«Ein guter Deal»: Das sagt EVZ-Sportchef Kläy zum Lindberg-Abgang

Jetzt ist es fix: Oscar Lindberg macht von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch und heuert in Russland an. Aus finanzieller Sicht ist der Wechsel mehr als ein Trostplaster für den EV Zug.

Philipp Zurfluh und Marco Morosoli
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Nach nur einer Saison beim EV Zug ist Schluss: Oscar Lindberg (28) wird nächste Saison in der Kontinental Hockey League (KHL) bei Dynamo Moskau spielen. Lange war nicht klar, ob der schwedische Weltmeister von 2013 und 2017 die Option auf eine Vertragsverlängerung zieht und bei den Zugern eine Saison anhängt. Die Option enthielt eine Ausstiegsklausel für die KHL und die NHL mit einer entsprechenden Ablösesumme.

«Wir sind froh, dass jetzt endlich Klarheit herrscht», sagt EVZ-Sportchef Reto Kläy. Er habe ein Stück weit damit gerechnet. Der Wechsel Lindbergs nach Russland sei für ihn nachvollziehbar.

«Die Saläre, die dort bezahlt werden, sind nicht mit denjenigen in der Schweiz zu vergleichen. Da können wir nicht mithalten.»

Für den EV Zug ist der Transfer finanziell mehr als nur ein Trostpflaster. «Ein guter Deal», meint Kläy. Laut dem Sportchef ist momentan nicht der richtige Zeitpunkt, um sich auf dem Transfermarkt nach Verstärkungen umzusehen, um den Abgang des schwedischen Stürmers zu kompensieren. «Es gibt unglaublich viele Fragezeichen, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht, auch in finanzieller Hinsicht. Es ist der falsche Moment, um einen neuen Spieler zu verpflichten.» Der EV Zug ist optimistisch, dass am 18. September in die neue Saison gestartet werden kann. 

EV Zug beginnt mit Training im OYM

Das OYM (On Your Marks) in Cham ist ab Montag der neue Trainingsort des EVZ. Die Betreiber des modernsten Sportzentrums in Europa haben ein Konzept entwickelt, das alle Bundesvorgaben erfüllt. Ein Vollbetrieb ist aber noch nicht möglich. Laut OYM-Bauherr Hanspeter Strebel können aktuell 40 Spieler miteinander trainieren. Das heisst, dass die erste Mannschaft sowie das Swiss-League-Team die ersten Nutzer der Trainingsstätte sind. Wann die beiden Junioren-Leistungsteams im OYM ihren Trainingsbetrieb aufnehmen können, ist noch unklar.

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