EVZ–Servette: Zug zurück auf der Siegerstrasse

Der EV Zug setzt sich gegen ein bissiges Servette mit 5:1 durch. Besonders in den ersten beiden Dritteln war hartes Rackern gefragt.

Daniel Gerber
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Die Zuger mit David McIntyre (Mitte) feiern das 4:1 vor Torhüter Robert Mayer (links) von Servette. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 5. Oktober 2018))

Die Zuger mit David McIntyre (Mitte) feiern das 4:1 vor Torhüter Robert Mayer (links) von Servette. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 5. Oktober 2018))

Garrett Roe und Victor Stalberg verletzt: Der EV Zug musste auf zwei Leistungsträger verzichten. Und dies ausgerechnet nach einer Durststrecke, die drei Niederlagen umfasste. Entsprechend entschlossen riss das Team das Spieldiktat an sich – symbolisiert durch die frühe 1:0-Führung von Raphael Diaz. Mit einem klassischen «Buebe-Trickli» würgte er die Scheibe in Überzahl ins Tor. «Wir hatten drei Strafen im Startdrittel, das reicht für den Rest des Spiels», fasste EVZ-Captain Diaz das Geschehen der ersten 20 Minuten im Pausen-Interview zusammen.

Starke Zuger Special-Teams

Doch weit gefehlt: Die 6816 Zuschauer mussten im Mittelabschnitt drei weitere Zwei-Minuten-Strafen sowie gleich noch zwei Zehn-Minuten-Ausschlüsse (gegen Johan Morant und Yannick-Lennart Albrecht) gegen die Zentralschweizer mit ansehen. Nach 40 Minuten hatten die Romands exakt halb so viele Strafen eingesteckt; dreimal zwei Minuten und einmal zehn. «Unsere Special-Teams machten einen guten Job, wir wussten, dass Genf ein starkes Powerplay hat», blickte Diaz nach dem Spiel zurück. Doch der EV Zug rackerte und kombinierte bisweilen.

Besonders sehenswert war das Tor zur 4:1-Führung: Kurz nachdem eine Strafe gegen die Westschweizer verstrichen war, spielte Carl Klingberg aus der Drehung auf Reto Sur. Dieser drehte sich ebenfalls, um Backhand für David McIntyre vorzulegen. Die Hintermannschaft der Servettiens war dadurch gehörig durcheinandergewirbelt, während der Kanadier an der verwirrten Abwehr vorbei zur Vorentscheidung einschoss.

Nach den beiden Heimniederlagen gegen Davos und die ZSC Lions mit insgesamt nur einem erzielten Tor sah das begeisterte Publikum mit zunehmender Spieldauer einen zusehends variantenreicheren Sturmlauf. Gekrönt wurde dieser durch einen entfesselten Carl Klingberg, der allein über das halbe Spielfeld enteilte und zuletzt Keeper Mayer zum 5:1 austrickste. «Wir sind erleichtert», bilanzierte Captain Diaz. «Es geht nicht um die ersten zehn Spiele, sondern um die ersten 50 Spiele. In jedem wollen wir etwas lernen für die Playoffs. Wir hatten viele junge Spieler dabei, die einen unglaublich guten Job gemacht haben.» Man habe gewusst, dass die Genfer mit viel Biss bis zum Schluss kommen würden.

«Wir müssen mit der gleichen Mentalität in das Spiel gegen Rapperswil gehen», blickt Raphael Diaz auf das heutige Kräftemessen mit den im Frühling aufgestiegenen Rapperswilern. «Wir hatten viel positive Energie, zum Beispiel wenn einer von uns einen Schuss blockte. So müssen wir auch gegen Rapperswil ran.»

Telegramm:

Zug - Genève-Servette 5:1 (1:0, 2:1, 2:0)

6816 Zuschauer. - SR Kaukokari/Müller, Bürgi/Duarte. - Tore: 6. Diaz (McIntyre/Ausschlüsse Almond; Zryd) 1:0. 22. (21:10) Suri (Diaz/Ausschluss Rod) 2:0. 22. (21:47) Wicki (Almond) 2:1. 39. Alatalo 3:1. 44. McIntyre (Suri, Klingberg) 4:1. 49. Klingberg 5:1. - Strafen: 7mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Morant, Albrecht) gegen Zug, 4mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Petschenig, Fransson) gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Lammer; Almond.

Zug: Stephan; Schlumpf, Alatalo; Diaz, Morant; Zryd, Zgraggen; Thiry, Stadler; Martschini, McIntyre, Suri; Klingberg, Albrecht, Lammer; Leuenberger, Senteler, Schnyder; Widerström, Zehnder, Haberstich.

Genève-Servette: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Mercier, Petschenig; Völlmin; Wick, Almond, Rod; Rubin, Richard, Bozon; Douay, Romy, Kast; Fritsche, Berthon, Kyparissis; Heinimann.

Bemerkungen: Zug ohne Roe, Stalberg, Simion und Fohrler, Genève-Servette ohne Bouma, Lazarevs, Simek und Wingels (alle verletzt). - Timeout Genève-Servette (44.).

Der EV Zug gewinnt gegen Genf-Servette 5:1

Nach drei Niederlagen in Folge konnte der EVZ im Heimspiel gegen Genf-Servette wieder punkten. Der EV Zug liess Genf-Servette keine Chance und bezwang die Westschweizer klar und deutlich mit 5:1.