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EVZ verzweifelt an HCD-Torhüter Anders Lindbäck

Nach drei Siegen zum Auftakt muss der EV Zug die erste Niederlage einstecken, er verliert gegen Davos mit 1:2. Der HCD-Goalie Anders Lindbäck avanciert mit 41 Paraden zum Matchwinner.
Sven Aregger
Überragender Mann im HCD-Tor: Anders Lindbäck. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 28. September 2018))

Überragender Mann im HCD-Tor: Anders Lindbäck. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 28. September 2018))

Der HC Davos hat in seiner ruhmreichen Geschichte bereits 31 Meistertitel gewonnen, er ist der Rekordhalter in der National League. Allein seit 2000 wurden die Bündner sechsmal Meister, nur die ZSC Lions waren gleich erfolgreich.

Doch der Glanz des Traditionsklubs verblasst, vorderhand hat sich der HCD aus den Top 4 der Liga verabschiedet. Auch aufgrund des Stadion-Umbaus tritt der Klub auf die Ausgabenbremse, er stellt das jüngste Team in der obersten Spielklasse. Und es gibt viele Experten, die Davos erstmals in der bald 23-jährigen Ära von Kulttrainer Arno Del Curto in den Playouts sehen.

Doch Del Curto und sein Team sollte man nicht zu schnell abschreiben. Das bewies der HC Davos in Zug, wo er zu seinem zweiten Saisonsieg kam – dank eines Energieanfalls von Inti Pestoni in der 48. Minute. Der Davoser Topskorer, der nach schwierigen Saisons bei den ZSC Lions wieder aufzublühen scheint, tankte sich mit einem Solo durch die Zuger Abwehr und traf zum letztlich entscheidenden 2:1.

Die Zuger versuchten am Ende nochmals alles, sie scheiterten aber immer wieder am überragenden HCD-Torhüter Anders Lindbäck, der 41 Schüsse parierte. Und 10 Sekunden vor Schluss brachte es der Schwede Carl Klingberg fertig, aus kurzer Distanz seinen bereits geschlagenen Landsmann nicht zu bezwingen. «Wir müssen uns diese Niederlage selber in die Schuhe schieben», sagte EVZ-Stürmer Reto Suri hinterher. «Wir hatten mehr Spielanteile, erzeugten aber zu wenig Verkehr vor dem Tor und zu wenig Rebounds.»

Fans fordern, dass Suri in Zug bleibt

Suri selber stand sinnbildlich für die Zuger Niederlage. Der Flügel, der in der Nacht auf Donnerstag erstmals Vater geworden war, kam in dieser Partie immer wieder zum Abschluss, blieb aber glücklos. Die beste Chance bot sich ihm im zweiten Drittel, als er aus aussichtsreicher Position einen Moment zu lange zögerte.

Der 29-Jährige hat bei den Fans so oder so einen Stein im Brett. Wie schon im ersten Heimspiel forderten sie auf Spruchbändern die Vertragsverlängerung des Stürmers, der im Sommer noch vor dem Absprung nach Lugano gestanden hatte. «Das ist eine wunderbare Geste und zeigt mir, dass ich den letzten sechs Jahren beim EVZ nicht alles falsch gemacht habe», freute sich Suri.

Die Zuger waren druckvoll in die Partie gestartet und profitierten auch davon, dass der Gegner ihnen Raum und Zeit gewährte. Bereits nach 129 Sekunden traf Fabian Schnyder unbedrängt zum 1:0. Dem EVZ boten sich danach gute Chancen, die Führung auszubauen. Doch stattdessen kamen die Davoser durch Claude Paschoud zum Ausgleich.

Das Tor veränderte die Dynamik des Spiels, die Bündner verteidigten im zweiten Abschnitt konsequenter und setzten auch Akzente in der Offensive. Es war nun ein Hin und Her mit zwei Teams auf Augenhöhe. Reto Suri resümierte: «Wir haben im zweiten Drittel nicht mehr unser Spiel gespielt, wir müssen über 60 Minuten konstanter werden.»

Zug - Davos 1:2 (1:1, 0:0, 0:1)

7145 Zuschauer. - SR Wiegand/Lemelin, Bürgi/Obwegeser . - Tore: 3. Schnyder (Morant) 1:0. 16. Paschoud (Pestoni, Dino Wieser) 1:1. 48. Pestoni (Dino Wieser, Paschoud) 1:2. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 6mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Roe; Pestoni.
Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Diaz, Stadler; Zryd, Zgraggen; Morant; Lammer, Roe, Stalberg; Klingberg, Albrecht, Suri; Martschini, Leuenberger, Simion; Schnyder, Senteler, Widerström; Haberstich.
Davos: Lindbäck; Du Bois, Jung; Nygren, Paschoud; Heldner, Stoop; Payr; Pestoni, Corvi, Dino Wieser; Marc Wieser, Lindgren, Prince; Egli, Ambühl, Hischier; Meyer, Aeschlimann, Bader; Kessler.
Bemerkungen: Zug ohne McIntyre, Schlumpf und Fohrler, Davos ohne Sandell, Barandun, Weder und Portmann (alle verletzt). Timeout Zug (59:00). Zug von 58:09 bis 60:00 ohne Torhüter.

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