Kein Lohnverzicht, aber Lohnstundung: EV Zug rechnet mit Ertragsausfall von mindestens 1,6 Millionen Franken

EVZ-CEO Patrick Lengwiler beziffert den Ertragsausfall gegenüber dem Budget auf rund 1,6 Millionen Franken. Um die Liquidität zu gewährleisten, werden Spieler, Staff und die Geschäftsleitung für die Monate Juni, Juli und August vorerst nicht auf ihre vollen Löhne beharren.

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(jvf) Die Eishockey-Saison wurde Anfang März wegen der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen. Damit entgehen den Klubs in diesem Jahr die wichtigen Einnahmen aus den Playoffs. Im EV Zug rechnet man mit einem Ertragsausfall gegenüber dem Budget für das vergangene Geschäftsjahr von rund 1,6 Millionen Franken, wie der Klub am Mittwoch mitteilt. Der Schaden für das kommende Geschäftsjahr dürfte gar noch grösser sein, weil im Mai und Juni diverse Grossveranstaltungen abgesagt werden mussten. «Wir sind darauf angewiesen, dass wir ab Herbst wieder Grossveranstaltungen, und damit meine ich insbesondere unsere Heimspiele, ganz normal mit Fans und Sponsoren durchführen können», erklärt CEO Patrick Lengwiler.

Patrick Lengwiler.

Patrick Lengwiler.

Bild: Boris Bürgisser (Zug, 3. September 2019)

Um die Liquidität zu gewährleisten, haben Spieler, Staff und die Geschäftsleitung einem Aufschub der Löhne der Monate Juni, Juli und August zugestimmt. Die Stundung werde abgestuft umgesetzt und betrage im Schnitt rund 30 Prozent, schreibt der EVZ. «Es ist nur eine Stundung und kein Lohnverzicht, aber doch ein wichtiges Signal, dass die Spieler und Coaches in dieser schwierigen Situation hinter ihrem Klub stehen», wird Lengwiler zitiert. Über einen allfälligen Lohnverzicht werde erst gesprochen, wenn der Schaden beziffert werden könne.