0, 1:0). – Rangliste (alle 5 Spiele): 1. Zug* 13. 2. Kometa Brno* 9. 3. Neman Grodno (BLR) 5. 4. Eisbären Berlin 3.

Die Spiele der letzten Runde. Dienstag, 16. Oktober: Neman Grodno – Eisbären Berlin (18.00). Zug – Kometa Brünn (19.45).

* = für Achtelfinals qualifiziert – Modus: Die ersten zwei pro Gruppe erreichen die Achtelfinals.

Kometa Brünn – Zug 2:3 (2:0, 0:0, 0:3)

3022 Zuschauer. – SR Wannersted/Sir (NOR/CZE), Hanzlik/Ondracek (CZE).

Tore: 7. Nemec (Docekal) 1:0. 9. Mikyska (Karabacek) 2:0. 49. Martschini (Zehnder) 2:1. 57. Albrecht (Zryd) 2:2. 59. Suri (Martschini) 2:3.

Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Brünn, 1-mal 2 Minuten gegen Zug.

Kometa Brünn: Vejmelka; Mikus, Nemec; Gulasi, Stencel; Malec, Bartejs; Mikyska, Docekal; Plasek, Hruska, Kaspar; Horky, Zohorna, Karabacek; Köhler, Mallet.

EV Zug: Aeschlimann; Alatalo, Schlumpf; Morant, Diaz; Zryd, Zgraggen; Thiry, Stadler; Lammer, Albrecht, Klingberg; Suri, McIntyre, Martschini; Schnyder, Senteler, Leuenberger; Haberstich, Zehnder, Widerström.

Bemerkungen: Zug ohne Roe, Simion und Stalberg (alle verletzt). 18. Pfostenschuss Martschini.

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