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NHL: Rafael Diaz will seinen Traum weiterleben

Rafael Diaz setzt sein Abenteuer bei den New York Rangers fort. Am Broadway träumt Diaz vom ganz grossen Wurf: dem Stanley-Cup.
Rafael Diaz ist nach 2014 zum zweiten Mal ein New York Ranger geworden. (Bild: Getty/Derek Leung)

Rafael Diaz ist nach 2014 zum zweiten Mal ein New York Ranger geworden. (Bild: Getty/Derek Leung)

Nicola Berger

Rafael Diaz (29) ist ein beschäftigter Mann. Im Juni verlobte er sich mit seiner langjährigen kanadischen Freundin Myriam, im August organisierte der Baarer erstmals ein karitatives Golfturnier – und seit einigen Wochen steht er in der Bossard-Arena wieder auf dem Eis und bereitet sich mit Zug auf die neue Saison vor. Im EVZ-Umfeld hatten ja nicht wenige die sanfte Hoffnung gehegt, der verlorene Sohn würde dauerhaft zurückkehren und seinen noch bis 2016 gültigen Vertrag erfüllen. Denn nach zwei Jahren mit wenig Auslauf und einer Odyssee von Montreal über Vancouver nach New York und Calgary war seine Zukunft in der NHL unsicher gewesen, sogar Diaz selbst hatte gesagt: «Es kann sein, dass ich den ganzen Sommer auf ein Angebot warten muss. Und vielleicht klappt es gar nicht.»

Eine Schweizer Premiere

Es kam anders. Als der Spielermarkt in der NHL öffnete, am 1. Juli, dauerte es nur wenige Stunden, bis Diaz bei den New York Rangers Unterschlupf fand. Im Madison Square Garden war Diaz schon 2013/14 für einige Monate beschäftigt gewesen und hatte es als erster Schweizer Feldspieler in den Stanley-Cup-Final geschafft. In der Serie gegen den Champion Los Angeles sass Diaz indes stets auf der Tribüne – und auch für die neue Kampagne ist er nicht als Stammkraft eingeplant. In der Abwehrhierarchie belegt Diaz hinter Yandle, McDonagh, Staal, Girardi, Boyle und Klein den siebten Platz, fallen keine Konkurrenten aus, dürften die Einsätze spärlich ausfallen. Wäre Diaz also nicht besser beraten, nach Hause zurückzukehren, ins gemachte Zuger Nest? Wo er mehr verdienen würde, weil vom 700 000-Dollar-Salär bei den Rangers rund die Hälfte für Steuern wegfällt? Und wo Diaz die erste Geige spielen würde, mit allen Freiheiten und bis zu 30 Minuten Eiszeit pro Abend? Natürlich kann man so denken, Diaz aber tut es nicht. Er sagt: «Die NHL ist die beste Liga der Welt. Solange ich hier spielen kann, werde ich das tun. Ich geniesse diese Herausforderung. Man lernt viel – auf und neben dem Eis.»

So lebt Diaz seinen NHL-Traum unbeirrt weiter und hofft diesen Winter in Big Apple auf zweierlei: den Stanley-Cup-Sieg mit dem Titel-Mitfavoriten Rangers. Und den persönlichen Durchbruch.

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