GENERALVERSAMMLUNG: EV Zug freut sich auf 3 Millionen Franken

Die General­versammlung des EVZ hat keine Überraschungen gebracht. Die Bombe ist bereits zuvor geplatzt.

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Optimaler Innenausbau im neuen Stadion dank KB-Millionen. (Bild PD)

Optimaler Innenausbau im neuen Stadion dank KB-Millionen. (Bild PD)

«Die Zuger Kantonalbank schenkt uns einen einmaligen Betrag von 3 Millionen Franken für den Ausbau des neuen Stadions», erklärt EVZ-Präsident Roland Staerkle mit roten Wangen und zitternder Stimme. Und lässt damit die Katze aus dem Sack. Bereits in der Einladung hat er von einer «ausserordentlichen» Neuigkeit gesprochen.

Die grösste Zuger Bank hat gleichzeitig den Vertrag als Generalsponsor bis 2015 verlängert. «Es ist ein jährliches Engagement im mittleren, sechsstelligen Bereich», lässt Toni Luginbühl, Präsident der Geschäftsleitung der Zuger KB den genauen Betrag offen. Mit den 3 Millionen sei der EV Zug nun in der Lage, einen optimalen Innenausbau des neuen Stadions zu realisieren.

Budget über 11 Millionen
Tatsächlich können die Zuger Eishockeyaner den Zustupf gut gebrauchen. «Uns stehen zwei äusserst harte Jahre bevor», bekennt Staerkle. So hätte der Club ein VIP-Zelt für 200 000 Franken erstellt, das in zwei Jahren amortisiert sein müsse. Ausserdem befürchten die Verantwortlichen, dass die Zuschauerzahlen im alten Stadion weiter zurückgehen. Während die Rechnung

07/08 noch mit einem kleinen Gewinn von 5287 Franken schliesst, sieht die EVZ Sport AG darum für die kommende Saison rote Zahlen vor: Einem Ertrag von 10,757 Millionen steht ein Aufwand von 11,102 Millionen gegenüber. «Wir haben vorsichtig budgetiert, gerade eben was die Zuschauerein­nahmen anbelangt», sagt EVZ-Geschäftsführer Roland Wyss, schiebt aber nach: «Wir müssen den Halbfinal unbedingt erreichen, um das operative Ergebnis verbessern zu können.» Zudem habe er schon mehrmals gewarnt, dass die Eigenkapitaldecke viel zu dünn sei.

Dünne Spielerbank
Auch sportlich läuft nicht alles so, wie es eigentlich sollte. Die Mannschaft hat in der vergangenen Saison die Ziele zwar erreicht. Der Beginn der neuen Saison ist aber nicht problemlos angelaufen, obwohl alle Exponenten sehr optimistisch in die Zukunft blicken. «Wir haben so viele Verletzte, dass das Kader nur noch aus 15 fitten Spielern besteht», präzisiert Sportchef Patrick Lengwiler die Sorgen. Immerhin hat sich der Zustand von Jay Harrison gebessert, und er hofft, schon bald sein Können auf dem Eis zeigen zu dürfen.

Charly Kaiser / Neue Zuger Zeitung