Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

EVZ-Stürmer Leuenberger erlebt rasante Entwicklung

Der Zuger Stürmer Sven Leuenberger (19) ist eine der Überraschungen der laufenden Saison. Die Karriere des Neoprofis hat ziemlich spektakulär begonnen.
Sven Aregger
Die Zuger Zukunftshoffnung Sven Leuenberger, hier im Champions-League-Dress. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 7. September 2018))

Die Zuger Zukunftshoffnung Sven Leuenberger, hier im Champions-League-Dress. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 7. September 2018))

Im Leben von Sven Leuenberger ist in den vergangenen Monaten viel passiert. Noch im Frühling spielte er im Farmteam EVZ Academy in der Swiss League, wo die öffentliche Aufmerksamkeit überschaubar ist. Dann kam der Sommer und mit ihm der neue EVZ-Trainer Dan Tangnes, ein moderner, kommunikativer Hockeylehrer mit frischen Ideen. Der Norweger soll die Nachwuchsförderung im Klub vorantreiben – und das tut er auch. Unter seiner Aufsicht haben junge Spieler einen grossen Sprung gemacht, der 20-jährige Verteidiger Livio Stadler zum Beispiel. Und auch der 19-jährige Stürmer Sven Leuenberger, der bereits 26 Meisterschaftsspiele bestritten hat (1 Tor, 6 Assists). Seit Sommer sei es «Schlag auf Schlag» gegangen, erzählt er. «Ich habe schon damit gerechnet, dass ich einige Spiele in der National League machen darf. Aber eine solche Entwicklung hätte ich mir vor Saisonbeginn nicht ausmalen können.»

Man kann den rasanten Aufstieg so zusammenfassen: Leuenberger erhielt die Chance in der National League, unterschrieb im November beim EVZ einen Profivertrag, spielte mit dem Schweizer Nationalteam eine furiose U20-WM in Kanada (4. Rang) und wurde nun in seiner ersten Saison auf höchstem Niveau gleich auch Cupsieger mit Zug. Es gibt Karrieren, die unspektakulärer beginnen.

National League kommt vor NHL

Leuenberger gilt denn auch als Vorzeigeathlet für den Weg, den der EV Zug als Ausbildungsverein eingeschlagen hat. Der gelernte Center, der auch als Flügel agieren kann, kam 2013 von den Junioren des Aargauer Erstligisten Argovia Stars zum EVZ. Er gehört zum zweiten Jahrgang der klubeigenen Hockey Academy, im Sommer schliesst er seine vierjährige KV-Lehre ab. «Es ist positiv, dass man Ausbildung und Eishockey unter einen Hut bringen kann», sagt er. «Auch wenn es manchmal nervt, wenn man nach einem Spiel am nächsten Morgen in die Schule muss.»

Ab nächster Saison kann sich Leuenberger voll aufs Eishockey konzentrieren, es werden wegweisende Jahre. Wie schon 2017 ist der Zürcher, der noch bei seinen Eltern in Hüttikon wohnt, ein Kandidat für den NHL-Draft. Aber die Chancen sind eher klein, bisher hat keine Franchise ihr Interesse bei ihm angemeldet. Leuenberger stört das wenig, er sagt: «Vorrang hat, dass ich mich in der National League etabliere. Solange ich in der Schweiz nicht zu den Topspielern gehöre, ist die NHL kein Thema.» In Zug könne er noch viel lernen, von Musterprofis wie Raphael Diaz etwa. Und natürlich auch von Trainer Tan­gnes, der ihm sogar Eiszeit im Powerplay gewährt. Leuenberger kam schon an der U20-WM in Überzahl zum Einsatz. Das funktionierte so gut, dass Tangnes den Stürmer fortan ebenfalls im Powerplay einsetzte – zumal die beiden Teams einen ähnlichen Stil praktizieren. «Ich spüre das Vertrauen des Trainers. Er setzt mich auch in brenzligen Situationen ein», sagt Leuenberger. «Er arbeitet sehr akribisch und hat ein Auge für die Details. Für ihn gibt es keine perfekten Spiele.»

Bleibt noch die Geschichte mit seinem bekannten Namensvetter Sven Leuenberger, Sportchef der ZSC Lions. Die beiden Leuenbergers sind nicht verwandt. Es kam aber vor, dass der EVZ-Sven Glückwünsche zum Geburtstag erhielt, die für den ZSC-Sven gedacht waren. Und einmal meldete sich beim EVZ-Sven ein gewisser Nico Hischier, der damals noch kein NHL-Star war, sondern ein Junior des SC Bern. Er wollte vom damaligen Berner Elite-Trainer und heutigen ZSC-Sven wissen, wann am nächsten Tag Training sei. Solche Verwechslungen habe es aber schon lange nicht mehr gegeben, betont der EVZ-Sven. Der Bekanntheitsgrad des jungen Stürmers ist zuletzt markant gestiegen. Und es ist anzunehmen, dass das so weitergeht.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.