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Leonardo Genoni: EV Zug oder SC Bern?

Sein Vertrag beim SCB läuft zwar erst im nächsten Frühjahr aus. Trotzdem will Leonardo Genoni (30) bald seine Zukunft regeln. Sein Agent Erich Wüthrich bestätigt, dass der EVZ eine Offerte eingereicht hat.
Klaus Zaugg
Gefragter Mann: Leonardo Genoni, der Torhüter des SC Bern. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Bern, 20. Oktober 2017))

Gefragter Mann: Leonardo Genoni, der Torhüter des SC Bern. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Bern, 20. Oktober 2017))

Erich Wüthrich lässt sich in diesen Tagen wegen des aufregenden Transfergeschäftes nicht vom Golfspielen abhalten. Inzwischen wird er ja auch weniger ans Telefon verlangt. Der Pulverdampf hat sich verzogen. Die Offerten sind gemacht. Es wird nicht mehr nachgebessert, die Karten liegen auf dem Tisch. Es obliegt nun seinem Klienten, die Entscheidung zu treffen. Erich Wüthrich sagt: «Leo will die ganze Angelegenheit in den nächsten zehn Tagen erledigen.»

Zum ersten Mal bestätigt Wüthrich die drei Interessenten: der SC Bern, der Leonardo Genoni behalten möchte, der EV Zug und die ZSC Lions. Und der sonst so diskrete Gentleman wagt sogar eine Prognose: «Ich denke, es geht zwischen Zug und dem SCB.» Zugs Offerte macht Sinn: Ende Saison läuft auch der Vertrag von EVZ-Torhüter Tobias Stephan (34) aus.

Ungefähr gleiche Offerten

Bern oder Zug sozusagen im Finale der «Genoni-Playoffs». Die Chancen der Zuger in diesem Finale sind besser als in der sportlichen Ausmarchung im Frühjahr 2017 gegen den SCB. Erich Wüthrich sagt, die Offerten der beiden Klubs seien ungefähr gleich: «Um Geld geht es nicht mehr.» Nun entscheiden «weiche Faktoren». Wo passt es besser für Leonardo Genoni und seine Familie? Die Kinder werden bald eingeschult. Es geht nicht nur um die sportlichen Perspektiven und die Wahl des Arbeitsplatzes. Es geht um die Wahl des Lebensmittelpunktes für die nächsten Jahre. Zug (am See) oder Bern (an der Aare)? Zugs nicht zu unterschätzender Vorteil: Von Kilchberg, wo Leonardo Genonis Vater (der bekannte Herzchirurg Michele Genoni) Grundstücke besitzt, zum Zuger Hockeytempel ist es bloss eine knappe halbe Autostunde.

Nach wie vor ist allerdings eine dritte Partie im Spiel. Die ZSC Lions. Erich Wüthrich schliesst aber aus, dass Leonardo Genoni und Lukas Flüeler gemeinsam im Hallenstadion spielen werden. «Das geht nicht.» Aber Flüeler hat noch einen Vertrag bis 2020. Warum dann das Interesse der ZSC Lions? Wüthrich hält sich an die Schweigepflicht. «Das kann ich nicht sagen. Fragen Sie den Sven».

Die Frage geht also an ZSC-Sportchef Sven Leuenberger: Wozu brauchen Sie Leonardo Genoni? Er dementiert das Interesse am WM-Silberhelden nicht, schweigt sich aber über seine Strategie aus. Er könne am 1. August leider nicht mit einem Transferfeuerwerk dienen. Eigentlich schade, da ja richtige Feuerwerke wegen der anhaltenden Trockenheit verboten sind.

Es ginge dann wohl um ein Transfer-Termingeschäft (jetzt schon unterschreiben, erst in zwei Jahren kommen) oder um einen Tauschhandel: Kommt Leonardo Genoni, wird Lukas Flüeler im Rahmen eines Transferspektakels im Tausch gegen hochkarätige Verteidiger oder Stürmer nach Zug oder Lugano oder Lausanne geschickt. Was alles irgendwie nicht so recht zu Leonardo Genoni passt. Deshalb sagt Erich Wüthrich ja auch: «Ich denke, es geht zwischen Zug und dem SC Bern.»

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