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EVZ-Starstürmer Hofmann ist auf Kurs für die Rekordmarke

Nach 14 Partien belegt der EV Zug den dürftigen sechsten Zwischenplatz. Ein Blick auf die Statistik zeigt einige Besonderheiten.
Yannick Ringger
Grégory Hofmann kann auf eine positive Bilanz in der bisherigen Saison blicken. (Bild: Marusca Rezzonico/Freshfocus, Lugano, 26. Oktober 2019)

Grégory Hofmann kann auf eine positive Bilanz in der bisherigen Saison blicken. (Bild: Marusca Rezzonico/Freshfocus, Lugano, 26. Oktober 2019)

Mit Grégory Hofmann und Leonardo Genoni hat der EVZ auf diese Saison hin die zwei begehrtesten verfügbaren Schweizer verpflichtet. Bekanntlich haben die beiden im Vorfeld riesige Erwartungen geschürt. Bisher stehen der Torschützenkönig der vergangenen Saison und der fünffache Meistertorhüter sinnbildlich für die Saison der Zuger – im Positiven wie im Negativen. Mit 13 Treffern aus 14 Partien ist Hofmann auf Kurs, als erster Schweizer die 40-Tore-Marke zu knacken. Der 26-Jährige symbolisiert die offensive Feuerkraft der Zuger, die hinter den ZSC Lions am meisten Tore pro Spiel erzielt haben.

Besonders gefährlich ist Hofmann im Powerplay, wo er bereits sechs Mal ins Schwarze getroffen hat. Nicht zuletzt dank seiner Treffsicherheit erzielen die Zuger am meisten Powerplay-Tore pro Partie. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass das Team von Dan Tangnes viele Strafen provoziert. Nicht auszudenken, wenn die Zuger in Überzahl ähnlich effizient auftreten wie in der vergangenen Spielzeit, als sie mit einer Erfolgsquote von 21,08 Prozent das effizienteste Powerplay stellten (bisher 19,40 Prozent, Platz 7). Lino Martschini, Raphael Diaz sowie die Schweden Oscar Lindberg, Erik Thorell und Carl Klingberg haben insgesamt erst dreimal in Überzahl getroffen – Steigerungspotenzial ist also noch vorhanden.

Dürfte es eine Frage der Zeit sein, bis das Powerplay effizienter auftritt, besteht beim Boxplay dringender Handlungsbedarf. Mit 73,91 Prozent weisen die Zuger die zweitschlechteste Erfolgsquote in Unterzahl auf. Dies, nachdem sie in der vergangenen Saison noch den zweitbesten Wert erzielten. Positiv stimmen mag, dass die Zuger disziplinierter auftreten und tendenziell weniger Strafen nehmen. Dennoch müssen sie sich defensiv steigern. Zu oft leisten sie sich Puckverluste im Spielaufbau, mit denen sie ihren Torhüter im Stich lassen.

Genonis miese Quoten

Dieser konnte noch nicht wie erwartet überzeugen. Im Gegenteil: Von allen Stammtorhütern weist Leonardo Genoni die schlechteste Fangquote und den höchsten Gegentorschnitt auf. Gerade bei Schüssen aus dem Slot, der gefährlichen Zone, konnte Genoni bisher nicht überzeugen. Mit 80,79 Prozent an abgewehrten Schüssen aus dem Slot weist er den schlechtesten Wert auf – nachdem er in der vergangenen Saison mit 88,52 Prozent die Liga anführte.

Dennoch wäre es zu früh, die Verpflichtung Genonis zu hinterfragen. Erstens bedeutet ein Klubwechsel immer eine Umstellung, an die sich ein Spieler gewöhnen muss. Zweitens ist die Saison noch jung, und ein paar unterdurchschnittliche Partien wirken sich überproportional aus. Deshalb und vor allem aufgrund seines überragenden Leistungsausweises sind die Statistiken der ersten paar Monate von Genonis Ära in Zug eher als negative Anomalie einzustufen, die sich im Verlauf der Saison den gewohnten Werten annähern werden – wie in den letzten Spielen angedeutet.

Wann explodieren Martschini und Lindberg?

Nicht nur beim Torhüter liegt viel Potenzial brach. Es scheint eine Frage der Zeit zu sein, bis Martschini und Lindberg offensiv explodieren. Der schwedische Center schiesst von allen Spielern in der Liga am meisten auf das gegnerische Tor (4,64 Schüsse pro Partie). Wie bei Martschini ist seine Ausbeute momentan unterdurchschnittlich. Nähern sich diese der Normalität an, kann auch ein – wohl unvermeidlicher – Produktionsrückgang Hofmanns aufgefangen werden.

Tangnes versucht, vom Lauf der Linie um Hofmann und Jan Kovar maximal zu profitieren, indem er ihnen mehr Eiszeit als gewohnt gibt. Dass die Topspieler stärker forciert werden respektive Akteure aus der zweiten Reihe weniger Eiszeit erhalten, kann jedoch auch damit erklärt werden, dass – im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit – noch kein Star wegen einer Verletzung länger ausgefallen ist.

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