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Der EVZ im Cup-Halbfinal: Mit der Wut im Bauch das Rezept finden

Seit 1998 hat der EV Zug keinen Titel mehr geholt. Heute spielt er in Bern (19.45) gegen den SCB um den Einzug in den Cupfinal.
Der Sportchef des EV Zug, Reto Klaey waehrend der Saison Medienkonferenz des EV Zug vom Montag 10. September 2018 in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Der Sportchef des EV Zug, Reto Klaey waehrend der Saison Medienkonferenz des EV Zug vom Montag 10. September 2018 in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Der 25. Anlauf soll gelingen. 24-mal gingen die nationalen Titel an andere Teams, seit der EV Zug 1998 den Meistertitel holte. 20-mal wurde die Meisterschaft nur noch von vier Teams geholt; dem SC Bern, den ZSC Lions, dem HC Lugano und dem HC Davos. Weitere vier nationale Titel konnten im Cup geholt werden, die Sieger hiessen: SC Bern, ZSC Lions, EHC Kloten und zuletzt SC Rapperswil-Jona Lakers.

Gehört der 25. Titel dem EVZ? «Die Vergangenheit kann man nicht ändern, aber die Zukunft», sagt EVZ-Sportchef Reto Kläy. Und weiter: «Es wäre Zeit!»

«Ich habe das Gefühl, dass sehr viel möglich ist.»

Die Ausgangslage ist aber nicht einfach: «Gegen Bern hatten wir in letzter Zeit etwas Mühe. Sie fanden immer ein Rezept gegen uns – respektive wir keines gegen sie.» Gerade die letzte Begegnung verlief aber knapp und unglücklich. Könne man da anknüpfen, sei etwas möglich. «Die Wut im Bauch ist noch da.» Es soll eine Revanche werden.

In der Tabelle liegt Zug vor Bern. Die Zentralschweizer gehören zudem zu den Transfersiegern. Und die Hürde SCB könnte heute im Cup-Halbfinal genommen werden. Wäre das eine Wachablösung? «Das würde ich nicht sagen», analysiert Reto Kläy mit Blick in die Zukunft. «Bern wird auch in 20 Jahren ein Top-Team sein. Aufgrund gewisser Transfers werden auch wir anders angeschaut. Doch wir haben schon in diesem Jahr eine gute Mannschaft beisammen.»

Zug hat Meister- Erfahrung eingekauft

Es gehe aber darum, den Bann zu brechen. Seit Zugs Titelgewinn holten noch vier verschiedene Teams den Meisterpokal. Und seit 2007 nur noch drei (SCB, ZSC und HCD). «Es ist an der Zeit, dass ein anderes Team gewinnt. Ich hoffe, dass wir das sein werden.» Zuletzt ist der EV Zug oft im Playoff-Viertelfinal ausgeschieden. In der Champions-Hockey-League und im Cup heissen die Titelträger ebenfalls anders. Gegenwärtig «wissen» im Kader nur drei Spieler, wie man einen Titel holt. Dario Simion (2015 Meister mit Davos), Sven Senteler (2014 Meister mit dem ZSC) und Carl Klingberg (2018 Weltmeister mit Schweden).

Mit Leonardo Genoni (vier-mal Schweizer Meister; 2009, 2011 und 2015 mit Davos sowie 2017 mit dem SCB), Jérôme Bachofner (2016 Cupsieg und 2018 Schweizer Meister mit dem ZSC) sowie Gregory Hofmann (2015 Schweizer Meister mit Davos) sind in der kommenden Saison mindestens fünf Spieler im Kader, die wissen, wie man einen Titel gewinnt. «Dieses Wissen ist ein Vorteil, aber es war nicht das Hauptkriterium für die Transfers», bilanziert Sportchef Reto Kläy.

Sportchef Kläy: «Nicht zu viel studieren»

Es gehe nicht einzig und allein darum, zu wissen, wie man einen Titel holt. «Wer es noch nicht erlebt hat, will es auch erleben – es braucht beides.» Entscheidende Spiele, wie jenes von heute Abend, gewinne man, «indem man nicht zu viel studiert und denkt, was sein könnte. Das ist enorm wichtig gegen solche Mannschaften. Einfach und über die vollen sechzig Minuten spielen ist wichtig.»

Kläy selber holte auch schon einen Titel

Auch Reto Kläy weiss, wie man einen Titel holt. Im Jahr 2012 errang er als Sportchef mit dem SC Langenthal den Titel in der Swiss League, der zweithöchsten Schweizer Liga. «Ich selber kann am Schluss nicht viel machen. Ich habe aber das Gefühl, dass sehr viel möglich ist.» Intuitiv helfe der SCL-Titel heute strategisch und situativ, «aber nicht im täglichen Bereich».

Neben Sven Leuenberger (Titel als Sportchef mit dem SC Bern und den ZSC Lions) wäre Zugs Reto Kläy einer der wenigen, die als Sportchef mit zwei verschiedenen Mannschaften einen nationalen Titel gewinnen konnten.

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