Kampf um freien Sturmplatz

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Talente Der EV Zug hat ein ambitioniertes Ziel: Er will zur besten Schweizer Ausbildungsstätte für Eishockeytalente werden. In der 2014 gegründeten «Hockey Academy» können junge Spieler innert vier Jahren unter professionellen Bedingungen trainieren und gleichzeitig eine KV-Lehre absolvieren. Seit 2016 existiert das Swiss-League-Team EVZ Academy, das ihnen den Sprung in die National League erleichtern soll. «Damit konnten wir die Lücke zwischen der National League und der Elite Junioren schliessen», ­sagt Sportchef Reto Kläy. Er betont: ­«Es ist ein stetiger Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Aber wir wollen diesen Weg weitergehen und sind überzeugt, dass es der richtige ist.»

Tatsächlich zeigen sich die ersten Erfolge. Neben Livio Stadler (siehe Haupttext) gehören auch die Verteidiger Tobias Stadler (18) und Tobias Fohrler (20) fix zum Kader in der National League. Zudem ist noch ein Platz im Sturm frei. In der Vorbereitung haben unter anderem Reto Kläys Bruder Fabio und Fabio Arnold eine Chance erhalten. Aber auch andere Academy-Spieler können sich aufdrängen. «Wir wollen einen gesunden Konkurrenzkampf ermöglichen», sagt Reto Kläy. «Im Verlauf der Saison werden wir sehen, ob sich ein Einzelner durchsetzt oder ob ­rotiert wird.»

Wohl eher nicht zu rechnen ist mit Calvin Thürkauf (20), der bei den Columbus Blue Jackets unterschrieben hat. Möglich ist, dass er diese Saison sein NHL-Debüt gibt. Wahrscheinlicher ist der Umweg über die AHL. Doch Kläy hat die Hoffnung, dass Thürkauf vor­übergehend in Zug parkiert wird, noch nicht aufgegeben. (ars)