Grégory Hofmann visiert die Topskorer-Krone an

Zugs bester Offensivspieler liegt in der Skorerwertung der National League in Tuchfühlung zur Spitze. Das motiviert ihn zusätzlich.

Philipp Zurfluh
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EVZ-Stürmer Grégory Hofmann hat 44 Skorerpunkte auf seinem Konto.

EVZ-Stürmer Grégory Hofmann hat 44 Skorerpunkte auf seinem Konto.

Bild: Marcel Bieri/Keystone

Ausnahmestürmer Grégory Hofmann brauchte nach seinem Wechsel vom HC Lugano zum EV Zug keine Vorlaufzeit. Nach 12 Runden hatte der 27-Jährige bereits 13 Tore auf dem Konto. Hätte er seine Treffersicherheit fortgesetzt, hätte er als erster Schweizer die 40-Tore-Marke geknackt. Obwohl der Nati-Spieler nicht mehr Laufmeter skorte, ist seine Bilanz eindrücklich: 44 Punkte in 44 Spielen.

Topskorer-Wertung der National League

Stand: 17. Februar 2020
Rang Spieler Club Tore Assists Punkte
1 Pius Suter ZSC Lions 25 22 47
2 Mark Arcobello SC Bern 15 30 45
3 Grégory Hofmann EV Zug 22 22 44
4 Kevin Clark Rapperswil-Jona Lakers 23 20 43
5 Harri Pesonen SCL-Tigers 18 24 42
6 Toni Rajala EHC Biel 21 20 41
7 Daniel Winnik Genève-Servette HC 20 19 39
8 Matt D'Agostini HC Ambri-Piotta 18 21 39
9 Perttu Lindgren HC Davos 11 27 38
10 Dustin Jeffrey Lausanne HC 12 21 33
11 Linus Klasen HC Lugano 7 25 32
12 Killian Mottet HC Fribourg-Gottéron 15 15 30

Zwischenzeitlich musste er eine persönliche Baisse überwinden. Er blieb acht Spiele ohne Erfolgserlebnis. «Manchmal mache ich mir etwas zu viele Gedanken. Das ist beim Eishockey ein schlechter Ratgeber», erklärt der begnadete Scharfschütze. Er versuchte sich während der Torflaute an den positiven Aspekten zu orientieren. «Ich habe mir in jedem Spiel Chancen erarbeitet. Es ist oft so, dass wenige Zentimeter über Freude und Frust entscheiden.»

Schöne Erinnerungen an Zeit in Davos

Seine Skorerqualitäten kann der besonnene Zeitgenosse am Dienstagabend (19.45 Uhr) auswärts gegen den Tabellendritten Davos unter Beweis stellen. «Davos hat Platz 1 noch nicht abgeschrieben und wird uns keine Geschenke machen», meint Hofmann. Er hatte von 2012 bis 2015 ein Gastspiel im Bündnerland und wurde in seiner letzten ­Saison unter Arno Del Curto Schweizer Meister. Die Trainerlegende war einer der wichtigsten Wegbegleiter in Hofmanns Karriere. Er hat viele schöne Erinnerungen an diese Zeit. «Del Curto hatte ein gutes Händchen mit jungen Spielern. Er war ein hervorragender Motivator und gewiefter Taktiker zugleich.»

Zuletzt konnte sich in der Saison 2011/12 mit Damien Brunner ein Schweizer Stürmer die Topskorer-Krone aufsetzen. Hofmann liegt mit drei Punkten Rückstand auf ZSC-Spieler Pius Suter an vierter Position. Obwohl laut dem Stürmer der Teamgedanke an vorderster Stelle steht, bläst der gebürtige Neuenburger zur Aufholjagd: «Ich verfolge diese Statistik und sie motiviert mich. Es wäre eine grosse Ehre nach 50 Spielen zuoberst zu stehen.»