Mit Feuerwerk und Ersatztorhüter zum Erfolg

Nach den jüngsten Heimniederlagen gegen Ambri und Rapperswil kehrt der EV Zug auf die Siegesstrasse zurück. Zug zündete gegen den HC Lugano ein wahres Offensivfeuerwerk.

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Zugs Josh Holden (rechts) und Luganos Raffaele Sannitz geraten aneinander. (Bild: EQ)

Zugs Josh Holden (rechts) und Luganos Raffaele Sannitz geraten aneinander. (Bild: EQ)

Die Zuger erzwangen die Entscheidung mit einer erneuten Tempoverschärfung. Beim erstmaligen Führungstreffer zum 3:2 lenkte Björn Christen einen Knaller von Rafael Diaz unhaltbar ab (49.), das 4:2 von Corsin Casutt (57.) war Frucht einer starken Kollektivaktion des gesamten Blocks, wenige Sekunden nachdem Diaz seinen Schuss von der Latte zurückspringen sah.

Nachdem die Zuger in den letzten fünf Partien 23 Gegentore kassiert hatten und zudem Stammgoalie Jussi Markkanen verletzt fehlte, hätte der Fokus in der Anfangsphase auf der Defensivarbeit liegen müssen. Diese Vorgabe wurde aber nicht richtig umgesetzt und so fiel schon nach 64 Sekunden das 0:1. Kevin Romy kam im Slot sträflich frei zum erfolgreichen Abschluss.

Zugs Reaktion blieb nicht aus und in der 8. Minute drückte Casutt den Puck über die Linie, Brent Reiber anerkannte das Tor nach Videostudium. Für die Südtessiner war dies bereits das 100. Minustor der laufenden Kampagne und bis zur Spielmitte hätten einige weitere Gegentreffer hinzukommen können, aber Fabian Sutter, der starke Paul Di Pietro, der verbesserte Glen Metropolit und erneut Casutt liessen auch beste Chancen ungenutzt.

So kam es, wie es oft kommt: Mauro Jörg durfte in der 32. Minute entgegen dem Spielverlauf den erneuten Führungstreffer für die «Bianconeri» bejubeln, wobei der insgesamt angesichts seiner Unerfahrenheit erstaunlich starke Sandro Zurkirchen von einem klassischen Eigentor düpiert wurde. 20 Sekunden später war es dann der unverwüstliche Di Pietro, der die Mehrheit der 6093 Fans mit dem 2:2 erstmals in Begeisterung versetzte.

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Zug - Lugano 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)

Bossard-Arena. - 6093 Zuschauer. - SR Reiber, Abegglen/Kaderli. - Tore: 2. Romy (Murray) 0:1. 8. Casutt (Metropolit, Christen) 1:1. 32. (31:25) Jörg (Murray) 1:2. 32. (31:45) Di Pietro (Duri Camichel, Sutter) 2:2. 49. Christen (Diaz, Metropolit) 3:2. 57. Casutt (Christen, Metropolit) 4:2. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Holden; Domenichelli.

Zug: Zurkirchen; Wozniewski, Fischer; Oppliger, Diaz; Chiesa, Snell; Lindemann, Rüfenacht, Corsin Camichel; Brunner, Holden, Schnyder; Christen, Metropolit, Casutt; Di Pietro, Sutter, Duri Camichel.

Lugano: Caron; Nummelin, Kamber; Ulmer, Hirschi; Nodari, Kienzle; Bourque, Henessy, Domenichelli; Jörg, Romy, Murray; Reuille, Conne, Sannitz; Kostovic, Tristan Vauclair, Bertaggia.

Bemerkungen: Zug ohne Markkanen, Blaser und Lüthi (alle verletzt), Lugano ohne Julien Vauclair (verletzt), Genoway (krank), Popovic (überzähliger Ausländer). 54. Lattenschuss Schnyder.