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EVZ-Flügelspieler Dario Simion: «Der Trainer hat mir sehr geholfen»

Die Formkurve von Dario Simion steigt an. Er sagt: «Wir haben noch viel Arbeit vor uns.»
Sven Aregger
Traf in bisher beiden Playoff-Spielen: Dario Simion. (Bild: Marusca Rezzonico / Freshfocus, Lugano, 12. März 2019)

Traf in bisher beiden Playoff-Spielen: Dario Simion. (Bild: Marusca Rezzonico / Freshfocus, Lugano, 12. März 2019)

Am Dienstagabend steht EVZ-Präsident Hans-Peter Strebel vor der Zuger Kabine und klatscht die Spieler, die vom Eis kommen, ab. Bald dringt fröhliche Musik aus der Garderobe, wie üblich nach Erfolgen. Mit einem mit 5:1-Sieg in Lugano hat der EV Zug in der Viertelfinalserie ­soeben auf 2:0 vorgelegt. Und Strebel findet lobende Worte. Für das Team, das auf personelle Ausfälle immer eine Antwort parat habe. Für Trainer Dan Tan­gnes, der sich durch seine akribische Arbeit auszeichne. Und für Sportchef Reto Kläy, der permanent Spieler in aller Welt beobachte. Strebel sagt: «Reto kennt praktisch keinen Feierabend.»

Womöglich hatte der Zuger Sportchef in den vergangenen Monaten noch weniger Freizeit als gewöhnlich – weil es die Situation bei den Ausländern erforderte. Im November zog es Flügel Viktor Stalberg nach Russland, danach verletzten sich Carl Klingberg und David McIntyre. Kläy musste also aktiv werden auf einem Markt, der mitten in der Saison ziemlich ausgedünnt war. Er tat es mit der gebotenen Geduld und wurde dafür belohnt. Mit dem Schweden Dennis Everberg und dem US-Amerikaner Brian Flynn, zwei ehemaligen NHL-Profis, sind ihm kleine Coups gelungen. Die Stürmer fügten sich nahtlos ein im Zuger Kollektiv – der robuste Everberg avanciert gerade zu einer Attraktion in der National League.

Gutes Gespür bewies Kläy schon bei den Schweizer Zuzügen. Jesse Zgraggen zum Beispiel, von Beobachtern als nicht gut ­genug für die Zuger Ansprüche befunden, erweist sich als zuverlässiger Abräumer. Und auch der Stürmer Dario Simion verdeutlicht allmählich seinen Wert. Der Tessiner war in der vergangenen Saison beim HC Davos nicht mehr glücklich. In den Bündner Bergen, weit weg von Familie und Freunden, fühlte er sich einsam. Der Flügel brauchte eine Luftveränderung – und erhielt die ­Chance in Zug. Seither steigt seine Formkurve wieder an.

Mit Entschlossenheit zum Führungstor

Nach einer passablen Qualifikation (9 Tore, 5 Assists) hat er in beiden Playoff-Spielen getroffen. Der 24-Jährige steht damit gemeinsam mit Dominic Lammer, der in diesen Tagen neu aufblüht, und dem unerschrockenen Jungtalent Sven Leuenberger sinnbildlich für die Breite in den Zuger Angriffslinien. In Lugano realisierte Simion das richtungsweisende 1:0 mit einem entschlossenen Lauf über das halbe Feld. «Ich sah, dass die Gegenspieler nicht gut positioniert waren. Also habe ich mir gedacht: Wenn ich jetzt mit vollem Tempo laufe, schaffe ich es vors Tor», erzählt Simion. Solche Treffer kann man nur erzielen, wenn Selbstvertrauen vorhanden ist. Simion sagt: «Ich habe in der Qualifikation zwar nicht so fleissig gepunktet, aber ich fühle mich wohl in Zug. Ich bin im Kopf ein anderer Spieler.» Profitiert hat er von der ­Arbeit mit einem Mentaltrainer. Und auch Dan Tangnes bestärkte den sensiblen Stürmer. «Der Trainer hat viel mit mir geredet, das hat mir sehr geholfen.»

Als Simion letztmals überzeugende Playoffs gespielt hat, das ist schon eine Weile her. In der Saison 2014/2015 war es, damals wurde er mit Davos Schweizer Meister. Ein gutes Omen? Simion winkt ab und sagt: «Wir haben noch viel Arbeit vor uns.»

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