Dritte EVZ-Niederlage in Serie

Der EV Zug hat im Heimspiel gegen die ZSC Lions die nötige Durchschlagskraft vermissen lassen. Wie schon in den Playoffs gewinnen die Zürcher klar – das Skore lautet 3:0.

Sascha Fey
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Der Zuger Verteidiger Raphael Diaz (Nr. 16) und Torhüter Tobias Stephan wehren sich gegen die Lions. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 2. Oktober 2018)

Der Zuger Verteidiger Raphael Diaz (Nr. 16) und Torhüter Tobias Stephan wehren sich gegen die Lions. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 2. Oktober 2018)

Vor dem diesjährigen Playoff-Viertelfinal zwischen Zug und dem ZSC sprach nur wenig für die Lions, welche die Qualifikation lediglich auf Platz 7 abgeschlossen hatten. Nach der 1:4-Niederlage im ersten Spiel gewannen die Stadtzürcher dann aber die nächsten vier Partien und holten in der Folge den Meistertitel. Auch diesmal trafen die Lions nach einer schwierigen Phase auf die Zentralschweizer. Trotz der Zuzüge von Denis Hollenstein, Simon Bodenmann und Roman Cervenka holten sie in den ersten vier Partien lediglich vier Punkte und reisten als Tabellenvorletzter nach Zug.

Diesmal wollte der EVZ kein Aufbaugegner sein, sondern Stärke demonstrieren. Davon war allerdings – vor allem zu Beginn – wenig zu sehen. Nach zehn Minuten lag das Heimteam nach Toren von Pius Suter (5.) und Chris Baltisberger bereits 0:2 hinten. Das Resultat ging absolut in Ordnung, es fehlte den Zugern in der Defensive an der nötigen Kompaktheit. Trainer Dan Tangnes sah sich bereits genötigt, ein Timeout zu nehmen. «In den ersten zehn Minuten war eine ganz komische Stimmung. Ich weiss nicht genau, was los war», sagte Captain Raphael Diaz.

Danach fand der EVZ besser ins Spiel, auch weil er während vier Minuten in Überzahl agieren konnte. Das Powerplay sah zwar ansehnlich aus, die Krönung in Form eines Tores blieb aber aus. Ausserdem wurde in der 16. Minute ein Treffer von Dominic Lammer wegen Torhüter-Behinderung aberkannt.

In der Zuger Offensive fehlt die letzte Konsequenz

Nach der ersten Pause bemühten sich die Zuger zwar, es schlichen sich aber immer wieder Ungenauigkeiten ein. Und vorne fehlte die letzte Konsequenz. In der 50. Minute scheiterte Lino Martschini alleine vor dem Zürcher Goalie Niklas Schlegel, der insgesamt zu wenig in Schwierigkeiten gebracht wurde. Deshalb gelang dem EVZ zum ersten Mal seit dem 11. November 2016 vor heimischem Publikum kein Tor – damals hatte es gegen den SC Bern ebenfalls ein 0:3 abgesetzt.

Ohnehin steckte in der Offensive in den letzten drei Partien mit nur drei Toren der Wurm drin. «Das Grundkonzept sieht gut aus, wir müssen nun den Puck einfach irgendwie ins Tor bringen», so Diaz. Dafür sei noch härtere Arbeit erforderlich. Ausserdem bemängelte Diaz die fehlende Konstanz im Spiel, dass es noch zu viele Auf und Abs gebe. So liessen die Zuger viele Überzahlsituationen zu. «Das darf nicht passieren», erklärte Diaz. «Das Niveau in der Schweiz wird immer besser und besser, da dürfen wir nicht in Konter reinlaufen.» Der zweifache WM-Silbermedaillengewinner machte aber dem ZSC ein Kompliment: «Zürich ist gut aus der eigenen Zone gekommen.» Die Zuger verloren nicht nur die Partie, sondern auch Topskorer Garrett Roe und Dario Simion. Der amerikanische Center schied in der 28. Minute mit einer Rückenverletzung aus, Simion konnte die Partie aufgrund einer Schulterverletzung nicht beenden. Überhaupt nicht einsatzfähig war der Schwede Victor Stalberg. Dafür kehrte der Kanadier David McIntyre nach drei Spielen Pause in die Aufstellung zurück.

Zug - ZSC Lions 0:3 (0:2, 0:0, 0:1)

6844 Zuschauer. - SR Stricker/Hebeisen; Wüst/Duarte. - Tore: 5. Suter (Prassl, Hollenstein) 0:1. 10. Chris Baltisberger (Schäppi) 0:2. 60. (59:06) Pettersson 0:3 (ins leere Tor). - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Roe; Noreau.

Zug: Stephan; Schlumpf, Alatalo; Diaz, Stadler; Morant, Zryd; Thiry, Zgraggen; Martschini, McIntyre, Simion; Klingberg, Roe, Lammer; Widerström, Albrecht, Suri; Schnyder, Senteler, Zehnder.

ZSC Lions: Schlegel; Noreau, Marti; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Blindenbacher; Karrer, Berni; Pettersson, Cervenka, Bodenmann; Hollenstein, Suter, Bachofner; Chris Baltisberger, Prassl, Wick; Hinterkircher, Schäppi, Miranda.

Bemerkungen: Zug ohne Stalberg und Fohrler, ZSC Lions ohne Geering, Herzog, Nilsson (alle verletzt) und Shore (überzähliger Ausländer). Pfostenschüsse: Martschini (16.); Noreau (5.), Berni (29.). Tor von Lammer nicht anerkannt (16.). Timeout Zug (10.). Roe verletzt ausgeschieden (33.). Zug von 56:42 bis 59:06 ohne Torhüter.

Das ganze Spiel im Liveticker: