Kampf verloren - Damien Brunner im Spital

Der EV Zug kann gegen Davos nicht gewinnen: Der HCD wahrt die Ungeschlagenheit in den diesjährigen Playoffs und führt in der Best-of-7-Serie 2:0.

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Zugs Thomas Rüfenacht (rechts) gegen Davos Peter Sejna. (Bild: EQ)

Zugs Thomas Rüfenacht (rechts) gegen Davos Peter Sejna. (Bild: EQ)

In der 50. Minute gelang Gregory Sciaroni, der alleine auf EVZ-Goalie Jussi Markkanen hatte losziehen können, vor 7015 Zuschauern die erstmalige Führung für die Bündner. Danach liess der Rekordmeister nur noch wenig anbrennen, das 4:2 von Petr Taticek (58.) und das 5:2 von Robin Grossmann (60.) waren die logische Konsequenz aus dem stilsicheren Auftreten der Bündner, die den 13. Sieg in Serie feierten und den ersten in dieser Saison in der ausverkauften Zuger Bossard-Arena.

Davos holt zweimal Rückstand auf

Zuvor hatten die Gäste zweimal einen Rückstand aufgeholt: In der 10. Minute erzielte Reto von Arx, der sich zudem noch zwei Assists gutschreiben liess, nach herrlicher Vorarbeit von Taticek das 1:1. Für den Leitwolf der Bündner ging damit eine 13 Spiele dauernde Torflaute zu Ende; sein letzter Treffer datierte vom 15. Januar. Für das 2:2 zeichnete in der 22. Minute Beat Forster mit einem sicher nicht unhaltbaren Schuss verantwortlich.

Obwohl der Sieg der Davoser in Ordnung ging, war die Niederlage für Zug ärgerlich. Einerseits hätte das Spiel für die Zentralschweizer nicht besser beginnen können, denn Corsin Casutt traf nach nur 28 Sekunden aus kurzer Distanz zum 1:0 – den Pass spielte Glen Metropolit von hinter dem Tor. Casutt reüssierte bereits zum sechsten Mal in den laufenden Playoffs.

Brunner blutend out

Andererseits konnten die Zuger kurz nach dem 2:1 von Sven Lindemann (16.), der nach einem Kraftakt von Björn Christen reüssierte, während vier Minuten in Überzahl agieren. Doch eigentlich hätte es fünf Minuten sein müssen, denn: Beat Forster traf den Zuger Stürmer Damien Brunner mit dem Stock im Gesicht. Brunner blutete stark, kehrte nicht mehr auf das Eis zurück und musste ins Spital eingeliefert werden. Die Gastgeber brachten bei dieser goldenen Chance nur wenig zu Stande. Auch das 2:2 (22.) war aus Sicht der Zuger ärgerlich, hatte doch Rafael Diaz in der Aktion zuvor das 3:1 auf dem Stock gehabt.

Die zweite Partie in dieser Halbfinal-Serie war lange Zeit hartumkämpft. Die Zuger hatten in den ersten 40 Minuten etwas mehr vom Spiel, die Davoser sorgten jedoch insbesondere mit Kontern immer wieder für Gefahr. Die grossen Emotionen fehlten allerdings mit wenigen Ausnahmen auch im zweiten Spiel in dieser Halbfinal-Serie.

si/rem

Einen ausführlichen Artikel und Stimmen zum Spiel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

Zug - Davos 2:5 (2:1, 0:1, 0:3)
Bossard Arena. - 7015 Zuschauer (ausverkauft). - SR Reiber/Prugger, Kaderli/Abegglen.
Tore: 1. (0:28) Casutt (Metropolit, Patrick Fischer) 1:0. 10. Reto von Arx (Taticek, Grossmann) 1:1. 16. Sven Lindemann (Sutter, Björn Christen) 2:1. 22. Forster 2:2. 50. Sciaroni (Tallarini) 2:3. 58. Taticek (Reto von Arx, Ramholt) 2:4. 60. Grossmann (Ramholt, Reto von Arx) 2:5.
Strafen: je 4mal 2 Minuten.
Zug: Markkanen; Wozniewski, Patrick Fischer; Diaz, Oppliger; Chiesa, Snell; Blaser; Björn Christen, Metropolit, Casutt; Damien Brunner, Holden, Fabian Schnyder; Sven Lindemann, Sutter, Rüfenacht; Di Pietro, Duri Camichel, Fabian Lüthi; Rossi.
Davos: Genoni; Stoop, Forster; Ramholt, Grossmann; Jan von Arx, Back; Tallarini; Guggisberg, Reto von Arx, Taticek; Sykora, Marha, Sejna; Bürgler, Rizzi, Dino Wieser; Sciaroni, Steinmann, Joggi; Marc Wieser.
Bemerkungen:Zug ohne Corsin Camichel (krank). Davos ohne Samuel Guerra, Untersander, Bednar und Jinman (alle überzählig). - 4. Pfostenschuss Bürgler. - 17. Damien Brunner verletzt ausgeschieden.