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EVZ-Stürmer Sven Leuenberger überrascht positiv, findet aber: «Damit ist noch nichts erreicht»

Sven Leuenberger gehörte beim EV Zug in der Viertelfinalserie gegen Lugano zu den Überraschungen. Dennoch gibt sich der 20-jährige Stürmer bescheiden.
Sascha Fey
Überzeugt: Sven Leuenberger (rechts) gegen Luganos Ulmer. (Bild: Patrick Staub/Freshfocus (Zug, 14. März 2019))

Überzeugt: Sven Leuenberger (rechts) gegen Luganos Ulmer. (Bild: Patrick Staub/Freshfocus (Zug, 14. März 2019))

Ein Blick auf die Zuger Skorerliste in den Playoffs bringt Erstaunliches zu Tage. Bereits an vierter Stelle erscheint Sven Leuenberger, mit 20 Jahren der jüngste Spieler im Team. Der als Center und Flügel einsetzbare Stürmer trug einen Treffer und drei Assists zum überraschend deutlichen 4:0 in der Viertelfinalserie gegen Lugano bei. Ausserdem verzeichnete Leuenberger zusammen mit Captain Raphael Diaz die beste Plus-Minus-Bilanz (+5) beim EV Zug.

Das ist eindrücklich für jemanden, der erst seit dieser Saison in der höchsten Liga zum Einsatz kommt. Er hat sich Schritt für Schritt an das höhere Niveau angepasst. «In den ersten paar Spielen musste ich mich ans Tempo gewöhnen», sagte Leuenberger. Danach sei es immer besser gelaufen und das Selbstvertrauen gestiegen. Hilfreich war auch die U20-Weltmeisterschaft in Vancouver, an welcher die Schweizer als Vierte eine Medaille knapp verpassten. «Ich bin aber schon noch nicht dort, wo ich hin will», stellt er klar.

Ratschläge von Josh Holden

Leuenberger scheint über die Fähigkeit zu verfügen, sich rasch adaptieren zu können. In der vergangenen Saison, seiner ersten richtigen in der Swiss League beim Farmteam EVZ Academy, war er in der Qualifikation mit zwölf Toren und 23 Assists der beste Skorer der Mannschaft. «Mit jedem Spiel wirst du erfahrener und lernst dazu», so Leuenberger. Wo sieht er noch das grösste Entwicklungspotenzial? «Überall. Es sind die kleinen Sachen, die du jeden Tag richtig machen musst.» Deshalb nutzt er die 45 Minuten freies Eis vor dem Training, um an den technischen Fertigkeiten zu arbeiten. Leuenberger kommt zupass, dass der Zuger Trainer Dan Tangnes den jungen Spielern viel Vertrauen gibt und ihn selbst im Powerplay einsetzte. Sehr viel profitieren kann er zudem von der zurückgetretenen Klublegende Josh Holden. Der Kanadier wechselte nach dem Ende seiner Karriere direkt in den Coaching-Staff. «Er ist eine super Persönlichkeit und für das ganze Team sehr wichtig, vor allem für die Jungen», erklärte Leuenberger. Teilweise holt er auch aktiv Ratschläge bei Holden: «Wenn ich bei Situationen nicht sicher bin, spreche ich mit ihm darüber.»

Was Sven Leuenberger ebenfalls auszeichnet, ist die Unbeschwertheit. «Ich versuche, mich nicht zu stark zu verkrampfen. Das kommt mit der Erfahrung. Je länger du auf einer Stufe bist, desto einfacher wird es, locker zu bleiben.» Ohnehin sei er jemand, der stets versucht, alles positiv zu nehmen. Insofern schaue er nach einem Fehler gleich nach vorne.

Warnung im Stile eines Routiniers

Mit seinen bisherigen Leistungen in den Playoffs ist Leuenberger sehr zufrieden. «Es ist sicher schön, dass es dermassen gut gelaufen ist. Es sind aber erst vier Partien. Damit ist noch nichts erreicht.» Leuenberger spielte in der entscheidenden Meisterschaftsphase stets an der Seite von Dominic Lammer, der in der Serie gegen Lugano ebenfalls brillierte. Als Center fungierte in den letzten drei Begegnungen der Kanadier David McIntyre. «Wir funktionieren sehr gut», sagt Leuenberger. «Es hilft mir, neben solchen Spielern auflaufen zu können. Die nehmen mir etwas den Druck weg.»

Ab Dienstag will Leuenberger im Halbfinal gegen Lausanne weiter für Furore sorgen. Er warnt aber gleich im Stile eines Routiniers: «Wir dürfen das 4:0 nicht überbewerten. Die letzten beiden Spiele hätten wir auch verlieren können.» Es gelte nun, das klare Verdikt auszublenden und das Gute mitzunehmen. «Dann stehen die Chancen gut. Das Potenzial ist da, nun müssen wir es nur noch umsetzen.» Schliesslich soll der Triumph im Cup nicht der einzige Titel in dieser Saison bleiben.

Playoff-Halbfinals (Best of 7), 1. Runde, Dienstag, 20.00: Bern (1. Qualifikation) – Biel (4.), Zug (2.) – Lausanne (3.).

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