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NATIONAL LEAGUE: EVZ verspielt 3:0-Führung – und siegt trotzdem

Der EV Zug reiht in diesen Tagen einen Spitzenkampf an den nächsten: zweimal gegen Davos, gegen Lugano und nun also gegen Biel.
Torschütze Raphael Diaz (rechts) im Zweikampf mit Biels Toni Rajala. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 12. Januar 2018))

Torschütze Raphael Diaz (rechts) im Zweikampf mit Biels Toni Rajala. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 12. Januar 2018))

Genau, Biel. Die Seeländer haben die erstaunlichste Wende der bisherigen NL-Saison geschafft – vom kriselnden Klub zum Team der Stunde. Als zunächst Sportchef Martin Steinegger und dann ­An­t­ti Törmänen den glücklosen Headcoach Mike McNamara an der Bande ersetzten, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Seit Mitte November hatte niemand mehr Punkte geholt als die Bieler. Zuletzt blieben sie sechs Spiele ungeschlagen, was Klubrekord in der höchsten Liga bedeutet.

Dieser Lauf endete gestern mit einer 4:5-Niederlage nach Penaltyschiessen. Das verwundert eigentlich wenig, weil auch der EVZ derzeit nur schwer zu bezwingen ist. Er feierte den sechsten Sieg in Serie und ist im neuen Jahr noch ungeschlagen.

Allerdings erlebten die Zuger in dieser turbulenten Partie ein denkwürdiges Mitteldrittel, weil sie es fertigbrachten, eine 3:0-Führung zu verspielen. Eigentlich sollten sie längst wissen, dass ein Nachlassen meist bestraft wird. Doch zum wiederholten Mal liessen sie sich den Schneid abkaufen und lagen nach 40 Minuten 3:4 zurück. Was sie im ersten Drittel noch ausgezeichnet hatte, liessen sie plötzlich vermissen. Sie verloren die Zweikämpfe, produzierten Scheibenverluste und leisteten sich Strafen.

Verteidiger Alatalo: «Ein Skandal»

Verteidiger Santeri Alatalo wählte hinterher klare Worte: «Es war ein Skandal, was wir in dieser Phase abgeliefert haben.» Eine einfache Erklärung für die zwei Zuger Gesichter gibt es nicht. «Wenn wir es erklären könnten, würde es nicht passieren», sagte Stürmer Fabian Schnyder. Headcoach Harold Kreis analysierte: «Nach dem ersten Gegentor sind wir zu passiv geworden und haben die Räume geöffnet. Das hat Biel ausgenutzt.»

Doch der EVZ erholte sich von seinem Einbruch und hatte nach dem Ausgleich durch den überzeugenden Abwehrchef Raphael Diaz genug Chancen, die Partie wieder zu drehen. «Wir haben uns zurückgekämpft. Dann war es ein Hockeyspiel – mit zwei ebenbürtigen Mannschaften», sagte Kreis.

Der Start ins Spiel war für die Zentralschweizer optimal verlaufen. Nach zwölf Minuten lagen sie mit drei Toren vorne. Dabei bestätigten die Ausländer ihre gute Form. David McIntyre, der in Kanadas Olympia-Aufgebot fehlt, profitierte beim Führungstreffer von einem Fehlgriff des Bieler Goalies Jonas Hiller. Der Schwede Viktor Stalberg schloss danach im Powerplay eine Traumkombination über Garrett Roe und Diaz ab. Und nachdem die zu diesem Zeitpunkt überforderten Bieler kurz darauf die nächste Strafe kassiert hatten, war Stalbergs Landsmann Carl Klingberg erfolgreich.

Aber ein kurioser Ablenker – die Scheibe flog über EVZ-Goalie Tobias Stephan ins Tor – brachte die Bieler zurück ins Spiel. Es war der Anfang eines Zuger Mitteldrittels zum Vergessen. (ars)

Zug – Biel 5:4 (3:0, 0:4, 1:0, 0:0) n. P.

7107 Zuschauer. – SR Prugger/Wiegand, Fuchs/Wüst. – Tore: 4. McIntyre (Klingberg) 1:0. 10. Stalberg (Diaz, Roe/Ausschluss Neuenschwander) 2:0. 13. Klingberg (Stalberg, Roe/Ausschluss Kreis) 3:0. 21. Dufner (Pouliot) 3:1. 34. (33:59) Rajala (Steiner) 3:2. 35. Fuchs (Micflikier, Earl) 3:3. 37. Micflikier (Fuchs, Fey/Ausschluss Alatalo) 3:4. 47. Diaz (Roe) 4:4. – Penaltyschiessen: Martschini 1:0, Sutter 1:1; Stalberg -, Fuchs -; Lammer 2:1, Rajala -; Suri -, Micflikier -; Klingberg -, Pouliot -. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Zug, 4-mal 2 Minuten gegen Biel.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Thiry, Leeger; Helbling, Geisser; Klingberg, McIntyre, Suri; Martschini, Roe, Stalberg; Schnyder, Zehnder, Lammer; Haber­stich, Kast, Senteler.

Biel: Hiller; Dufner, Forster; Fey, Kreis; Jecker, Steiner; Hächler; Pedretti, Pouliot, Rajala; Micflikier, Fuchs, Earl; Dominik Diem, Neuenschwander, Fabian Lüthi; Schmutz, Sutter, Wetzel; Joggi.

National League

Zug – Biel 5:4 n.P. SCL Tigers – Lugano 4:0. Bern – ZSC Lions 2:4. Genève-Servette – Davos 6:5 n.V.

Heute, 19.45: Fribourg-Gottéron – Zug. Biel – Bern. Davos – Kloten. Lugano – Genève-Servette. ZSC Lions – Ambri-Piotta.

Sonntag, 15.45: Ambri-Piotta – Lausanne. Kloten – Fribourg-Gottéron.
1. Bern 38 22 6 4 6 134:81 82
2. Zug 38 17 8 2 11 121:95 69
3. Biel 39 18 4 4 13 119:105 66
4. Lugano 39 20 2 1 16 123:107 65
5. Davos 39 19 1 5 14 110:118 64
6. ZSC Lions 39 15 6 4 14 119:104 61
7. Genève 39 14 6 5 14 105:113 59
8. Fribourg 37 15 2 5 15 94:108 54
9. Langnau 40 12 6 4 18 101:112 52
10. Lausanne 38 12 4 6 16 111:123 50
11. Ambri 38 10 2 5 21 96:126 39
12. Kloten 38 6 4 6 22 83:124 32

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