HERTI-STADION: Bis jetzt will niemand für den Namen blechen

Gesucht: Ein Grossunter­nehmen, das sich den Stadionnamen leisten kann. Mehrere potenzielle Käufer haben einen Rückzieher gemacht.

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Am 10. Mai wird das alte Herti-Stadion abgerissen. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Am 10. Mai wird das alte Herti-Stadion abgerissen. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Die Zuger Kantonalbank schiesst dem EV Zug 3 Millionen zu. Einsetzen soll der Verein diesen Betrag für den Ausbau des neuen Stadions. Ein grosszügiges Geschenk, welches die Bank auch nachhaltiger hätte einsetzen können: Als Käuferin des Stadionnamens. «Wir haben diese Option ins Auge gefasst», sagte Toni Luginbühl, Präsident der Geschäftsleitung der Zuger KB, gestern. «Aber wir wollen die öffentliche Hand nicht unterstützen.»

«Sicher keine Bank»
Die Stadt Zug hofft, dass sie die Namensrechte fürs neue Eisstadion für einen Betrag von bis zu 5 Millionen Franken abstossen kann. Nachdem die Zuger KB den EVZ unterstützt, fällt für den städtischen Finanzchef Hans Christen eine ganze Branche weg: «Es wird sicher keine Bank sein.» Sonst macht Christen keine grossen Einschränkungen - aus dem Erotikbereich dürfe der Geldgeber freilich nicht kommen. 

Trotzdem hat bis jetzt niemand angebissen. Dabei wurde auch mit mehreren anderen potenziellen Unternehmen bereits verhandelt. «Konkrete Namen kann ich aber nicht nennen», sagt Christen.

Sika und V-Zug lehnen ab
Bekannt ist, dass vor einem knappen Jahr Gespräche mit dem Industrieriesen Sika (Baar) stattgefunden haben, wie Sprecher Rainer Weihofen bestätigt. Diese sind aber im Sand verlaufen. Gegen ein künftiges Sika-Stadion habe nichts Grundlegendes gesprochen, sagt Weihofen. 

Beim langjährigen EVZ-Sponsor sei man aber zum Schluss gekommen, doch lieber «direkter an den Sportlern» zu investieren. Auch die V-Zug ist gemäss Sprecherin Daniela Hotz von der Stadt angefragt worden, hat das Angebot aber ebenfalls abgelehnt.

Chantal Desbiolles und Marco Morosoli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.