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Nach 3:1-Sieg gegen Ambri-Piotta: Der EV Zug grüsst wieder von der Tabellenspitze

Beim 3:1-Sieg im Gotthard-Derby lässt der EV Zug gegen Ambri nichts anbrennen. Thorell, Morant und Klingberg sind die Torschützen.

Philipp Zurfluh
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Jubel den Zuger Oscar Lindberg, Carl Klingberg und Zugs Erik Thorell (von links) nach dem 1:0
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Getroffen hatte Erik Thorell.
Jubel nach dem 2:0 bei den Zugern Raphael Diaz, Johan Morant und Yannick-Lennart Albrecht (von links).
Zugs Carl Klingberg (links) gegen Ambris Michael Ngoy
Getroffen hatte Johan Morant.
Zugs Grégory Hofmann sorgt vor dem Ambri-Tor für viel Verkehr.
Zugs Grégory Hofmann (links) gegen Ambris Michael Fora.
Zugs Jérôme Bachofner (rechts) gegen Ambris Tobias Fohrler.
Ambris Noele Trisconi, Tommaso Goi, Nick Plastino, Elias Bianchi und Jannik Fischer (von links) haben das Nachsehen.
Ambri Giacomo Dal Pian (links) versucht Zugs Livio Stadler die Scheibe zu stehlen.
Zugs Jérôme Bachofner (rechts) gegen Ambris Tobias Fohrler

Jubel den Zuger Oscar Lindberg, Carl Klingberg und Zugs Erik Thorell (von links) nach dem 1:0

Bild: Alexandra Wey / Keystone (Zug, 17. Januar 2020)

Ambri-Goalie Daniel Manzato wurde am Freitag 36-jährig und auf Seiten der Tessiner zum besten Mann des Spiels gewählt. Es war ein schwacher Trost. Die Zuger hatten für Manzato, der Ende Saison zu Genf-Servette wechselt, keine Geschenke mitgebracht. Stattdessen schenkten sie ihm drei Tore ein. Ambri-Piotta ist für die Zuger so etwas wie der Lieblingsgegner in der Bossard Arena. Von den letzten 19  Heimspielen haben sie deren 17 gewonnen. Weil die ZSC Lions verloren, grüssen die Zuger nun von der Tabellenspitze.

Eine weitere positive Nachricht: Mit Routinier Raphael Diaz und Jérôme Bachofner kehrten am Freitag zwei verletzte Spieler auf das Eis zurück. Für Bachofner war es nach einer Handverletzung und zwei Monaten Absenz wieder der erste Ernstkampf in der National League. «Es ist ein grossartiges Gefühl wieder mit meinen Teamkollegen auf dem Eis zu stehen. Nun versuche ich von Spiel zu Spiel wieder Vertrauen in meine Hand aufzubauen», meinte die Zuger Nummer 10 erleichtert.

Ambri-Topskorer wird vermisst

Der Match hätte aber durchaus in andere Bahnen gelenkt werden können. Der EV Zug musste nach nicht einmal einer Minute seine Boxplay-Qualitäten unter Beweis stellen. Wer sich auf ein Offensiv-Feuerwerk freute, wurde bitter enttäuscht. Daniel Manzato und Leonardo Genoni mussten nur vereinzelt ins Spiel eingreifen. Zu unpräzis und harmlos agierten der Tabellenerste- und Elfte im Torabschluss. Die 6886 Zuschauer und einige Akteure schienen wohl bereits gedanklich in der Kabine zu sein, als 12 Sekunden vor Ablauf des ersten Drittels der Schwede Erik Thorell das Tor umkurvte und es mit einem Buebetrickli versuchte. Schliesslich wurde der Puck von Ambri-Center Bryan Flynn ins Tor abgelenkt. Flynn bekleidete an Stelle von Matt D’Agostini das Topskorer-Dress. Die Abwesenheit des kanadischen Paradespielers war offensichtlich, obwohl die Tessiner im ersten Drittel leicht mehr Torabschlüsse verzeichnen konnten. Auch das Comeback von Ambri-Identifikationsfigur Elias Bianchi, half dem letztjährigen Spengler-Cup-Teilnehmer nicht, um auf Touren zu kommen. Die Leventiner liessen Kampfkraft und Spielwitz vermissen.

Hoffnungsschimmer währte nicht lange

In der 28. Minute agierte Geburtstagskind Daniel Manzato unglücklich. Ein harmloser Schuss des zuletzt wenig in Erscheinung getretenen Johan Morant liess er zwischen seinen Schonern passieren. Dann ein Treffer aus dem Nichts: Entgegen des Spielverlaufs musste Noele Trisconi nach einem Abpraller von Leonardo Genoni nur noch einschieben. Der 2:1-Anschlusstreffer war ein kurzer Hoffnungsschimmer. Nach einem gewonnenen Bully bediente Ex-Ambri-Spieler Grégory Hofmann Center Carl Klingberg. Dieser liess mit einem Slapshot das Netz hinter Manzato zappeln und die Zuger Spieler jubeln.

EV Zug - HC Ambri-Piotta: So lief das Spiel von Minute zu Minute 

Die Höhepunkte des Spiels:

Zug - Ambri-Piotta 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)

6886 Zuschauer. - SR Salonen/Hungerbühler, Fuchs/Bürgi. - Tore: 20. (19:48) Thorell (Alatalo) 1:0. 28. Morant (Albrecht) 2:0. 35. Trisconi (Goi) 2:1. 47. Klingberg (Hofmann, Diaz) 3:1. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 5mal 2 plus 10 Minuten (Müller) gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Hofmann; Flynn.

Zug: Genoni; Schlumpf, Geisser; Diaz, Stadler; Morant, Alatalo; Thiry; Martschini, Lindberg, Thorell; Klingberg, Kovar, Hofmann; Simion, Senteler, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Zehnder; Langenegger.

Ambri-Piotta: Manzato; Plastino, Fischer; Fora, Dotti; Ngoy, Jelovac; Fohrler; Trisconi, Goi, Bianchi; Sabolic, Flynn, Upshall; Hofer, Müller, Zwerger; Incir, Dal Pian, Hinterkircher; Joël Neuenschwander.

Bemerkungen: Zug ohne Schnyder, Zgraggen (beide verletzt) und Zryd (überzählig), Ambri-Piotta ohne Rohrbach, Mazzolini, Kostner, Kneubühler, Novotny (alle verletzt) und D'Agostini (krank). Pfostenschuss Hofmann (25.).

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