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Glück im Unglück für EVZ- Stürmer Klingberg

Beim Zuger Sieg in Langnau hat Carl Klingberg eine Halswirbelverletzung erlitten. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, aber er wird wohl länger ausfallen.
Sven Aregger
Der Arzt legt Carl Klingberg (Zug) eine Halskrause an. (Bild: Urs Lindt/freshfocus, 30. November 2018)

Der Arzt legt Carl Klingberg (Zug) eine Halskrause an. (Bild: Urs Lindt/freshfocus, 30. November 2018)

Als der Zuger Stürmer Carl Klingberg am Freitag im Spitzenspiel gegen die SCL Tigers kopfvoran in die Bande krachte und liegen blieb, hatte der Sportchef Reto Kläy ein schauriges Déjà-Vu. Er hat einen ähnlichen Unfall schon einmal erlebt, am 5. März 2013 war das, im Derby zwischen Olten und Langenthal in der zweithöchsten Spielklasse. Kläy, damals Sportchef der Emmentaler, musste mit ansehen, wie der Oltener Ronny Keller nach einem Check in die Bande stürzte. Keller erlitt einen Bruch des vierten Brustwirbels und ist seither querschnittsgelähmt. «Im ersten Moment ist mir wieder diese Szene in den Sinn gekommen, es war ein Schock. Aber glücklicherweise hat sich schnell gezeigt, dass Carl die Beine und Arme bewegen kann», sagt Kläy.

Klingberg wurde nach dem Unfall, dem kein regelwidriges Verhalten seines Gegenspielers Claudio Cadonau vorausgegangen war, im Spital in Langnau untersucht und dann ins Zuger Kantonsspital überführt. Der Schwede hat Glück im Unglück: Die Ärzte diagnostizierten eine Halswirbelverletzung, aber Lähmungserscheinungen sind beim Flügel nicht aufgetreten. Kläy sagt: «Wir sind froh, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht.» Erst in der kommenden Woche wird abzuschätzen sein, wie lange der EVZ auf den 27-Jährigen verzichten muss. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Klingberg mehrere Wochen ausfallen wird. Das bedeutet: Kläy wird den Markt wieder nach einem neuen Ausländer sondieren. «Wahrscheinlich müssen wir handeln.» Erst Mitte November hatte er den schwedischen Flügel Dennis Everberg verpflichtet – als Ersatz für den nach Omsk abgewanderten Landsmann Viktor Stalberg.

Martschini: «Ich konnte fast nicht hinsehen»

Der unglückliche Vorfall in der 22. Minute hat bei den Zuschauern und Spielern grosse Betroffenheit ausgelöst. Als Klingberg minutenlang auf dem Eis behandelt wurde, war es mucksmäuschenstill in der Langnauer Ilfishalle. «Ich konnte fast nicht hinsehen», sagte Topskorer Lino Martschini nach dem Zuger 2:1-Sieg. «So etwas habe ich noch nie erlebt. Es war nicht einfach, sich danach wieder aufs Spiel zu konzentrieren. Da wird Eishockey plötzlich zur Nebensache.» Headcoach Dan Tangnes hatte seine Mannschaft in der zweiten Drittelpause informiert, dass Klingberg seine Gliedmassen spüre und in guten Händen sei. «Ich habe dem Team gesagt, dass wir dieses Spiel für Carl gewinnen», erzählte Tangnes später. «Alle machen sich Sorgen, aber leider kann ein solcher Unfall in unserem Sport passieren.» Klingberg ist dank seines stets aufopferungsvollen Einsatzes ein Liebling der Fans. Die mitgereisten Zuger Anhänger skandierten nach Spielschluss lautstark seinen Namen. Auch in der Mannschaft ist der Schwede äusserst beliebt. «Carl ist so ein guter Typ», sagte Martschini. «Diesen Sieg widmen wir ihm.».

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