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EVZ-Trainer Dan Tangnes: «Wir haben Charakter gezeigt»

Der EV Zug lässt sich durch den Ausfall von Leistungsträgern nicht verunsichern. Trainer Dan Tangnes lobt vielmehr den Teamspirit. Damit wollen die Zuger auch gegen die Spitzenmannschaften Bern und Biel punkten.
Sven Aregger
EVZ-Trainer Dan Tangnes: «Wir machen laufend kleine Fortschritte». Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Lausanne, 30. September 2018))

EVZ-Trainer Dan Tangnes: «Wir machen laufend kleine Fortschritte». Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Lausanne, 30. September 2018))

Die Reise nach Tschechien hat sich für den EV Zug gelohnt, mit einem 3:2-Sieg gegen Kometa Brno qualifizierte er sich als Gruppenerster vorzeitig für die Achtelfinals der Champions League. Es gab bemerkenswerte Geschichten in diesem Spiel. Da war zum Beispiel die wundersame Wende mit den drei Zuger Toren im letzten Drittel. Da war der Auftritt von Nummer-2-Goalie Sandro Aeschlimann, der nach zwei unglücklichen Gegentoren in den ersten acht Minuten nichts mehr zuliess. Und da war auch Siegtorschütze Reto Suri, der in Zug zu alter Stärke zurückgefunden hat und derzeit kaum zu bremsen ist.

Es gab an diesem Abend aber auch die Sorge um David McIntyre. Der Kanadier spielte nur bis zum zweiten Abschnitt. «Wir wollten keine Risiken eingehen und haben ihn deshalb aus dem Spiel genommen», erklärt Trainer Dan Tangnes. Es ist fraglich, ob der Stürmer dem EVZ am Wochenende zur Verfügung stehen wird. Die Ärzte werden heute McIntyres Gesundheitszustand beurteilen und danach einen Entscheid treffen– das gilt übrigens auch für den angeschlagenen Captain Raphael Diaz.

McIntyre lässt sich nicht nur an Punkten messen

Für McIntyre wäre es nicht der erste Ausfall in der noch jungen Saison, aufgrund einer Verletzung verpasste er bereits drei Meisterschaftsspiele. Er sei noch nicht bei 100 Prozent, sagte der Center anfangs Woche vor dem Abflug nach Brünn. Für die Gegner muss das wie eine Drohung klingen. Denn wenn er auf dem Eis stand, gehörte er zu den auffälligsten Akteuren. Aus seinen fünf Partien in der Meisterschaft resultierten 9 Skorerpunkte (3 Tore, 6 Assists) und eine Plus-8-Bilanz – es sind die Spitzenwerte im EV Zug. Aber McIntyres Bedeutung für die Mannschaft geht über Zahlen hinaus. Der 31-Jährige ist ein intelligenter Zwei-Weg-Stürmer, der sich nicht vor defensiven Pflichten scheut. Sein Arbeitsethos gilt als vorbildlich. Der Aggressivleader überzeugt mit gesunder Härte, Kampfgeist und Laufarbeit. McIntyre sagt: «Es ist hart, dass ihr Journalisten uns immer an den Punkten messt. Manchmal spiele ich mein bestes Hockey, wenn ich nicht skore.»

Auch wenn sich McIntyre nicht über Skorerwerte definieren lässt, sind seine Tore und Assists natürlich hilfreich für Zug. Und ein neuerlicher Ausfall wäre ein weiterer Rückschlag für die Zuger Offensive, zumal der EVZ zuletzt auch auf die Leistungsträger Garrett Roe, Viktor Stalberg und Dario Simion verzichten musste. Während der Schwede Stalberg nun immerhin ins Team zurückkehren dürfte, wird der Amerikaner Roe noch wochenlang fehlen. Deshalb sucht Sportchef Reto Kläy einen Ersatz für den Center. Bei den Ausländern scheinen derzeit nur die schwedischen Stürmer Carl Klingberg und Pontus Widerström richtig fit zu sein, wobei Widerström in erster Linie für das Farmteam EVZ Academy verpflichtet wurde.

Tangnes sieht stetig kleine Fortschritte

Die Ausgangslage vor den beiden Spielen gegen die Spitzenklubs Bern (Freitag, Postfinance-Arena) und Biel (Samstag, Bossard-Arena) ist also nicht optimal, zumal die Zuger eine längere Reise hinter sich haben und diese Woche drei Partien innert vier Tagen absolvieren müssen. Doch Tangnes sagt über den eng getakteten Spielplan: «So funktioniert unser Business. Darüber denken wir nicht nach.» Zuversichtlich stimmt ihn, wie sein Team auf das Verletzungspech reagiert hat – mit drei Siegen in Serie. «Wir haben Charakter, Moral und Zusammenhalt gezeigt, wir machen laufend kleine Fortschritte», lobt der Zuger Headcoach. «Mit diesem Teamspirit wollen wir auch gegen Bern und Biel antreten.»

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