Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

EVZ-Sportchef Kläy: «Bedingungslose Identifikation hat gefehlt»

Die Meldung am Dienstag kam überraschend: Der schwedische Stürmer Viktor Stalberg wechselt nächste Woche von Zug zum russischen Klub Avangard Omsk. EVZ-Sportchef Reto Kläy spricht über die Gründe und sagt, warum er jetzt nicht nervös wird.
Sven Aregger
Der Zuger Sportchef Reto Kläy will demnächst einen Ersatz für Viktor Stalberg präsentieren können. (Bild: Keystone /Urs Flueeler (Zug, 10. September 2018))

Der Zuger Sportchef Reto Kläy will demnächst einen Ersatz für Viktor Stalberg präsentieren können. (Bild: Keystone /Urs Flueeler (Zug, 10. September 2018))

Reto Kläy, war das russische Angebot für Viktor Stalberg so gut, dass Sie es nicht ausschlagen konnten?

Ja, das Angebot war gut. Logischerweise musste es für uns und für Viktor Stalberg finanziell stimmen, sonst hätten wir den Transfer nicht gemacht. Letztlich war es ein Business-Entscheid, bei dem wir definitiv nicht leer ausgegangen sind. Wir haben aber auch gemerkt, dass Stalberg gehen will. Und es macht keinen Sinn, einen Spieler zu halten, der nicht vollkommen engagiert bei der Sache ist.

Demnach spielte in Ihren Überlegungen auch eine Rolle, dass Sie einen unzufriedenen Spieler in der Kabine vermeiden wollten?

Ich brauche Spieler, die zu 100 Prozent unsere Philosophie vertreten. Gerade bei den Ausländern ist das extrem wichtig. Auch wenn Stalberg für uns auf dem Eis viel geleistet hat und nicht einfach zu ersetzen ist: Ich sehe keinen Grund, einen Spieler zu behalten, der mit einem Bein auf dem Absprung ist.

Hätten Sie den auslaufenden Vertrag mit Stalberg ohnehin nicht verlängert?

Das wäre auch vom Saisonverlauf abhängig gewesen, aber wahrscheinlich hätten wir mit ihm nicht verlängert.

Aus welchen Gründen?

Mangelnde Professionalität kann ich Viktor Stalberg nicht vorwerfen. Doch ich habe gespürt, dass in gewissen Bereichen die bedingungslose Identifikation mit dem Klub gefehlt hat.

Der Zeitpunkt des Wechsels kommt dennoch überraschend, zumal Zug gerade bei den Ausländern grosses Verletzungspech bekundet. Gehen Sie mit dem Stalberg-Deal sportliche Risiken ein?

Nein, das Risiko ist überschaubar. Klar ist es im Moment etwas heikel wegen der personellen Situation. Trotzdem haben wir in den vergangenen Wochen unsere Punkte geholt, andere Spieler haben Verantwortung übernommen. Und es ist absehbar, dass die Verletzten zurückkommen. Sehen Sie: Wir konnten uns den Zeitpunkt für den Wechsel nicht aussuchen. Das Angebot galt nur für eine beschränkte Zeit, wir mussten schnell handeln.

Schon länger suchen Sie einen Ersatz für den verletzten amerikanischen Center Garrett Roe, aber fündig wurden Sie bisher nicht. Und jetzt wollen Sie gleich zwei Ausländer ersetzen?

Das muss nicht sein. Garrett wir wohl früher als gedacht wieder fit sein. Primär wollen wir nun möglichst zeitnah einen Nachfolger für Stalberg finden, aber dieser Spieler muss uns wirklich weiterhelfen können. Ich werde daher nicht überhastet reagieren.

Immerhin ist die Transferkasse nun gut gefüllt. Erleichtert das die Suche?

Das hat keinen Einfluss. Es ging dabei nie um finanzielle Aspekte, sondern bloss darum, dass der Markt ziemlich ausgetrocknet ist. Deshalb standen keine Spieler zur Verfügung, die unseren Vorstellungen entsprechen. Aber es werden sich neue Möglichkeiten ergeben.

Sie wirken überhaupt nicht nervös. Haben Sie bereits einen Plan?

Auf meiner Liste stehen viele Kandidaten, wir werden sicher jemanden finden. Aber mein Anspruch ist, einen Ausländer zu verpflichten, der uns besser macht und unsere Philosophie vertritt. Auch solche Spieler sind auf meiner Liste. Ob ich sie nach Zug holen kann, ist die andere Frage. Doch bisher habe ich immer eine Lösung gefunden.

Bis wann wollen Sie den neuen Mann präsentieren?

Es wäre vermessen, wenn ich mir eine Deadline setzen würde. Das Wunschszenario ist, dass wir bis zum Champions-League-Spiel am kommenden Dienstag in München fündig werden und damit einen nahtlosen Übergang gewährleisten können. Aber wenn es nicht reichen sollte, wäre das nicht weiter tragisch. Bald kommt die Nationalmannschaftspause, das gibt uns etwas Luft. Wir haben keinen Druck.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.