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Für den EV Zug rückt der Halbfinal in Reichweite

Der EV Zug gewinnt auch das dritte Viertelfinalspiel gegen Lugano und kann bereits am Samstag den Halbfinaleinzug perfekt machen. Beim turbulenten 5:4-Erfolg meldet sich David McIntyre eindrucksvoll zurück.
Sven Aregger
Der Zuger Doppeltorschütze David McIntyre (links) im Duell um den Puck mit Luganos Jani Lajunen. (Bild: Patrick Straub / Freshfocus, Zug, 14. März 2019)

Der Zuger Doppeltorschütze David McIntyre (links) im Duell um den Puck mit Luganos Jani Lajunen. (Bild: Patrick Straub / Freshfocus, Zug, 14. März 2019)

Der HC Lugano wird sich erinnert haben ans Vorjahr, als er in den Viertelfinals gegen Biel einen 0:2-Rückstand in der Serie noch drehen konnte. Vielleicht schöpfte er daraus die Hoffnung, eine ähnliche Aufholjagd auch gegen den EVZ bewerkstelligen zu können. Doch spätestens nach der neuerlichen Niederlage in Zug spricht nicht mehr viel für die Tessiner, zu selbstsicher präsentiert sich der Gegner in dieser Serie. Der EVZ erhält bereits am Samstag in Lugano die Möglichkeit, sich für die Playoff-Halbfinals zu qualifizieren.

Ein solcher Durchmarsch hätte kaum jemand erwartet, die meisten Experten gingen von einer ausgeglichenen Paarung aus. Den Zugern schlug eine gewisse Skepsis entgegen, weil sie in den vergangenen vier Jahren nach guten Qualifikationen dreimal in der ersten Playoff-Runde gescheitert waren. Doch nun sind die Zentralschweizer drauf und dran, die Zweifel auszuräumen. Sie verfügen über ein harmonierendes Kollektiv, dem nur schwer beizukommen ist, wenn alle ihre Aufgabe erfüllen. Und die Art und Weise des Sieges am Donnerstag ist ein starkes Indiz dafür, dass die Mentalität in diesem Team stimmt. Captain Raphael Diaz gelang der Siegtreffer im Schlussdrittel, nachdem die Zuger dreimal in Rückstand geraten waren. «Wir haben viele Leaderfiguren im Team. Mental war das eine gute Leistung», sagte Stürmer Lino Martschini.

Reto Suri («Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen») und Santeri Alatalo («Wir müssen unsere Job besser machen vor dem Tor») im Interview nach dem Spiel:

Fünf Tore innert knapp fünf Minuten

Über Langeweile konnte sich in diesem Spiel niemand beklagen. Im Mitteldrittel überschlugen sich die Ereignisse, innert knapp fünf Minuten fielen fünf Treffer. Die Zuger hatten zunächst auf die jeweilige Tessiner Führung postwendend eine Antwort parat. Beide Male war David McIntyre erfolgreich, was durchaus bemerkenswert ist. Der Kanadier hat eine schwierige Saison hinter sich, er war im ersten Playoff-Spiel überzählig und stand wohl nur wieder im Lineup, weil der kranke Carl Klingberg wie schon in Lugano fehlte. McIntyre hat aber in der Vergangenheit bewiesen, dass er in den Playoffs zu einem wichtigen Faktor werden kann. Doch weil auf der Gegenseite auch dem Ex-Zuger Dario Bürgler ein Doppelschlag gelang, führten die Tessiner nach zwei Dritteln mit 4:3. Zufall war das nicht, die Gäste markierten deutlich mehr Präsenz als in den ersten beiden Spielen und schienen sich die Worte ihres Trainers zu Herzen zu nehmen. Greg Ireland hatte nach der Niederlage am Dienstag an den Stolz seiner Mannschaft appelliert.

Lugano profitierte allerdings auch davon, dass die Zuger vor dem eigenen Tor nicht konsequent aufräumten. Bei den Gegentreffern im zweiten Abschnitt reagierten sie zu zaghaft auf Abpraller von Goalie Tobias Stephan. Dabei hatte der EVZ in den vorausgegangen Partien gerade durch seine disziplinierte Abwehrarbeit überzeugt. Aber die Zuger konnten sich auf ihre offensive Feuerkraft verlassen, so erzielte Dominic Lammer im letzten Drittel den erneuten Ausgleich. Der in der Qualifikation weitgehend unsichtbare Lammer ist ein weiterer Zuger Stürmer, der in den Playoffs zur Hochform aufläuft. Der Linienkollege von McIntyre realisierte seine Skorerpunkte 3 und 4. «Einer allein kann nichts ausrichten. Dominic Lammer und Sven Leuenberger haben einen tollen Job gemacht», lobte McIntyre seine Nebenleute. Und was passiert, wenn Carl Klingberg in der nächsten Partie wieder zur Verfügung steht? «Fragen Sie den Trainer», meinte McIntyre mit einem Schmunzeln.

Quelle: Mysports

Zug - Lugano 5:4 (1:1, 2:3, 2:0)

7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Wiegand/Müller, Wüst/Progin. - Tore: 1. (0:47) Suri (Diaz) 1:0. 8. Bürgler (Sannitz, Loeffel) 1:1 (Eigentor Flynn). 24. Morini (Bürgler) 1:2. 26. McIntyre (Lammer, Leuenberger) 2:2. 27. Sannitz (Hofmann) 2:3. 29. (28:20) McIntyre (Zgraggen) 3:3. 29. (28:50) Bürgler 3:4. 43. Lammer (Alatalo) 4:4. 49. Diaz (Simion) 5:4. - Strafen: je 3mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Martschini; Bertaggia.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Zgraggen; Thiry, Alatalo; Zryd; Simion, Roe, Everberg; Martschini, Flynn, Suri; Lammer, McIntyre, Leuenberger; Albrecht, Senteler, Schnyder; Zehnder.

Lugano: Merzlikins; Loeffel, Chorney; Chiesa; Ulmer, Vauclair; Ronchetti; Jörg, Lapierre, Bertaggia; Bürgler, Lajunen, Walker; Haapala, Sannitz, Hofmann; Fazzini, Morini, Romanenghi; Reuille.

Bemerkungen: Zug ohne Klingberg (krank). Lugano ohne Cunti, Riva und Klasen (alle verletzt). - Timeout Lugano (60.), danach ab 59:09 ohne Goalie.

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