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EV Zug: Martschini setzt ein Ausrufezeichen gegen Ambri-Piotta

Dem EV Zug glückt der Start ins neue Jahr. Beim 6:2 gegen Ambri-Piotta glänzt Lino Martschini mit einem Hattrick. Der Flügel hat sich vorgenommen, ein kompletter Spieler zu werden.
Sven Aregger
Stürmer Lino Martschini freut sich: Gegen Ambri erzielte er die Hälfte der EVZ-Tore. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 2. Januar 2019))

Stürmer Lino Martschini freut sich: Gegen Ambri erzielte er die Hälfte der EVZ-Tore. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 2. Januar 2019))

Lino Martschini und das erste Meisterschaftsspiel im neuen Jahr – das passt. Vor einem Jahr war er Doppeltorschütze beim 6:3-Sieg gegen Lausanne. Und nun gegen Ambri gelangen dem Flügel gleich drei Tore, es waren seine Saisontreffer Nummer 13 bis 15. Der Zuger Topskorer gehörte auch sonst zu den auffälligsten Akteuren auf dem Eis, mit seinem Tempo und seinen Dribbelkünsten brachte er die Tessiner Abwehr ein ums andere Mal in Verlegenheit.

Die Zuger Lino Martschini (v.l.), Miro Zryd, David McIntyre und Dominik Schlumpf jubeln. In einem torreichen Spiel gegen HC Ambri-Piotta sichern sie sich den Sieg. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Zug, 2. Januar 2019))
Auch Zugs Reto Suri hat Grund zum Lachen. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Zug, 2. Januar 2019))
Zugs Lino Martschini (rechts), hier vor Ambris Torhüter Benjamin Conz, trifft gleich drei Mal ins Tor. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Zug, 2. Januar 2019))
Goal! Die Zuger Johan Morant, Raphael Diaz und Dreifachtorschütze Lino Martschini kommen zum Feiern zusammen. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Zug, 2. Januar 2019))
Ambris Marco Müller (links) kämpft gegen Zugs Reto Suri um den Puck. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Zug, 2. Januar 2019))
Ihre Augen folgen dem Puck: Die Zuger Yannick-Lennart Albrecht (v.l.) und Lino Martschini, Ambris Marco Müller und Michael Fora sowie Ambris Torhüter Benjamin Conz beim Tor zum 1:0. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Zug, 2. Januar 2019))
Hände hoch für den Jubel heisst es danach, zumindest für die Zuger David McIntyre (3.v.l.) und Zugs Raphael Diaz (4.v.l.). (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Zug, 2. Januar 2019))
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EV Zug - HC Ambri Piotta 6:2

Die Sniper-Qualitäten des 25-Jährigen sind landesweit bekannt, Trainer Dan Tangnes rühmte zuletzt aber ausdrücklich Martschinis Fortschritte in der Arbeit ohne Puck. Im Defensivverhalten habe sich der Stürmer deutlich weiterentwickelt, lobte der Headcoach. Martschini selber sagte, dass er gezielt daran arbeite. «Ich will ein kompletter Spieler werden. Gerade in den Playoffs, wenn die Partien enger werden, sollen sich die Coaches auf mich verlassen können.»

Ambris Paradelinie bleibt mehrheitlich blass

Der Sieg gegen ein lange harmloses Ambri war verdient. Von Beginn weg gaben die Zuger die Marschrichtung vor, nach 37 Minuten führten sie 4:0. Die Leventiner brauchten eine doppelte Überzahl, um kurz vor der zweiten Drittelpause zu verkürzen. Dabei liess Torschütze Dominik Kubalik seine Klasse aufblitzen. Der Tscheche bildet zusammen mit Marco Müller und Dominic Zwerger das derzeit aufregendste Trio in der National League. Der offensive Dreizack lässt Ambri von der ersten Playoff-Teilnahme seit fünf Jahren träumen. Er erzielte 40 der bislang 80 Tore, also genau die Hälfte. Gegen Zug blieb die Paradelinie aber mehrheitlich blass. «Wir haben es geschafft, dass diese Sturmreihe oft defensiv arbeiten musste», bilanzierte Verteidiger Santeri Alatalo, der mit dem achten Saisontreffer sein Formhoch bestätigte.

Im Vergleich mit Ambri verfügt der EVZ über deutlich mehr Breite. Eine von Zugs Stärken in dieser Saison ist ja, dass die Linien ausgeglichen besetzt sind. Jede Formation kann Tore schiessen, das macht den EVZ für die Gegner schwer ausrechenbar. Trainer Tangnes muss die Linien wegen Verletzungen regelmässig umstellen, aber bisher hat er stets den richtigen Mix gefunden. Tangnes verteilt zudem die Eiszeiten gleichmässiger als noch Vorgänger Harold Kreis. Martschini sagte: «Wir sind nicht von einzelnen Spielern abgängig. Das ist etwas vom Wichtigsten, speziell in den Playoffs.»

Der hohe Sieg zum Jahresauftakt täuscht aber darüber hinweg, dass sich die Zuger auch Unachtsamkeiten leisteten, gerade im Powerplay waren sie nicht mit letzter Konzentration bei der Sache. So liessen sie sechs Situationen mit einem Mann mehr auf dem Eis ungenutzt, während die Tessiner ihre beiden Treffer in Überzahl erzielten. «Wir waren zu wenig fokussiert. Das haben wir im Team auch angesprochen», konstatierte Martschini. Letztlich konnte der EVZ dennoch mit Schwung ins neue Jahr starten. Und wenn Goalgetter Lino Martschini weiter so durch die gegnerischen Abwehrreihen wirbelt, ohne seine defensiven Plichten zu vernachlässigen, könnte es ein gutes Jahr für den EV Zug werden.

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